Forever not yours
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Jimmy fuhr sich verzweifelt durch die Haare. Warum hatte er das nur getan Patricia war doch seine Schwester! Wie konnte er es nur so weit kommen lassen? Konnte er nicht einmal in seinem Leben vernünftig sein? Patricia war es schließlich auch...sie hatte schnell einen Schlusstrich unter das, was geschehen war, gezogen und insgeheim war Jimmy auch heilfroh darüber gewesen er mochte gar nicht daran denken, was sonst noch alles hätte passieren können... Es lag schon lange zurück, doch trotzdem kam es Jimmy so vor, als sei es erst gestern gewesen und kein Tag verging, an dem er nicht daran dachte, wie er Patricia an diesem feucht-fröhlichen Abend in einer ruhigen Minute in seine Arme gezogen und geküsst hatte. An diesem Abend war es ihm so leicht gefallen, ihr die Gefühle zu offenbaren, die er schon so lange für sie hegte Gefühle, die über reine Geschwisterliebe hinausgingen. Jimmy hätte sich vielleicht noch bremsen können, wäre da nicht Patricia gewesen, die seine leidenschaftlichen Küsse mit gleicher Heftigkeit erwidert hatte. Jimmy wusste, dass es falsch und darüber hinaus gefährlich war, was sie taten, doch er liebte Patricia und konnte sich nicht dagegen wehren. Sie war der ruhende Pol, die sanfte Natur, der notwendige Gegensatz zu seiner oftmals so schwierigen, rebellischen und unsteten Person. Auch diesmal war sie es wieder gewesen, die die Situation schnell in den Griff bekam und ihm am nächsten Tag eindringlich klarmachte, dass sie einen riesigen Fehler begangen hatten und es auch nur aufgrund des vielen Alkohols so weit hatte kommen können. Jimmy sah ein, dass sie Recht hatte, doch tat es ihm trotzdem weh, mitanzusehen, wie seine Schwester recht bald wieder zur Realität zurückfand. Sie verstanden sich noch immer gut, doch war Patricia nun stets darauf bedacht, eine gewisse Distanz zwischen ihnen zu wahren. Sie konnten nicht mehr so unbeschwert miteinander umgehen wie zuvor das Geschehene stand immer irgendwie zwischen ihnen. Eines Tages hatte Patricia ihm verliebt von ihrem neuen Freund Denis erzählt und rasende Eifersucht war in Jimmy aufgebrodelt. Sie führte dazu, dass er Denis immer recht kühl und abweisend begegnete. Jimmy ahnte, dass Denis den Platz an Patricia´s Seite einnehmen würde, den er nie würde für sich beanspruchen können und es zerriss ihm fast das Herz. Patricia war zwar sehr enttäuscht von dem Verhalten ihres Bruders gewesen, doch versuchte sie Verständnis für seine Gefühle aufzubringen. Auch, als sie Jimmy eines Tages freudestrahlend verkündete, dass sie ein Kind von ihrem Mann erwarte, hatte er sich nicht freuen können. Patricia erkannte, dass es falsch war, Jimmy in ihr Glück einbeziehen zu wollen es machte alles nur noch schlimmer für ihn und so hatte sie sich immer mehr von ihrem Bruder zurückgezogen. Jimmy war todunglücklich, doch wahrscheinlich hatte er es verdient. Er war solch ein Dummkopf gewesen. Wenn er sich nicht bald zusammenreißen würde, würde er nicht nur die Frau, die er liebte, sondern auch noch seine Schwester verlieren. Er musste endlich lernen, seine Gefühle zu kontrollieren... Das Klingeln des Handys riss Jimmy aus seinen Gedanken. Es war das Krankenhaus Patricia bekam ihr Baby. Denis war schon unterwegs, würde aber nicht mehr rechtzeitig bei ihr sein können und so bat sie Jimmy darum, schnell zu kommen. Jimmy raste los. Er war schrecklich aufgeregt und unsicher. Warum wollte sie ausgerechnet ihn jetzt bei sich haben? Sie hätte doch auch Maite oder Kathy Bescheid geben können. Völlig außer Atem betrat er den Kreißsaal, in dem Patricia in immer heftigeren Wehen lag. Ihr erhitztes Gesicht erhellte sich, als sie ihren Bruder sah. Ich bin so froh, dass du da bist! Ich brauche dich, ich schaffe das nicht allein! keuchte sie erschöpft. Doch, du schaffst das, du bist doch immer so stark! redete Jimmy beruhigend auf sie ein und drückte ihre Hand. Plötzlich war sie wieder da die alte Vertrautheit, die immer zwischen ihnen geherrscht hatte und sie war stärker als je zuvor. Vergessen waren die schwierigen Emotionen, die zwischen ihnen standen. Hier gab es nur den Bruder, der seiner Schwester zur Seite stand, als sie ihn brauchte. Kurze Zeit später ertönte der erste wimmernde Schrei des kleinen Jungen. Als Patricia Jimmy glücklich ihr Baby in den Arm legte und sagte: Schau', mein Kleiner, das ist dein Onkel Jimmy der beste, den du dir vorstellen kannst! traten Jimmy die Tränen in die Augen. Dieses kleine Geschöpf war so wunderschön. Er hatte die Augen seines Vaters, doch Jimmy spürte keinen Schmerz mehr er war unendlich stolz auf seinen Neffen. Das Herz wurde ihm butterweich, als das Baby seinen Finger mit seiner winzigen Hand umschloss und müde gähnte. Jimmy schämte sich. Patricia war so selig. Er hätte ihr dieses Glück niemals bescheren können. Und dabei war es doch das, was er immer wollte: Dass seine Schwester glücklich ist! Seine eigenen egoistischen Gefühle spielten dabei keine Rolle. Denis trat ins Zimmer und nachdem er gerührt seine Frau und seinen neugeborenen Sohn in die Arme geschlossen hatte, wandte er sich an Jimmy, der gerade gehen wollte. Patricia und ich möchten, dass du Pate von unserem Alexander wirst! Überrascht blickte Jimmy auf.. Seid ihr sicher...? fragte er etwas verlegen. Er hätte es schließlich wirklich nicht verdient... Ja, das sind wir! Es war von Anfang an Patricia's Wunsch und ich bin überzeugt davon, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Du bist ihr der wichtigste Mensch neben mir vielleicht...fügte er lächelnd hinzu. Wortlos umarmte Jimmy Denis dankbar und als er sich zu Patricia hinabbeugte, flüsterte sie ihm liebevoll ins Ohr: Keine Sorge, es wird alles gut! Ich werde Dich immer lieben, Jimmy! Und Jimmy wusste, dass es stimmte sie war schließlich seine Schwester. Patricia & Jimmy Kelly das Traumpaar meines Herzens! Zum Glück ist Phantasie ja nicht verboten ;-)! © Maren Diese Story hat beim Story-Contest April/Mai 2004 mitgemacht. |
Last update: 01/05/2004
(Online since: 01/05/2004)