Paddy und Maria
by Mara
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Drei Jahre war es nun her, das Paddy ins Kloster gegangen war. Er hatte sich dorthin zurückgezogen, um endlich Ruhe zu finden. Mittlerweile war er 29 Jahre alt und hielt es jetzt für den richtigen Moment, wieder zurückzukehren. Ob er wieder Musik machen wollte wusste er noch nicht. Denn die hatte ihn ja fast regelrecht in die Isolation getrieben. Er hatte in den Jahren vorm Kloster nie wirklich Ruhe und Zeit für sich gehabt. Unter anderem wurde er von aufdringlichen Fans belagert, wie auch seine Geschwister ständig belagert wurden an ihren Wohnorten. Seine Geschwister hatten sich immer zu helfen gewusst, aber ihm wurde das alles zuviel. Er hatte noch nicht einmal die Ruhe, sich verlieben zu können. Ab und zu mal hatte er Frauen kennengelernt, die aber aus Angst vor den Fans - den eifersüchtigen – immer einen Rückzieher gemacht hatten. Und das tat weh. Im Herbst 2004 hatte er sich nach einer Tour komplett zurückgezogen und die meisten Fans hatten es akzeptiert. Er widmete sich der Religion zu und fand dort seinen Frieden. Doch nun wollte er "nach Hause". Es ist nun Sommer 2007, als Paddy sich auf den Weg Richtung Köln macht. Er sitzt, ganz normal, in einem Zug, der ihn von Südfrankreich aus nach Deutschland bringt. Seinen Geschwistern hat er von seiner Rückkehr noch nichts erzählt. Er weiß auch noch nicht, welchen von ihnen er zuerst besuchen soll. Kathy ist gewiss auf Tour, Johnny in Spanien mit seiner Frau Mayte. Jimmy, weiß er nicht. Joey hat Familie – Tanja und seine zwei Jungs. Patricia ebenfalls mit Mann Denis und zwei Söhnen. Selbst Maite hat mit ihrem Mann Florent eine mittlerweile 1 ˝ jährige Tochter, Stella. Angelo ist auch schon dreifacher Vater. Kira hat ihm zwei Söhne, Gabriel und Joshua, und eine Tochter, Helen, geschenkt. Bleibt noch Barby. Sie hatte sich damals auch zurückgezogen, früher als er, aber nicht früh genug. Lange war es ihr nicht gut gegangen. Doch mittlerweile war sie fast wieder gesund. Sie hatte einen jungen Mann kennengelernt, der sie glücklich machte. Sie wollte Paddy zuerst besuchen. Seine "Lieblingsschwester", wie er früher schon immer zu sagen pflegte. Ja, er freut sich auf ihr Gesicht, wenn sie die erste ist, die von seiner Rückkehr erfährt. Damals war sie sehr betrübt gewesen, als er ging. Aber sie verstand ihn, mehr als jeder andere seiner Geschwister. So vor sich hin träumend saß Paddy nun in seinem Abteil. Er strich seine Haare zurück, sie waren schulterlang. Die Haarlänge von früher wollte er nicht mehr haben, aber bis zur Schulter, das gefiel ihm. Es klopfte an der Abteiltüre. Eine junge Frau mit dunklen Locken fragte, ob vielleicht noch ein Platz frei wäre. Paddy nickte und half ihr herein. Sie hatte eine Kinderwagentragetasche mit einem Säugling dabei. Dankbar lächelte sie ihn an. Sie verstaute ihr Gepäck und nahm Platz. "Patrick Kelly, nicht wahr?" Er nickte leicht verstört, weil er auf irgendeine unmögliche Reaktion wartete. "Keine Bange, ich höre zwar gerne ihre Musik, aber ich bin absolut nicht hysterisch. Aber die Zeiten sind doch sowieso schon vorbei, oder?" Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: "Gut sehen sie aus. Der Aufenthalt in Frankreich hat ihnen sichtlich gut getan. Meine Nachbarin erzählte mir vor drei Jahren davon." Paddy war erstaunt, wie viel diese fremde Frau über ihn wusste, ohne gleich als hysterischer Kreischanfall-Fan zu agieren. Der Säugling fing an zu weinen und sie holte das Kind aus der Tragetasche. Es musste erst ein paar Wochen alt sein, so winzig wie es war. Die junge Frau wollte ihr Kind zum Stillen anlegen, als Paddy sich mit den Worten "Ich lasse ihnen ein bisschen Ruhe" zurückzog. Dankbar lächelte sie und Paddy verließ das Abteil. Auf dem Gang war es ruhig. Er war so erleichtert, das es noch normale Menschen gab und das die hysterische Zeit wohl nun endgültig vorbei war und freute sich auf die Zukunft. Als er später ins Abteil zurückkam gluckste das Baby glücklich im Arm der Mutter. Die Wochen vergingen wie im Flug. Paddy hatte sich schnell wieder eingelebt. Er hatte sich eine Wohnung am Stadtrand von Köln gesucht und bisher war auch keinem aufgefallen, das er wieder da war und wo er war. Durch seine halbwegs "neue" Frisur erkannte man ihn auch nicht. Und im Sommer konnte er ja notfalls immer noch die Sonnenbrille zur Tarnung anziehen. Ab und zu hatte er schon mal mit Maria telefoniert. Doch sie hatten sich noch nicht wieder getroffen. Er hatte noch so viele Dinge zu erledigen, das bisher keine Zeit dazu war. D beide aber über einen Computer verfügten, schrieben bzw. chatteten sie regelmäßig. Meistens hatten sie die Webcam an und so verfolgte Paddy amüsiert, was die kleine Nikkia schon für Fortschritte machte. Langsam wurde es Herbst. Maria und Paddy hatten endlich mal Zeit gefunden sich zu treffen. Nikkia war inzwischen schon drei Monate alte und konnte schon so richtig lachen und reagierte auf vieles. Sie war sehr aufmerksam und als Paddy sie dann in den Arm nahm, merkte man sofort, das sie ihn mochte. Das erste, was er von ihr bekam, war ein dicker Babyschmatzer. Maria lachte lauthals und auch Paddy konnte sich das nicht verkneifen. Er hatte aber auch einen Narren an der Kleinen gefressen. Sie hatte sein Herz im Nu erobert. Er war so mit Nikkia beschäftigt, das Maria sich laut räusperte, damit sie dann doch mal beim Kellner die Bestellung aufgeben konnten und ein bisschen über die letzten Wochen reden. Irgendwann ging das dann auch ganz ohne Babygegluckse, da Nikkia eingeschlafen war. Paddy saß mit seinen Geschwistern im Aufenthaltsraum des Studios. Er war irgendwie im Wachtraum, als sein jüngerer Bruder ihn anstupste. Angelos jüngstes Kind wuselte gerade um Onkel Paddy herum und benutzte ihn als Klettergerüst. Das war Paddy schon von früher gewohnt und das liebte er. Er liebte Kinder und sehnte sich insgeheim nach nichts anderem, als in einer glücklichen Beziehung mit vielen Kindern zu sein. Warum kam er jetzt darauf? Lag das an Maria und Nikkia? Ach, Quatsch! Nun versuchte er angestrengt sich auf seinen Bruder zu konzentrieren, was ihm teilweise auch gelang. Angelo schob es sowieso auf seinen Jüngste, der Paddy bekletterte. Paddy entschied sich zur Freude aller beim nächsten Album wieder mit dabei zu sein. Auch Barby wollte für ein oder zwei Lieder wieder mit ins Studio. Das diese Lieder mit Paddy zusammen gesungen wurden, verstand sich fast von selbst. Spät am Abend stoben dann sämtliche Geschwister in alle Richtungen nach Hause. Paddy setzte sich in der Nacht noch mal an den Computer. Er schaltete die Webcam ein und hoffte, das Maria online war. Sie war! Freudig erzählte er vom Treffen mit seiner Familie und das Barby auch ein bisschen mitsingen würde. Maria freute sich bald noch mehr als er. Und dann stutzte Paddy kurz. Er wollte ihr schreiben, das er sie vermisste, war sich nicht sicher, wie. Doch dann sah er, das er das in Gedanken versunken schon längst geschrieben und abgeschickt hatte. Ein verdutztes Gesicht sah nun in die Webcam. Maria stutzte auch, dann lächelte sie und schrieb: Ich vermisse dich auch. Dann verabschiedeten sie sich und gingen zu Bett. Am nächsten Morgen schrieb Paddy sofort einen kleinen Brief, den er per Kurier zu Maria bringen ließ. Diese schaute dann noch verdutzter als am Abend zuvor als sie den Brief öffnete. Spät, sehr spät ging er dann nach Hause. Man sollte es ja langsam anlaufen lassen. Und dieses wunderbare Gefühl trug ihn durch die Nacht. So oft es ging, sahen sich die beiden. Paddy war mit seinen Geschwistern sehr oft im Studio und Maria hatte auch eine Arbeit gefunden. Sie konnte für eine Zeitung Korrekturen durchführen. Am PC, so das sie korrigierte Texte per Email an die Zeitung schickte. Denn so früh wollte sie Nikkia noch nicht in den Kindergarten stecken. Mittlerweile wusste auch Paddys Familie, das Paddy eine Freundin hatte. Zwar hatten sie Maria noch nicht kennengelernt, aber gespannt waren sie alle, wer Paddy dieses strahlende Grinsen aufs Gesicht gezaubert hatte. Er erzählte viel von ihr, wollte aber bis zum Weihnachtsfest warten, um sie seiner Familie vorzustellen. Erst wollte er seine Zeit mit ihr genießen. Denn wenn seine Geschwister sie mochten, würde sie sicherlich irgendwann komplett in Beschlag genommen werden. Hier ein Besuch, da mal gemeinsam shoppen. Gerade seine Schwestern konnten das gut. Also wollte er erst mal in Ruhe sein Glück genießen. Als es dann Schritt für Schritt auf die Adventszeit zuging, fing er zumindest schon mal an, Barby seine Freundin vorzustellen. Denn bei Barby und Markus sollte in diesem Jahr das Fest mit der ganzen Familie abgehalten werden. Barby und Maria verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Zumal Paddys Schwester von der nun fünf Monate alten Nikkia hin und weg war. Wenn Paddy mal mit Maria ausgehen wollte, brauchte er nur Barby fragen, sie würde sofort auf die Kleine aufpassen. Das fand das junge Pärchen natürlich gut. Barby meinte, sie müsse sich ja mal so langsam einstellen auf ein Kind. Stutzig sah Paddy sie an. Und seine Schwester lächelte vielsagend. Markus sah stolz auf seine Freundin. "Wir werden Eltern! Seit gestern wissen wir es und wenn der Arzt richtig gesehen hat, bekommen wir Zwillinge. Aber das sehen wir bei der nächsten Untersuchung. Und wir freuen uns so!" Dann kam der Weihnachtsabend. Sämtliche Familienmitglieder trafen ein. Kathy mit Sean, Johnny und Mayte aus Spanien, Jimmy und Meike, Joey mit Tanja und den Jungs, Patricia mit Denis und den Söhnen, Maite und Florent mit Tochter, Angelo und Kira mit ihren drei Sprösslingen und Paddy kam mit Maria und Nikkia. Alle kamen sie zu Barby und Markus ins Haus. Ein riesengroßer Weihnachtsbaum stand im Wohnzimmer. Der Kinder zuliebe hatten die Kellys sich auf die deutsche Tradition eingestellt. So bekamen sie nun auch an Heiligabend und nicht am 6. Januar erst die Geschenke. Mit zehn Kindern wurde es nun ziemlich laut in der stillen Strasse, wo Barby wohnte. Nach der Bescherung klingelte es an der Tür. Paddy öffnete. Es war der Pfarrer. Die Familie staunte. Dann grinste Barby und nahm Markus bei der Hand. Der Pfarrer stellte sich an den Weihnachtsbaum und begann mit der Trauung. Alle waren so erstaunt, das ihnen die Münder offen standen. Als Paddy dann Bilder machen wollte, bat er seine Familie doch wieder die Luken zu schließen, sonst würden sie nicht aufs Bild passen. Und zu guter Letzt erzählten Barby und Markus von ihrem Nachwuchs. Es wurden wirklich Zwillinge. Mädchen, soweit man das jetzt sagen konnte. Da konnte Johnny nicht an sich halten und platzte heraus, das Mayte und er in sechs Monaten auch Eltern würden. Was war das eine Freude in dem Haus. Und Paddy meinte nur trocken: 2008. Das neue Jahr begann. Nikkia hatte es verschlafen, aber Paddy und Maria standen auf dem Balkon und sahen sich das Feuerwerk an. Sie waren glücklich. Paddy zog seine Freundin fester an sich heran und sah ihr tief in die Augen. "Maria, ich liebe Dich!" Das Jahr begann mit viel Stress, denn das neue Album war in Arbeit. Maria hatte mittlerweile eine bessere Stelle bei der Zeitung bekommen und arbeitete nun als Interviewerin für sie. Ob das nun Prominente oder nicht Prominente waren, war egal. Fragen gab es an jeden zu stellen, egal zu welchem Thema. Sie hatte Spaß an der Arbeit, konnte Nikkia immer mitnehmen, da sie Kleine recht pflegeleicht und äußerst friedlich war. Meistens waren die Leute, die sie dann befragen sollten sowieso mehr mit Nikkia beschäftigt, so das man nebenbei dann so ziemlich fast alles aus ihnen herausfragen konnte. Bei der Wahrheit musste man natürlich immer bleiben. Ab und zu befragte sie auch Paddy und seine Geschwister. Das Album sollte ja in den nächsten Wochen herauskommen. So richtig konnte man das natürlich nicht als Interview bezeichnen, da eher Blödsinn gemacht wurde, als vernünftige Fragen gestellt. Anfang März "entführte" Paddy Maria zu einem Park. Sie spazierten eine Weile lang schweigend nebeneinander, bis Paddy sich plötzlich vor sie stellte und dann auf die Knie ging. Er holte ein Schächtelchen heraus, öffnete es und fragte: "Maria, willst du meine Frau werden? Ich könnte mir nichts schöneres vorstellen, als mit dir alt zu werden, viele Kinder zu haben und immer glücklich zu sein." Juli. Nikkia hatte ihren ersten Geburtstag. Sie redete schon ein bisschen und konnte sich nicht zwischen Daddy und Paddy entscheiden. Man sah es oft an ihrem angestrengten Gesichtchen, das sie grübelte. Meistens sagte sie dann PaddyDaddy. Barby hatte Ende Juni zwei gesunde Töchter geboren, Anna und Danielle. Und auch John war Vater geworden. Sein Sohn hieß Miguel Juan Antonio. Den Sommer verbrachten Paddy und seine Familie in Spanien bei ihm und Mayte. Es war eine richtig unbeschwerte Zeit. Maria lernte schnell ein paar spanische Brocken, um sich zu verständigen. Nikkia saugte sowieso jedes Wort auf, was aussprechbar war und brabbelte nun ein buntes Kauderwelsch vor sich hin, so das sie alle zum Lachen brachte. Sie genossen die Zeit ein Spanien sehr. Doch nach acht langen Wochen mussten sie wieder zurück. Die Arbeit rief. Das Album lief prima, aber man wollte noch für die nächste Single einen Clip drehen. Maria musste auch wieder ihrer Arbeit nachgehen. Nikkia war nun meistens bei Barby oder Maite, wer gerade Zeit hatte. So konnte Maria auch mal weitere Strecken zurücklegen für Interviews. Einmal musste sie sogar für eine Woche nach Afrika, damit sie über ein Projekt berichten konnte, was dort lief. Eine schwere Zeit für Paddy und Nikkia. Aber umso größer war das Wiedersehen, als sie zurückkam. Dann kam der Clipdreh. Die Geschwister wollten in diesem Clip ihre Familien mit einbringen. Das war natürlich sehr aufwändig. Aber es gelang. Sämtliche singenden Kellys waren am Schluss mit ihren Familien im Clip zu sehen. Irgendwie hatten sie die besonders kleinen "bestochen" stillzuhalten, damit man sie filmen konnte. Wahrscheinlich mit etwas Süßem. Es war ein wunderschönes Bild. Paddy ließ gleich Abzüge machen und stellte sie dann zu Hause neben das Hochzeitsbild von Barby und dem Hochzeitsbild von Jimmy und ihm, wo alle, wirklich alle, drauf waren, auf. Sie hatte seit ein paar Monaten in der Nähe von Barby und Markus ein Häuschen gemietet. Denn getrennte Wohnungen waren als Ehepaar für sie beide nicht mehr denkbar. Selbst wenn wer mal Ruhe brauchte, gab es genügend Räume, wohin man sich zurückziehen konnte. Maria war gerade eine Woche zurück aus Afrika und wollte sich auf den Weg zu Barby machen, um Nikkia dorthin zu bringen, als ihr ganz schwarz vor den Augen wurde. Nikkia erschrak, denn mit einem Mal fiel die Mama um. Als wenn Barby es geahnt hätte, war sie auf dem Weg zu ihr, denn sie wollte Nikkia schon vor einer halben Stunde gebracht haben. Sie schloss die Tür auf und erschrak. Nikkia weinte, weil die Mama nicht aufstehen wollte. Barby rief sofort den Notarzt an. Mit Blaulicht wurde Maria in die Klinik gefahren. Paddy fuhr sofort hin, als er von seiner Schwester angerufen wurde. Maria war immer noch nicht bei Bewusstsein. Er sprach mit dem Arzt. Der wollte wissen, wo Maria zuletzt war, denn sie hatte einen tropischen Virus, der ihr Leben stark gefährdete. Paddy erklärte das sie bei einem Afrika-Projekt war und das sie gerade erst eine Woche zurück war. Entsetzt rief er Jimmy an. Er war total durch den Wind. Jimmy beruhigte ihn. Doch so einfach war das nicht. Maria wollte einfach nicht zu sich kommen. Es verschlimmerte sich sogar. Paddy sagte alle Termine ab. Er musste sich um Nikkia kümmern und war so oft es ging an Marias Krankenbett. Wochen vergingen, ohne das Maria zu Bewusstsein kam. Sie war in ein Koma gefallen. Das Virus ließ sich zwar unterdrücken, aber geheilt war sie noch nicht. Paddy war verzweifelt und wusste nicht mehr ein noch aus. Nach einigen Wochen konnte sie endlich geheilt wieder nach Hause. Nikkia hing erst mal nur an ihrer Mama. Doch wenn Paddy sagte, das sie Ruhe brauchte, dann verstand die Kleine das und suchte seine Nähe. Die beiden waren einfach nur glücklich, das Maria wieder gesund war. Sie musste sich eine Zeit lang noch schonen. Den Job bei der Zeitung gab sie auf. Es war einfach noch zu anstrengend für sie. Paddy fragte sie, ob sie denn bei ihm mitarbeiten wollte. Sie sah ihn nur verdutzt an und fragte, was er denn meinte. Er erklärte, das er zum Beispiel die Gestaltung von Album-Booklets und ähnlichem meinte. Maria meinte, das sie sich das schon vorstellen könnte, wenn seine Geschwister damit einverstanden seien. Das sollte kein Problem sein, denn sie mochten Maria und sie sollte sich bloß keine Arbeit mehr suchen, die sie zu sehr überanstrengte und ferne Reisen abverlangte. Und die Bookletgestaltung sollte genau die richtige Arbeit sein. Sie konnte in aller Ruhe Layouts zusammenstellen, den Geschwistern präsentieren und so weiter. Und so fing sie bei ihrem Mann und seiner Familie an zu arbeiten. Sie hatte Spaß daran und stellte später noch mehr her als "nur" Booklets. Sie war irgendwann zuständig für den ganzen Merchandise der Familie. Sie entwarf T-Shirt Designs, Tassen, Schals und was es sonst noch so von den Kellys zu erwerben gab. Ende des Jahres sagte sie Paddy, das sie ein Kind erwarten würde. Paddy würde Papa werden. Ein weiteres Jahr später bekamen Paddy und Maria noch Söhnchen John Joseph James. Nikkia war die Stolzeste von allen, war sie nun die große Schwester. Und bei Kindergeburtstagen hätte man bei insgesamt 13 Cousinen und Cousins eigentlich keinen weiteren mehr einladen müssen. © Mara |
Last update: 13/11/2006
(Online since: 13/11/2006)