Urlaub mit der Kelly Family

by Sabrina   SLohse824718616@aol.com

 

Wenn Du diese Geschichte liest, mag dir vieles vielleicht wie echt vorkommen, aber lass dich nicht täuschen! Die Personen, Orte und Lieder die in der Geschichte vorkommen gibt es in Wirklichkeit. Jedoch ist jede Handlung in dieser Geschichte frei erfunden. Und nun wünsche ich viel Spaß beim lesen!

Sabrina Lohse


Meine Freundin und ich machten Urlaub auf einem kleinen Gestüt in Bayern. Während Claudia - sie ist ein großer Pferdenarr - Reitstunden hatte und an Ausritten teilnahm, vertrieb ich mir die Zeit mit Musik hören... natürlich mit Musik der Kelly Family! Wir waren erst 3 Tage da und hatten noch weitere 4 Tage Urlaub vor uns. Nach dem Abendessen entschlossen wir uns auf unser Zimmer zu gehen und noch etwas fern zu schauen, lange würden wir eh nicht mehr durchhalten, da der Tag sehr erlebnisreich war.
Wir legten uns also auf unsere Betten und schauten in die Kiste, da aber nichts gescheites kam, entschlossen wir uns zu schlafen. Aber daraus wurde jedoch wieder einmal nichts, denn Claudia durchlebte wieder einmal einen ihrer Tagträume und phantasierte das Blaue vom Himmel...

Auf einmal hörten wir aus dem Zimmer nebenan Musik - uns sehr gut bekannte Musik! Claudia sagte: "Komm wir gehen mal rüber und schauen, ob dort auch Kelly-Fans wohnen!"
"Ich weiß nicht, es ist doch schon recht spät und morgen ist doch auch noch ein Tag!", antwortete ich skeptisch. Doch Claudia meinte: "Ach komm, wenn die noch Musik hören, schlafen die garantiert noch nicht!" Und ich willigte schließlich ein. Und so klopften wir an die Tür...

Als die Tür geöffnet wurde trauten wir unseren Augen nicht: da stand John Kelly und fragte höflich: "Ja, bitte?" Doch wir bekamen nur ein "Jooohn!?" heraus. Und da kam auch schon Maite auf uns zu und meinte." Nun kommt doch erst mal rein! Oder wollt ihr da draußen Wurzeln schlagen?" Das ließen wir uns natürlich nicht zwei mal sagen! Und so traten wir ein, im Zimmer fanden wir die anderen Kellys vor: Jimmy telefonierte gerade, Joey klimperte auf seiner Gitarre rum, Angelo und Patrick diskutierten über einen Zeitungsartikel, Barby hatte gerade ihre Haare gewaschen und Patricia lauschte gespannt der Diskussion von Patrick und Angelo. Gerade hatten wir uns einen Überblick verschafft als Kathy aus dem Nebenzimmer kam und meinte: "So, der kleine Racker schläft endlich! Oh wir haben Besuch! Hallo!" Wir sagten: "Hallo!" Zu erst wussten wir nicht, wie wir uns am besten verhalten sollten. Aber nur rumstehen und klotzen ging ja auch nicht! Also fragte Claudia erst mal: "Was macht ihr denn hier?" Und Patricia antwortete: "Ach wisst ihr die Tour war so anstrengend, da wollen wir einfach mal ein paar Tage ausspannen und relaxen...!" Ich antwortete: "Und dann stören euch die Fans auch noch im Urlaub!" "Also, wenn du damit euch meinst, vergiss es! Ihr stört nicht! Ehrlich gesagt langweilen wir uns hier zu Tode!" , beruhigte Joey uns. "Hey Ihr beiden, wie heißt ihr eigentlich?" fragte John, der nun endlich einmal zu Wort kam. "Ich bin Claudia." Und ich bin Sabrina." , antworteten wir. "Hey könnt ihr Euch nicht hinsetzen? Es macht mich ganz nervös, wenn ihr hier die ganze Zeit rumsteht!", schallte es aus Patricks Mund. "Patrick hat Recht!", stellte Kathy fest. Patricia holte dann noch etwas zu trinken für uns. Und so unterhielten wir uns noch eine ganze Weile.

Auf einmal meinte Patrick: "Sorry Leute, ich bin total müde! Ich geh jetzt ins Bett wir sehen uns dann morgen!" Erst da merkten wir, wie spät es war... Es war 2 Uhr!!! Es war uns ziemlich peinlich und wir verließen schon fast fluchtartig das Zimmer der Kellys. Als wir gerade die Tür hinter uns zu machen wollten, fragte Joey: "Was macht ihr eigentlich morgen?" Und wir antworteten: "Wir haben noch nichts geplant!" "Jetzt habt ihr was vor!", meinte Patrick grinsend. Es war dieses lausbübige Grinsen, dem man einfach nicht widerstehen konnte.
"Ach ja? Was denn?", fragte ich überrascht. Und Jimmy meinte: "Na ja wir wollen morgen einen Reitausflug mit Picknick machen, wenn ihr Lust habt kommt doch einfach mit!"
" Ja gerne!" Antwortete Claudia begeistert und setzte dann etwas leiser hinzu: "Da gibt es nur ein kleines Problem!" "Ein Problem?" John wurde hellhörig...
"Nun, ich kann nicht reiten...", gab ich verlegen zu. "Hey das ist doch kein Problem, da nimmt dich eben einer von uns mit auf sein Pferd!" Patricia hatte gleich die Lösung parat. "Au ja und bei wem?" fragte ich aufgeregt. "Na wen magst du denn am liebsten?", fragte Barby. Und ich antwortete: "John." Der wurde vor Verlegenheit gleich rot und sagte: "OK! Sabrina, wir sind morgen ein Team!" "Danke John!" rief ich und umarmte ihn einfach, dann wich ich zurück und meinte: "Sorry!" "Ist doch OK!" meinte John. Dann gingen wir auf unser Zimmer und eigentlich wollten wir schlafen, aber Claudia weckte mich immer wieder, weil sie es nicht fassen konnte. So sagte ich schließlich zu ihr: "Wenn wir jetzt nicht schlafen können wir den Ausflug mit den Kellys vergessen, weil wir uns dann nicht mehr auf den Beinen halten können!" Dann schliefen wir endlich.

Irgendwann gegen 8 Uhr wachte ich auf und weckte Claudia: "Los komm aufstehen, die Kellys frühstücken bestimmt schon!" Und Claudia meinte: "Hast du das Gleiche geträumt wie ich, oder ist das alles wahr?" Ich überlegte kurz und meinte: "Nee du, das war kein Traum!" Wir gingen dann schnell duschen und dann hinunter in den Speiseraum. Dort fanden wir dann auch (fast) alle Kellys vor. Bis auf .... John und Joey! "Guten Morgen!" riefen wir fröhlich in die Runde. Uns schallte ein ebenso fröhliches siebenstimmiges "Good Morning" entgegen. "Wo sind denn John und Joey?" , fragte Claudia. "Die beiden Faulpelze schlafen noch!" antwortete Kathy lachend. "Aber nicht mehr lange!" riefen Claudia und ich fast gleichzeitig. Dann sah ich Kathy fragend an. Diese nickte nur. Und schon waren wir auf dem Weg zu unseren beiden Schlafmützen. Als wir ins Zimmer kamen lagen sie da ganz friedlich und schliefen noch tief und fest.

Ich ging zum Fenster und zog die Vorhänge zurück dann riefen wir im Chor: "Guten Morgen!" John schlug die Augen auf und blinzelte uns entgegen. "Guten Mooooooorgen!" Er streckte sich noch einmal richtig und stand dann auch gleich auf und verschwand im Badezimmer." Wir versuchten derweil Joey aus seinen Träumen zu erwecken, doch als John nach 15 Minuten aus dem Bad kam, war es uns immer noch nicht gelungen seinen kleinen Bruder wach zu bekommen. John lachte und meinte: "Bei dem wirkt nur das eine Mittel!" und er hielt uns einen nassen Waschlappen entgegen. Claudia meinte: "Nee, das ist nicht dein Ernst!" "Oh doch!" meinte John und während diesen Worten landete der Lappen auch schon auf Joeys Gesicht! "Pah! Wer war das?" Joey war plötzlich putzmunter. "Claudia!" rief John und lachte sich halb krumm. "John!" rief Joey und noch ehe wir etwas sagen konnten war eine wilde Kissenschlacht zwischen den beiden im Gange. "Wenn ihr eure Schlacht beendet habt, kommt doch runter zum essen, wir warten auf Euch.", rief Claudia den beiden noch zu.

So gingen wir wieder zu den anderen, denn schließlich hatten wir unterdessen einen mächtigen Hunger bekommen. Als wir durch die Tür des Speisesaals traten rief uns Angelo entgegen: "Und? Hattet ihr Erfolg?!" Ich lachte nur und meinte: "Ja, das kann man so nennen!" Dann erzählten wir den Kellys die Story in Kurzfassung und Patrick verschluckte sich gleich an seinem Tee. Patricia reagierte sofort und klopfte wie wild auf seinem Rücken herum. "Wenn du vorne durch bist, sag ich dir Bescheid!" meinte Patrick verärgert. Manchmal meinte es seine große Schwester etwas zu gut mit ihm! In diesem Moment kamen Joey und John rein. "Na, Brüderchen ausgeschlafen?" meinte Jimmy zu Joey und dieser antwortete nur: "Haha!" Dann setzte er sich an den Tisch und nahm die Milchkanne um sein Müsli anzurichten, dann bemerkte er dass die Kanne leer war und war ziemlich sauer auf Angelo, der ihn - genüsslich sein Müsli essend - angrinste. Und so trottete er los, um sich neue Milch zu holen...

Als wir mit dem Essen fertig waren, fragte Claudia: "Wann brechen wir auf?" Und Kathy meinte: "Na ich denke so gegen 10 Uhr. Da sind wir dann alle fertig und ihr habt auch noch etwas Zeit für Euch!" "OK! 10 Uhr an den Ställen!" antwortete Claudia. Wir gingen noch mal auf unser Zimmer und Patrick wollte noch etwas schwimmen gehen, musste aber Sean mitnehmen, der ja eine totale Wasserratte ist, uns so blieb ihm mal wieder nur das Planschbecken!

10.00 Uhr an den Ställen: Wir waren da, und die Kellys waren auch da, aber irgend wer fehlte.... Ja richtig! Patrick! Und Sean! Und so warteten wir und warteten...
Endlich da kam Patrick! Er hatte Sean unter den Arm geklemmt und verteidigte sich schon von weitem lautstark: "Sorry, Kathy, dein Sohn wollte mal wieder nicht aus dem Wasser!" Na was soll man da schon noch sagen! "Ist schon gut. Jetzt seid ihr ja da!" meinte Kathy gelassen. Und so setzten wir uns auf die Pferde. Als alle auf den Pferden saßen meinte John: "Hier Patrick, Sean reitet heute mal bei dir mit, auf meinem Pferd ist ja nur für zwei Platz!" Richtig. Für mich und John. Wir wollten gerade losreiten, als Patrick rief:" Stop! Ich hab was vergessen!" und da rannte er auch schon los. Barbys Frage: "Was denn?" Hörte er schon gar nicht mehr. Aber es dauerte nicht lange und Patrick kam mit seiner Gitarre in der Hand wieder. Natürlich seine Gitarre durfte ja nicht fehlen! Und so saß er dann auf seinem Pferd, die Gitarre auf dem Rücken und Sean vor sich. "Sean, heute überlässt du aber mir die Zügel, ich möchte nicht wieder an einem Baum kleben!" Darüber war Sean gar nicht glücklich. Die anderen Kellys lachten nur und Claudia sah Patrick fragend an. So erzählte er die Story vom letzten Reitausflug mit Sean...

Wir ritten also los und ich unterhielt mich mit John, Patricia und Barby. Joey und Claudia veranstalteten derweil einen Wettritt, welchen Claudia gewann - oder hat Joey sie gewinnen lassen? Na ist ja auch egal. Nach einer ganzen Weile meinte Maite dann schließlich, dass sie Hunger hätte. Und Jimmy stichelte: "Na das ist ja nun nichts Neues!" Alle lachten, außer Maite, die zog verärgert ab und beschwerte sich bei Patrick über Jimmy. Der konnte darüber auch nur lachen.

Wir beschlossen noch ein Stück weiter zu reiten und an einem schönen Platz zu picknicken. Angelo ritt schon ein Stück voraus. Irgendwann wartete er dann auf uns und meinte: "Schaut mal! Ist das nicht ein schöner Platz für unser Picknick?" "Oh ja!" antwortete John "fast wie in Spanien, nicht wahr Kathy?" Diese nickte und so stiegen wir alle von den Pferden. Kaum hatten wir wieder Boden unter den Füssen kam auch schon Patrick mit Sean auf dem Arm angerannt und rief: "Hey kann mir mal jemand den Quälgeist hier abnehmen?" Barby lachte nur und sagte: "Na, komm her Seanie!" und nahm ihn Patrick ab. Wir halfen den Mädels beim auspacken und die Jungs waren in eine Grasschlacht vertieft.
"Wie die kleinen Kinder!" meinte Patricia kopfschüttelnd. Und Barby fügte lachend hinzu: "Da bekommt unsere Waschmaschine mal wieder jede Menge Arbeit!" Alles lachte... "Hey was gibt es denn hier zu lachen?" fragte Joey und ließ sich neben uns ins Gras fallen. "Ach nichts.", antworteten wir im Chor. Und Maite rief: "Raubtierfütterung!" da kamen sie auch schon alle angerannt.

Nach dem wir dann alle gegessen hatten, nahm Patrick die Gitarre und spielte eine Melodie, die ich noch nicht kannte. So sagte ich: "Hey, das klingt gut! Wird das ein neues Lied?" "Kann schon sein..." antwortete er. Und Patricia meinte: "Patrick spiel den beiden doch mal dein neues Lied vor! Du wolltest doch testen, wie es bei den Fans ankommt. Hier kannst du die beiden gleich nach ihrer Meinung fragen!" "Hey Gute Idee!" meinte Patrick und begann zu singen: "Out in the fields..."
Als er fertig war, fragte er: "Und?" Claudia und ich antworteten fast gleichzeitig: "Super!"
Und Patrick fragte lieber noch einmal nach: "Wirklich? Ist das nicht ein bisschen kitschig mit dem Alien und so?" Ich beruhigte ihn: "Nee, ich find das grade gut! Das ist erstens mal was ganz anderes und zweitens hast Du dir doch bestimmt was dabei gedacht, oder?" "Du hast Recht." Patrick schien sichtlich erleichtert. "Wann kommt denn eigentlich die neue Platte?", fragte Claudia. Kathy antwortete: "Bis die Platte kommt dauert es noch eine Weile. Zuerst kommt eine neue Single, so in ein bis zwei Monaten." Und ich fragte: "Das Lied von eben?"
"Nein.", antwortete John, "es wird ein Lied von Angelo sein, wir wollen es auf dem Konzert in Köln testen." Ich fragte ganz vorsichtig: "Angelo, singst du es uns mal vor?" Und er meinte: "Wenn Pad mir seine Gitarre gibt..." natürlich gab Patrick seinem Bruder die Gitarre und Angelo sang: "If I would tell you, how much you mean to me..." Es war einfach wunderbar! Alle applaudierten, als der letzte Ton verklungen war und Angelo schaute verschmitzt nach unten. Dann fragte ich John: "John, singst du bitte noch Danny Boy?" John meinte, dass er es später singen werde und ich gab mich damit zufrieden.

Da es langsam nach Regen aussah entschlossen wir uns zurück zum Gestüt zu reiten. Dort angekommen brachten wir die Pferde in den Stall und versorgten sie dann noch kaum waren wir im Haus verschwunden, knallten auch schon große Regentropfen an die Fensterscheiben.
"Kommt ihr noch mit zu uns?" , fragte Maite als wir die Treppe hinaufgingen. Ich sagte: "Nee, lass mal! Ihr wollt doch auch mal Eure Ruhe haben... Wir sehen uns dann beim Abendessen. OK?" "OK!", meinte Maite und verschwand im Zimmer der Kellys.

Beim Abendessen saßen Claudia und ich am Tisch der Kellys. Ich sagte zu Claudia: "Du Claudia, wir dürfen nicht vergessen die Fahrkarten für die Heimfahrt zu besorgen!" "Ja das machen wir gleich am Montag!" meinte Claudia. John sah uns verwundert an und sagte: "Eigentlich dachten wir, dass ihr mit uns fahrt!" "Wie mit euch?" "Na ja," fing Patricia an, "am Sonntag holt uns der Nightliner ab, wir fahren direkt von hier aus zum Konzert nach Köln, zu dem ihr natürlich mitkommen könntet, und dann fahren wir nach Hause zu unserem Vater. Also, wenn ihr Lust habt, wir würden uns freuen!" "Und ob wir Lust haben!" antworteten wir fast gleichzeitig. "Da gibt es nur noch ein kleines Problem: Wie bringen wir das unseren Eltern bei?" gab Claudia zu bedenken. Und Kathy antwortete ganz spontan: "Das lasst mal meine Sorge sein!"

Nach dem Abendessen rief Kathy bei unseren Eltern an, und fragte, ob das so in Ordnung sei. Sie versprach gut auf uns aufzupassen und sagte, das uns sein Security Mittwoch Abend nach Hause bringen wird, direkt bis zur Haustür. Damit mussten unsere Eltern einfach einverstanden sein!

Als Kathy zur Zimmertür herein kam, sahen wir alle sie fragend an. Und Ihr Daumen zeigte nach oben. Claudia meinte zu mir: "Give me five!" und die Kellys freuten sich mit uns.
Und wir unterhielten uns noch eine ganze Weile. Dann kamen wir auf den nächsten Tag zu sprechen. "Ich habe gehört, hier ganz in der Nähe soll morgen ein Flohmarkt sein!" wusste Barby zu berichten. "Was, ein Flohmarkt?" Patrick war hin und weg. Wenn er das Wort FLOHMARKT hört, kann man ihn nicht mehr bremsen. Und so war es beschlossene Sache, dass sie morgen auf den Flohmarkt gehen würden und die Kellys bestanden darauf, dass wir mitkommen: "Ich habe euren Eltern versprochen gut auf Euch auf zu passen!" lachte Kathy.
Dann gingen wir schlafen, denn wenn man auf dem Flohmarkt noch etwas anständiges bekommen wollte, musste man zeitig aufstehen...

Am nächsten Morgen wurden wir durch ein fröhliches "Guten Morgen!" geweckt... es war Patricia die in unserem Zimmer stand, wir hatten gar nicht gehört wie sie hereingekommen war und ihr Klopfen an die Zimmertür schon gar nicht. Wir erwiderten Tricias Gruß noch ziemlich verschlafen und zwangen uns dann aus den Federn und unter die kalte Dusche.
Nachdem wir uns dann fertig gemacht hatten, gingen wir hinunter zum Frühstück, heute waren wir ausnahmsweise mal die letzten und alle Kellys waren schon unten. "Guten Morgen!" sagten wir. "Guten Morgen!" antworteten die Kellys im Chor. "Na, gut geschlafen?" fragte Patrick. "Ja" hieß unsere eindeutige Antwort, Patrick hatte wohl eine andere Antwort erwartet, da er noch bis weit in die Nacht auf seiner Gitarre rumgeklimpert hatte. Aber uns machte das nichts aus, im Gegenteil wir lauschten gespannt seinem Spiel und sind dann irgendwann darüber eingeschlafen.

Nach dem Frühstück brachen wir auf. Es dauerte nicht lange und wir hatten den Flohmarkt erreicht. Patrick konnte es kaum erwarten und rannte schon vorne weg. Wir sahen uns gerade einen Stand mit keltischem Schmuck an, als Patrick´s Stimme ertönte: "Jimmooooooo!" er schrie so laut, dass man es über den ganzen Markt hören konnte. Als wir dann endlich bei ihm angekommen waren, fragte Jimmy: "Was ist denn los?" Doch Patrick brachte keinen Ton heraus und deutete auf den Stand vor ihm. "WOW!" James war überwältigt, denn Patrick hatte den Stand entdeckt an dem die "Kelly-Sachen" verkauft wurden, also T-Shirts und so weiter (natürlich nicht die Original "Over the hump"-T-Shirts).
Wir sahen uns die Sachen in aller Ruhe an , dann plötzlich fragte die Verkäuferin: "Sind sie nicht die..." "Oh nein" meinte Patrick, "da müssen sie uns verwechseln!" und kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen, rannten wir auch schon wie vom Teufel gejagt in Richtung Reiterhof, wo wir dann endlich wieder sicher waren...

Am Nachmittag sprachen die Kellys den Konzertablauf des Konzertes in Köln am nächsten Tag durch. Wir durften bei dieser Besprechung nicht dabei sein. Als Claudia, neugierig wie sie nun mal ist, nach dem Grund fragte bekam sie von jedem die gleiche Antwort: "Überraschung!!!" Damit Claudia etwas abgelenkt wurde, schlug ich einen Spaziergang durch den Wald vor, zu welchem wir Jason, den Hund des Reitstallbesitzers mitnahmen. So waren wir den ganzen Nachmittag unterwegs und sahen die Kellys dann beim Abendessen wieder...
Auf einmal klingelte Kathys Handy. Sie sah auf das Display und sagte irgendetwas auf Spanisch, als wir Tricia fragten, was sie gesagt hat meinte die nur: "Sie hat gesagt, dass sie gleich wieder da ist." Ich antwortete schlagfertig: "Ach komm erzähl mir nichts, Kathy telefoniert mit eurem Vater! Denn dass "padre" Vater, heißt wissen wir." Da staunte Patricia nicht schlecht und John sah nur lachend nach unten. In diesem Moment kam Kathy auch schon wieder: "Na Kathy, wie geht es eurem Vater?" fragte ich. "Wo... wo her wissen die beiden..?" fragte Kathy erstaunt. "Das haben die ganz allein mitgekriegt. Padre, der Vater, alles klar?" klärte Jimmy seine Schwester auf. Und Kathy grinste. "Ganz gut, danke der Nachfrage!" meinte Kathy während sie sich wieder an den Tisch setzte.

Nach dem Abendessen gingen wir alle auf unser Zimmer, denn am nächsten Morgen mussten wir ja zeitig aus den Federn.

Am nächsten morgen waren Claudia und ich schon ganz zeitig wach, als Patricia klopfte, um uns zu wecken riefen wir beide ganz fröhlich: "Herein!" Pat öffnete überrascht die Tür und meinte: "Hey, ihr seid ja schon wach!"
Dann sagte Sie, dass wir uns beeilen müssten, wenn wir noch frühstücken wollen, da wohl ein paar Fans mitbekommen hätten, wo die Kellys sich aufhalten und bereits auf dem Weg seien, wir hätten nur noch 2 Stunden Zeit, dann müssten wir spätestens los.

Beim Frühstück fragte Claudia: " Wann kommt denn der Bus?" und Kathy antwortete: "Nun, wir können nicht mit dem Bus fahren, da ja einige Fans mitbekommen haben, wo wir sind, das wäre einfach zu gefährlich für uns und auch für Euch! Wir haben den Securities in Köln Bescheid gesagt, dass sie den Bus in Köln lassen sollen und sich was anderes einfallen lassen müssen. Wir wissen also noch gar nicht, wie wir hier wegkommen!" und Patrick setzte hinzu: "Hoffentlich müssen wir uns nicht wieder verkleiden!" Da klingelte Johns Handy. Er entschuldigte sich und ging nach draußen. Als er wieder kam meinte er: "Das war die Polizei, sie haben gesagt, dass gleich drei Autos kommen, die uns abholen, dann fahren wir zu einem kleinen Flugplatz und fliegen mit einer kleinen Privatmaschine nach Köln. Sabrina und Claudia fahren mit einem Security in dessen Privatauto nach Köln und wir treffen uns im Hotel." "Im Hyatt?" fragte Claudia. "Nein das wäre zu riskant, denn davor hockt schon wieder eine ganze Traube Fans! Wir fahren in ein kleineres unbekannteres Hotel.", antwortete John.
Dann frühstückten wir und die Kellys verabschiedeten sich vorerst von uns, dann kamen auch schon die Autos. Die Kellys fuhren zu diesem kleinen Flugplatz und wir zur Autobahn nach Köln.

Am zeitigen Nachmittag kamen wir in Köln an, die Kellys waren natürlich schneller da.
Wir gingen dann zu den Kellys ins Hotelzimmer und haben noch etwas gegessen, dann sind die Kellys zum Soundcheck gefahren und wir ruhten uns noch etwas aus und riefen noch einmal unserer Eltern an. Dann fuhren wir mit einem Sec zur Halle. Da sich die Kellys mal wieder nicht entscheiden konnten, welche Bühnenoutfits sie anziehen, nahmen wir das in die Hand. Wir steckten sie in unserer Lieblingsoutfits und frisierten sie dann auch noch, so wie sie uns am besten gefallen: Joey und Jimmy bekamen jeder zwei Zöpfe, John bekam im ersten Teil einen französischen Zopf und im zweiten Teil sollte er die Haare dann lieber offen tragen, Patrick und Angelo trugen ihre Haare während des ganzen Konzertes offen, denn was wäre "Let my people go" ohne Angelos fliegende Mähne? Nun brauchten wir also nur noch die Mädels zu frisieren: Barby bekam zwei locker gebundene Zöpfe - so wie sie ihre Haare zu Streetlifezeiten manchmal trug - Kathy machten wir einen Dutt für den ersten Teil und im Zweiten Teil entschieden wir uns dann für ein Haarband, Patricia trug ihr Haar offen und Maite's steckte wir wild nach oben. Dann wünschten den Kellys noch alles Gute, und ein Sec brachte uns in der 1. Reihe unter.

Die Fans die in der 1. Reihe standen fanden das natürlich gar nicht gut, aber der Security brachte dies schnell in Ordnung. Dann begann auch schon das Konzert...

Es war wie immer einmalig und die Kellys waren total gut gelaunt. Bevor John "Santa Maria" sang, sagte er, dass er das nächste Lied für zwei gute Freunde singen würde und lächelte uns zu. Gleich danach stimmte er "Danny Boy" an und die ganze Halle jubelte. In der Pause kam ein Security zu uns und flüsterte uns ins Ohr: " Einen schönen Gruß von Jim. Ihr sollt nach dem Konzert am Verkaufstand warten, damit es nicht so auffällt!" Claudia und ich nickten nur. Auch im zweiten Teil des Konzertes war die Stimmung super. Nach dem Konzert warteten wir - wie abgemacht am Verkaufsstand und taten so als könnten wir uns nicht entscheiden, damit die anderen Fans keinen Verdacht schöpften.

Als dann endlich alle Fans aus der Halle raus waren, schallte es von der Bühne: "So Ihr beiden, nun sagt mal, was sollen wir singen? Dies ist euer ganz privates Kelly-Konzert!" Und wir wünschten uns die ganz schönen Lieder - alte und neue...und die Kellys sangen sie alle! Nach dem Konzert fragten wir die Kellys wie das kommt, dass sie die ganzen Texte noch können... "Nun meinte Patrick, wir haben fast die ganze Nacht geübt! Habt ihr das nicht mitgekriegt - es war doch eigentlich ganz schön laut!" Aber wir mussten ihm gestehen, dass wir wirklich nichts mitbekommen hatten. Er wollte es uns aber nicht glauben, wenn wir es nicht schwören. Und so schworen wir.

Nach dem Privatkonzert fuhren wir alle zusammen zum Hausboot, wo Papa Kelly uns schon erwartete. Maite machte noch ihre berühmte Pizza und wir saßen den ganzen Abend zusammen und schwärmten über die alten Zeiten....

Darüber vergaßen wir mal wieder die Zeit und so sind wie erst um 3 Uhr morgens ins Bett gegangen.

Gegen 11 Uhr am nächsten Morgen weckte uns Sean mit seinem Gebrüll, er wollte auf keinen Fall sein Müsli essen, denn durch den Urlaub war er an frische Brötchen gewöhnt.

Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Dan und er sagte: "Schön, dass ihr da wart! Es ist gut zu wissen, dass es auch noch Fans gibt, die normal geblieben sind und nicht gleich losschreien, wenn sie Patrick oder Angelo sehen oder auch nur singen hören! Da bekomm ich schon manchmal ganz schön Angst um die beiden Kleinen!" Worauf Patrick gleich protestierte: "Bin nicht klein!" Und alle lachten...

Dann fuhren wir los in Richtung Heimat. Diesmal mit dem Tourbus. Als wir in Leipzig ankamen, entschlossen wir uns, dass die Kellys uns bei mir zu Hause absetzten.
Als der Bus dann vor unserem Haus hielt, verabschiedeten wir uns von den Kellys und wünschten Ihnen noch alles Gute. Auf einmal fragte John: " Du Sabrina, kann ich vielleicht noch kurz mitkommen? Ich müsste nämlich mal ganz dringend aufs Klo..." Ich meinte nur: "Na klar!" Dann gingen wir nach oben, als ich die Tür aufschloss, kam Mutti mir schon entgegen. Sie schaute nicht schlecht als John vor unserer Wohnungstür stand und sah mich fragend an...

Ich meinte nur: "Das ist John und er muss erst mal ganz schnell aufs Klo!" Und ich zeigte John, wo es lang ging. Dann fragte Mutti, ob die anderen auch mit seien. Ich sagte: " Ja die anderen warten unten im Bus!" Und Mutti meinte: "Los, hol die anderen hoch!" Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Und ich flitzte hinunter und holte die anderen hoch. Als wir oben ankamen entschuldigte Kathy sich, dass sie einfach so hineinplatzten, aber Mutti meinte nur ganz locker: "Ich hab doch gesagt, dass Sabrina Euch hoch holen soll!" Das Eis war gebrochen und wir unterhielten uns noch lange mit den Kellys - bis Joey dann meinte: " Leute, ich glaube wir müssen langsam los! Sonst wird unser Vater noch sauer..." "Du hast Recht!" meinte Patricia und so machten die Kellys sich dann auf den Heimweg.....


Sabrina Lohse März 1996


© Sabrina (Spitze!)

 

Bar Letter

Last update: 24/02/2001

(Online since: 24/02/2001)

Zurück zur Storypage

Back to the Storypage