I will be with you all along the way...

by Sam   Sam230899@aol.com

 

Patrick stand am Fenster und blickte nach draußen, dann drehte er sich um, in seinen Augen standen tränen: "Sag das das nicht wahr ist, bitte!" Doch Esther schüttelte den Kopf: "Das kann ich nicht. Ich habe Leukämie." Bei diesem Wort zuckte Patrick erneut zusammen. Er drehte sich zurück zum Fenster und sah in die ferne. Warum musste ihnen beiden so etwas passieren. Er liebte Esther über alles und wollte sie nicht an diese Gott verdammte Krankheit verlieren. Seine Mutter hatte den Kampf gegen den Krebs auch nicht besiegen können. Er ging zu Esther und nahm sie in den Arm: "Wir beide schaffen das, wir werden nicht aufgeben. Diese Krankheit wird uns nicht trennen, niemals." Sie standen noch eine Weile am Fenster und hielten sich in den Armen.

Es war Herbst, seit der Diagnose waren 2 Monate vergangen. Inzwischen bekam Esther ihre Chemotherapie und ihr ging es von Tag zu Tag schlechter. Sie war sehr blass und ihr fielen die Haare aus. Sie fragte sich jeden Tag auf´s neue, wie Patrick nur bei ihr bleiben konnte. Doch er liebte sie und er ließ sich auch nicht davon abbringen sie immer ins Krankenhaus zu begleiten, ihr kleine Geschenke zu machen und vor allem ihr immer wieder zu sagen, wie sehr er sie liebte. Doch obwohl er es ihr immer wieder sagte, zweifelte Esther daran, wie konnte er sie in diesem Zustand lieben, wo er doch jede andere junge, gesunde Frau hätte haben können.
Patrick und seine Geschwister begannen sich Sorgen zu machen, Esther zog sich immer mehr zurück und ließ niemanden an sich heran.

Patrick saß mit Dennis im Salon und überlegte, wie er Esther vollkommen seine Liebe beweisen könnte. Dennis gab ihm ein paar gute Tips, da er je eine Zeit lang mit Patricia ähnliches durchgemacht hatte, als es ihr so schlecht ging. Aber für Patrick war nicht das richtige dabei. In Gedanken spielte er an einer Haarsträhne, die ihm ins Gesicht gefallen war und überlegte, was er tun sollte.
Auf einmal sprang er auf und rannte aus dem Salon, in der Tür drehte er sich noch einmal um: "Sag den anderen, das ich noch mal kurz in die Stadt muß, ihr müsst mit dem Essen nicht warten." Im Flur zog er seine Jacke an und setzte sich seine Bommelmütze auf. Dann nahm er die Autoschlüssel und ging zu seinem Auto. Als er langsam durchs Tor fuhr blitzte es wieder über all, aber er reagierte überhaupt nicht darauf.

Als alle am Tisch saßen, fragte Esther: "Wo ist Patrick, ich hab ihn vorhin schon überall gesucht?" Dennis blickte auf: "Er ist noch mal in die Stadt, wir sollen nicht auf ihn warten." Im gleichen Moment erschien Patrick mit Jacke und Mütze in der Tür: "Hallo Leute, hat doch nicht solange gedauert, wie ich gedacht habe." Er strahlte übe das ganze Gesicht und ging zu Esther: "So mein Schatz, damit du endlich weißt, das ich dich noch immer liebe, war ich heute in der Stadt und habe eine Überraschung für Dich."
Esther war aufgestanden: "Pad was ist los, irgend etwas stimmt doch nicht. Wo warst du und was hast du gemacht?" Patrick sah sie an und grinste: "Taaadaaah!!!" Er riss sich die Mütze vom Kopf und zum Vorschein kam... eine Glatze. Esther sah ihm in die Augen: "Du hast doch einen Knall, wie konntest du dir deine wunderschönen Haare einfach abrasieren?" "Weil ich dich liebe mein Schatz und ich werde alles mit dir teilen. Deshalb werde ich so lange Glatze tragen, bist du wieder gesund bist. Bist du böse auf mich?"
Er setzte seinen Dackelblick auf bei dem er wußte das Esther ihm nicht stand halten konnte. "Nein, ich bin ich böse, ist nur etwas gewöhnungsbedürftig, aber es fühlt sich toll an." Dabei strich sie ihm über den Kopf. Patricia war die erste die wieder Worte fand, sie stand auf und ging zu ihrem kleinen Bruder und meinte: "Mensch Patrick ganz schön mutig, aber hast du dir mal überlegt, wie die Fans reagieren?" Patricks Augen funkelten: "Ich habe es für Esther gemacht und nicht für die Fans. Außerdem könnt ihr meine Haare versteigern und das Geld für unsere Krebsforschung nehmen."
Mit einem Ruck zog er zwei lange Zöpfe aus der Jackentasche. In Esthers Augen standen Tränen: "Pad es tut mir leid, das ich dir nicht geglaubt habe, als du mir sagtest das du mich liebst." "Aber mein Schatz, dafür musst du dich doch nicht entschuldigen. ich liebe dich und nichts und niemand wird mich davon abbringen können."


© Sam (Danke schön!)


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Last update: 06/07/2001

(Online since: 06/07/2001)


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