Ein Weihnachtsmärchen

by Patrizia   loskrankos@yahoo.de

 

Es ist Heiligabend. Die Familie Dan Kelly sitzt im warmen Kaminzimmer und tut sinnvolle Dinge wie sticken, stricken, malen, lesen, pokern, Gameboy spielen und auf dem Sofa rumhängen. Wir kennen das ja schon. Als Barby ihr Werk vollendet hat, ist ihr langweilig. "Hey, wollen wir nicht wieder mit unseren Instrumenten losziehen und in der Stadt singen und Geld sammeln für die Leute, die keine Bleibe haben?" Maite springt sofort auf, legt ihre Osterdecke beiseite und sagt: "Alles klar. Ich bin dabei." Paddy ist ganz und gar nicht begeistert. "Oh nö! Weist du, wie kalt das draußen ist? Ich will mir doch nicht den Tod holen." Kathy ist entsetzt: "Paddy, wir haben jedes Jahr für Menschen denen es schlechter geht als uns, gespielt und Geld gesammelt!" Angelo: "Ne, isī schon klar, aber heute sind wir Millionäre und da ist fast jeder ärmer als wir." Paddy nickt: "Es reicht doch, wenn wir was spenden. Dann haben wir unsere gute Tat vollbracht und frieren uns nicht den Arsch ab."
Damit hat er dann alle überzeugt. Kathy schreibt schnell einen großzügigen Scheck und schickt Jay damit los, damit er den Scheck einer Obdachlosenorganisation oder so überreicht. Jay fährt sofort in die Stadt. Gute Tat erledigt. Die Kellys haben in der Zeit angefangen "Monopoly" zu spielen. Sie haben mächtig viel Spaß. Plötzlich stehen Angelo und Paddy auf.

Angelo: "Hey, wo willst du denn drauf los?" Paddy: "Aufs Klo und du?" - "Na, auch aufs Klo." John: "Na, dann geht halt zusammen und beeilt euch, ich bin am gewinnen." Joey fängt an zu lachen: "Wie denn? Wo denn? Du bist voll am verlieren. Ich bin der Champion. So muss das auch sein." Paddy und Angelo machen sich auf zum Klo. Vorher ziehen sie noch Puschen an, damit die Füße nicht frieren. Nacheinander sprengen sie die Schüssel. Und warten natürlich aufeinander. So muss das bei Lieblingsbrüdern, Busenkumpels, besten Freunden.
Sie wollen gerade zurück zu den anderen, da hören sie in der Küche Geräusche. Sie gehen nachsehen, aber dort ist niemand. Als Angelo wieder zurück will, ist die Küchentür verschlossen. "Ey, die wollen uns fertig machen Paddy. Die beiden versuchen es an der Hintertür, aber nix zu machen. Plötzlich geht das Licht aus. Paddy und Angelo rücken ganz dicht zusammen und halten sich an den Händen. Im Dunkeln kann das ja keiner sehen. "Du Angelo?" Paddy flüstert. "Ja" Angelo schaut sich um und versucht etwas zu erkennen. "Ich geb zu, mir ist etwas ängstlich." Paddys Augen haben sich langsam an die Dunkelheit gewöhnt und er kann die Umrisse der Kücheneinrichtung erkennen. Sonst nichts. Angelo: "Hey, du bist der Ältere. Du musst mich beschützen. Du hast sofort keine Angst mehr, ist das klar?" Paddy: "Ich versuchs mal!" Paddy macht einen Schritt Richtung Küchentür, Angelo bei der Hand.
Plötzlich klappern Türen und Fenster und Blitze zucken. Die zwei Jungs hocken sich in eine Ecke und nehmen sich schützend in den Arm. Da erkennen sie einen Mann, ganz in weiß mit schwarzem Rauschebart. Der steht, die Hände in die Hüften gestemmt, mitten in der Küche in gleißendem Licht. Er will gerade anfangen zu reden, da sieht er Maites selbstgebackene Plätzchen und langt erst mal zu. Angelo und Paddy sitzen immer noch voll entsetzt in ihrer Ecke.
Als der Mann sich gestärkt hat, fängt er an, durch die Küche zu schweben. "Ihr zwei Süßen meint also, ihr wärt jetzt zu reich, um für die Armen Musik zu machen? Das ist ja sehr interessant. Ihr meint also, ihr habt es nicht nötig, euch in die Kälte zu stellen und euch den Arsch abzufrieren? Wart ihr denn niemals arm und auf andere Menschen angewiesen?" Er schaut die zwei Häufchen Elend in der Ecke böse an. Angelo: "Doch, aber jetzt sind wir reich. Und du, wir haben was gespendet. Frag Jay, Kathy hat ihm den Scheck gegeben." Paddy nickt zustimmend. Irgendwie stört es ihn, dass er den Megaschiß hat und sein kleiner, vier Jahre jüngerer Bruder hat anscheinend keine Probleme damit.
Der Mann redet weiter: "Es ist schön, wenn man spendet, aber an Weihnachten geht es darum, etwas von sich zu geben. Ihr hattet immer eure Musik zu geben. Heute nur noch für Geld? Ihr bekommt heute Nacht mal ein wenig Besuch von drei Kumpels von mir. Morgen früh habt ihr eure Meinung bestimmt geändert. Wenn nicht, komme ich wieder. Er schnippt mit den Fingern und plopp ist er weg. Das Licht ist wieder an. Paddy und Angelo hocken noch immer in der Ecke. Paddy: "Ich weiß gar nicht, was der will. Der Scheck ist doch gedeckt." Angelo zuckt mit den Schultern.

Beide stehen auf und gehen ins Kaminzimmer zu den anderen zurück. Auf dem Weg dorthin überlegen die zwei, dass ihre Geschwister ihnen sicher nur einen Streich gespielt haben. Sie kommen ins Zimmer, ziehen ihre Puschen aus und setzen sich zu den anderen. John: "Hatte ich nicht gesagt, ihr sollt euch beeilen? Wo wart ihr denn solange?" Angelo: "Ne, is klar John, wir sind doch nicht doof. Wir hatten nicht wirklich Angst." Paddy: "Das war alles nur gespielt. Ätsch!" Er zeigt John und den anderen eine lange Nase. Angelo und Paddy schauen sich triumphierend an. John: "Ach so." Die restlichen Kellys haben große Fragezeichen im Gesicht und Kathy schaut sehr besorgt drein. Sie hofft, dass bei Paddy und Angelo durch den Erfolg nicht irgendwelche Sicherungen durchgebrannt sind. Dann spielen alle weiter und haben noch viel Spaß.

Um 2 Uhr gehen alle zu Bett. Angelo und Paddy schlafen vorsichtshalber zusammen bei Paddy. Für den Fall, dass ihre Geschwister ihnen noch mehr Streiche spielen. Beide schlummern schnell friedlich ein. Gegen 3 Uhr erwacht Angelo wieder aus seinen Träumen. Ihm war, als hätte er was gehört. Etwas blendet ihn.
Als er die Augen öffnet, steht neben dem Bett ein Zwerg mit einer Laterne und futtert Maites Plätzchen. Angelo: "Hey, wenn Maite das erfährt, kriegst du Ärger." Der Zwerg: "Wie willst du denn nachweisen, dass ich das war, du Idiot." Der Zwerg ist nicht nur einfach ein kleiner Mensch, wie Angelo jetzt registriert, sonder ein richtiger Zwerg wie aus einem Märchen, mit spitzen Schuhen, Schürze und Zipfelmütze. Quasi ein lebender Gartenzwerg.
Durch das Gelaber der zwei wird Paddy wach. Paddy kriegt den Hyperschock und springt sofort aus dem Bett. "Okay, wenn ihr wach seit, können wir dann los?" Der Zwerg geht Richtung Zimmertür. Angelo und Paddy schauen sich an. "Wohin?" Paddy bewegt sich keinen Millimeter und wartet, den Zwerg genau beobachtend, ab. "Hat euch mein Kumpel nicht gesagt, dass ich komme? Er hat mich doch geschickt." Angelo und Paddy fangen an zu grinsen. Angelo: "Ne, is klar. Der Kumpel. Na, dann wollīn wa ma unsere Puschen anziehen. Er steht auf und die zwei Jungs ziehen ihre Puschen an, damit die Füße nicht frieren, und einen Morgenmantel über, damit der Rest auch nicht friert. "Habt ihrs bald Mädels? Wir haben nich ewig Zeit. Wir wollen doch die anderen nicht warten lassen." Der Zwerg wird ungeduldig.
Paddy und Angelo folgen ihm in den Flur. Nur, der Flur ist gar nicht der Flur. Sie stehen plötzlich in einer U-Bahnstation in Paris. Die Kellys singen den Menschen Weihnachtslieder. Einige Leute werfen Münzen in einen Hut, mit dem Angelo rumgeht. "Hey, ich träume." Angelo ist total verzückt. "Gott, war ich süß als Kind." Er strahlt übers ganze Gesicht. "Du bist immer noch ein Kind." Paddy versteht nicht ganz, wieso sein Bruder in seinem Traum so realistisch neben ihm steht. "Ihr Idioten. Wir sind in der Vergangenheit. Wisst ihr noch, wie ihr das wenige Geld, was ihr an diesem Tag eingesammelt habt, mit den Armen geteilt habt. Ihr hattet selber kaum Geld für was zu Essen." Der Zwerg schaut die beiden an. Angelo: "Ja. War schon īne harte Zeit. Gott sei Dank haben wir das jetzt hinter uns. Haīm wir uns auch verdient, ne Paddy?" Er stupst seinen Bruder an. Der nickt, immer noch etwas verstört. Der Zwerg packt sich an die Stirn und schüttelt den Kopf. "Wie können so blonde Leute so erfolgreich sein. Die Leute müssen doch komplett behämmert sein." Jetzt sind Angelo und Paddy echt beleidigt.
Eine U-Bahn trifft in der Station ein. Der Zwerg steigt ein. Die zwei Jungs folgen ihm. Als die Tür schließt, stehen sie mitten auf der Domplatte in Köln. Es schneit dicke Flocken. Es ist ein paar Jahre später. Wieder stehen die Kellys, dick eingepackt, mit Instrumenten da und singen. Wieder geht Angelo mit einem Hut umher und sammelt Geld und wieder teilen die Kellys das Geld mit den Armen.
"Sehr ihr, früher habt ihr immer was abgegeben, obwohl ihr selber wenig hattet, und ihr wart glücklich. Warum geht das heute nicht mehr?" Der Zwerg guckt die beiden Jungs an. Angelo antwortet wütend: "Oh man, wo ist das Problem? Wir haben doch einen Scheck geschrieben." Paddy: "Ja genau. Und Kathy war echt großzügig." Der Zwerg schüttelt den Kopf und geht Richtung Hauptportal des Doms.
Angelo und Paddy schlendern gut gelaunt hinterher. Dem haben sie es jetzt aber gegeben. Für sie ist die Sache ein für alle mal geklärt. Als sie durchs Hauptportal in den Dom gehen, stehen sie plötzlich in ihrem Zimmer und der Zwerg ist weg. Angelo: "Siehste, er hat's endlich gepeilt." Es ist 3 Uhr und 10 Minuten. Die Zwei ziehen sich ihre Mäntel und Puschen aus und legen sich wieder ins Bett. Sie schlafen schnell ein, denn beide wissen , sie haben den Zwerg verjagt.

Um 4 Uhr wird Paddy wieder wach. Neben dem Bett schwebt so was wie eine Fee. Sie hat weiße Haare, ein weißes Tü-Tü an und goldene, transparente Flügel. In der Hand hat sie einen Stab. Sie glitzert überall. Mit dem Stab haut sie Paddy erst mal auf den Bauch. Er schreit: "Au! Spinnst Du?" Von dem Geschreie wird Angelo wach. "Was isīn?" Er reibt sich die Augen und sieht dann diese Fee. Die haut ihn zur Begrüßung auch erst mal mit dem Stab. Paddy und Angelo springen aus dem Bett. Die Fee schwebt hinter ihnen her und hetzt die beiden: "Los! Los! Wir haben nicht ewig Zeit! Los! Los!" Sie zieht den beiden hin und wieder mit dem Stab eins über, während die sich Morgenmantel und Puschen wieder anziehen. Die Fee treibt die beiden Richtung Zimmertür.
Angelo öffnet die Tür, alle drei gehen durch und stehen im Armenviertel von Cobh. Sie sehen, wie Jay aus dem Porsche steigt. Einen Tausender in der Hand fragt er einen Obdachlosen, ob der wechseln kann und fängt an zu lachen. Dann zieht Jay Kathys Scheck aus der Fasche. Tja, und weil er ja derzeit auch knapp bei Kasse, also bedürftig, ist steckt Jay den Scheck wieder ein. "Ey Du Penner..." "Angelo will gerade auf Jay los, da bekommt er von der Fee eins drüber. "So was sagt man nicht!" singt sie. "Hey, der behält den Scheck, dieses Arsch... Aua!"
Paddy hält sich die Hände schützend über den Kopf. Die Fee streichelt ihn daraufhin über seine Wange und sagt: "Du brauchst doch keine Angst zu haben. Ich will Dir doch nicht wehtun... aber ich muss!" Sie haut ihm eine runter. "Das ist alles eure Schuld!" Sie schwebt tanzend durch die Gegend. Angelo: "Wieso?" Dafür kam wieder ein Hieb mit dem Stab. Die Fee antwortet gehässig: "Na, wem war es denn zu kalt zum Musizieren? Hättet ihr Musik gemacht, hätten die Armen was davon gehabt. Aber euch war ja ein warmer Arsch wichtiger." Paddy: "Wieso darfst du so was sagen und wir nicht!" Er stemmt die Hände in die Hüften. Bekommt aber gleich wieder eins übergezogen. Angelo: "Ganz falsche Frage, Paddy!" Er grinst und natürlich lässt die Fee das nicht durchgehen.
Sie schwebt auf beide zu und trommelt mit dem Stab auf sie ein. "Und so was hat Erfolg und so was mögen die Menschen. Schämt euch was!" Angelo und Paddy stürmen, auf der Flucht vor der Fee, in eine Kirche. Durch die Tür, stehen sie plötzlich in ihrem Zimmer. Die Fee ist weg. "Dem Jay hau ich morgen erst mal eine rein!" Angelo zuckt zusammen, weil er mit einem Hieb rechnet. Aber, die Fee ist wirklich nicht mehr da. Beide zucken die Schultern, ziehen Puschen und Morgenmantel aus und legen sich wieder ins Bett. Diesmal schlafen sie nicht so leicht ein, weil sie überall blaue Flecken haben. Ziemlich realistischer Traum.

Um 5 Uhr wachen beide auf, nachdem sie gerade erst eingeschlafen waren. In der Ecke sehen sie einen dunklen Schatten. Ein Mann, dessen Gesicht man nicht sieht, mit einem schwarzen Mantel und Kapuze. Der Mann bringt den beiden die Morgenmäntel. Sie ziehen die Mäntel und ihre Puschen an und machen sich auf dem Weg zur Tür. Sie wissen schon, wo's langgeht. Angelo flüstert zu Paddy: "Erst waren wir in der Vergangenheit, dann in der Gegenwart, jetzt müsste die Zukunft kommen!" Paddy zuckt die Schultern und voll Unbehagen gehen die beiden durch die Tür. Der schwarze Mann immer hinter ihnen.
Zu ihrem Erstaunen stehen sie im Flur. Sie hören Stimmen und der Mann weist sie mit seinem Arm ins Erdgeschoss. Sie gehen ins Kaminzimmer. Dort sitzen alle Kellys. Kathy lässt sich von einem gutaussehenden, jungen Mann massieren und genießt es sichtlich. Barby und Maite ärgern einen kleinen Hund auf fiese Weise. Die Männer sitzen am Tisch und pokern mit Tausendern. Angelo und Paddy amüsieren sich mit zwei hübschen, jungen Mädchen auf dem Sofa.
Jay kommt rein. Er hat einen Anzug an, seine Haare sind mit Gel zusammengekämmt und er hat jede Menge Goldschmuck um. Er sieht eher wie ein Zuhälter aus. Er schnippt mit den Fingern und der junge Mann, der Kathy massiert, und die beiden Mädchen verlassen das Zimmer. Jay: "Eure Eheleute sind auf dem Weg hierher." Dabei schaut er Kathy, Angelo und Paddy an. Angelo: "Gott, was will die Alte hier?" Beleidigt lehnt er sich zurück. "Außerdem haben einige TV Sender angefragt, ob ihr mal eine Show macht." Jay setzt sich zu Kathy und massiert sie weiter. John: "Nein. Also, ich hab keinen Bock. Wir haben das nicht nötig. Die Fans geben uns genug Geld." Angelo: "Selber Schuld, diese Idioten. Die sind echt so dämlich und geben uns ihr ganzes Geld." Paddy: "Die kaufen echt jeden Scheiß!" Jay: "Okay, dann sage ich ab."
Angelo und Paddy stehen fassungslos neben dem schwarzen Mann. "So werden wir mal sein, nur, weil wir ein Mal nicht gesungen haben? Oh Scheiße!" Paddy kann es nicht fassen. Plötzlich ist der schwarze Mann weg und Paddy und Angelo stehen wieder in ihrem Zimmer. Sie legen sich wieder ins Bett. Sie schlafen ein.

Um 10 Uhr werden beide wach und stehen auf. Sie sind beide überzeugt, dass sie nur geträumt haben, aber als sie sich umziehen, sehen sie die vielen blauen Flecken. Im Badezimmer am Spiegel steht in schwarzen Buchstaben "Die Zukunft kann man ändern!" Beide ziehen sich in Windeseile an und stürmen ins Esszimmer, wo die Familie am Frühstücken ist. Vorher ziehen sie natürlich ihre Puschen an, damit die Füße nicht frieren. Beide essen schnell ein paar Stullen und als sie fertig sind meint Maite: "Erstaunlich, dass ihr zwei noch soviel essen könnt, wo ihr doch gestern abends meine ganzen Plätzchen aufgefuttert habt. Super nett übrigens." Sie ist sichtlich sauer. Paddy und Angelo schauen sich an.
Paddy geht nicht näher darauf ein und sagt: "Los, beeilt euch mal. Wir haben nicht ewig Zeit. Da draußen sind viele Leute, die uns singen hören wollen. Zack, zack!" Alle Kellys schauen die zwei Jungs verwundert an. "Aber gestern...!" Barby versucht, was zu sagen, aber Angelo winkt ab. "Keine Widerrede. Wir fahren in einer viertel Stunde los."
Plötzlich kommt Jay rein, wünscht einen guten morgen und will gerade was sagen, da hat er auch schon Angelos Faust im Gesicht. Alle springen entsetzt auf, während Jay nach hinten umfällt. Benommen hält er seine Nase fest. Paddy zieht ihn am Kragen hoch. "So, Du bist erst mal zu 5 Monate Stallausmisten verdammt und jetzt rück den Scheck raus." Jay zieht den Scheck aus seiner Tasche und gibt ihn Paddy. Kathy ist entsetzt, als Angelo und Paddy ihr die Geschichte, die Jay abgezogen hat, erzählen. John: "Woher wisst ihr denn das?" Paddy: "Äh, das ist jetzt nicht so wichtig. Wir müssen jetzt los."

Eine Stunde später stehen neun Kellys auf dem Marktplatz in Cóbh und singen Weihnachtslieder aus aller Herren Länder, während Sean mit einem Hut rumgeht und Geld sammelt. Angelo und Paddy sind sichtlich zufrieden. Alles läuft wieder in den richtigen Bahnen. "Ich würde gerne mal wissen, wie unsere Zukunft jetzt aussieht." Paddy grinst Angelo an. Der antwortet: "Hauptsache, ich seh gut aus und die Tussi mit dem Stab kommt nicht wieder!"
Und plötzlich haut ihm jemand mit etwas auf den Kopf. Er zuckt zusammen und dreht sich um. Auf einer kleinen Mauer sitzen der Kerl vom Vorabend aus der Küche, der Zwerg, die Fee und der schwarze Mann. "Das habe ich gehört. Schäm Dich!" sagt die Fee und lächelt Paddy und Angelo an. "Das erste mal, dass sie lächelt." flüstert Angelo zu Paddy. "Das ist nur Tarnung!" flüstert der zurück und fasst sich an seine Wange. "Ich sprecht da aus Erfahrung, glaub mir." Paddy und Angelo drehen sich wieder um und musizieren weiter. Die Erinnerung an die Fee bleibt den beiden durch die blauen Flecken noch eine Weile erhalten.


Datum: 10. Dezember 1997
Inspiration: Der Film die Geister die ich rief
copyright: Patrizia B.


© Patrizia

(Lustig!)

 

Santa Bar

Last update: 21/11/2004

(Online since: 15/12/2000)


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