Skt. Patricksday

by Lizzie   Kellizzie@jubii.dk

Es wurde ihn langsam kalt. Er sass ja auch schon lange, auf seiner decke in den dünnen, und sah auf die Irische See, mit der guitarre in der hand. Spielte so leise vor sich hin. Er stand auf und packte seine sachen zusammen. Er wollte gerade gehen als seine augen eine gestallt erfasste, die unten am strand sass. Sie sass da mit den armen um ihre angezogene beine gelegt. Sie war nur mit einem etwas zu grosses t-shirt bekleidet. Sie musste doch wannsinnig frieren, es war ja schon fast herbst und der wind war schon sehr kalt. Als er sich ihr näherte, bemerkte er wie sie ihren körper, wie in trance vor und rückwerts rockte.
- Hi, bist du ok? fragte er leise.
Keine antwort. Sie nahm ihn überhaubt nicht wahr. Er berührte leicht ihre schulter. Sie zuckte zusammen als hätte er sie geschlagen.
- Sorry, bist du ok?
Sie sah ihn mit verweinten augen an.
- Dir musst doch kalt sein. Was machst du hier?
Er legte ihr seine decke um die schultern. Sie hielt die decke fest. Sie sah ihn eine weile an, dann antwortete sie zitternd:
- Ich warte.
- Auf was wartest du denn?
- Auf die flutt oder auf ein zeichen.
Er wusste nicht so recht was sie meinte.
- Wie heisst du?
- Ich heisse Maggie Bryant. Und du?
- Patrick. Patrick Kelly.
Er hielt ihr die hand hin. Sie nahm zögernd seine hand. Ihre augen füllten sich mit tränen.
- Wirklich? Patrick Kelly? Bist du vielleicht das zeichen auf dem ich warte?
Er sah sie verwirrt an.
- Zeichen? Ich? Ich weiss nicht was du meinst.
Sie nahm seine hände und sah ihn mit funklenden augen an:
- Mein grossvater hiess......Patrick O´Kealy.......er ist vor einem monat gestorben.......er war alles was mir noch blieb......aber sein Gott hat ihn zu sich gehohlt.......sein Gott hat ihm mir weggenommen.........man nannte ihn Old Paddy.......er war sehr beliebt......Er war ein sehr netter und liebevoller mann..........Hat er dich zu mir geschickt?
Patrick stahrte sie verwirrt an. Er wusste nicht so ganz was er glauben sollte. War sie verrückt? Oder war sie nur eine arme seele, die seine hilfe brauchte.
Er legte behutsam den arm um ihre schulter und half sie hoch:
- Ich weiss nicht ob ich dein zeichen bin. Aber eins weiss ich. Du kannst nicht hier bleiben. Du kommst jetzt mit mir mit. Dann können wir reden. Wo sind denn deine kleider und deine schue?
Sie sah sich um und antwortete:
- Ich weiss es nicht.
- Na dann komm mit.
Er legte wieder seinen arm um ihre schulter und führte sie zu seinem auto. Sie sprachen auf dem nachhauseweg kein wort mit einander. Aber als sie vor dem haus anhielten sagte sie überrascht:
- Wow, ist das ein grosses haus. Wohnst du hier ganz alleine? Ich habe noch nie so ein grosses haus gesehen.
- Ja, im moment lebe ich hier alleine. Komm mit rein. Ich mache im kamin feuer an, dann wird dir bald wieder warm.
Sie sass neben dem kamin, wärend Patrick feuer machte.
- Willst du ein bad nehmen? Ich glaube auch dass ich irgentwelche sachen finde, die du anziehen kannst.
Sie nickte nur. Er zeigte ihr das badezimmer und wo die handtücher lagen. Dann ging er in das zimmer seiner grossen schwester Barby, um zu sehen ob da noch anziehsachen von ihr wären. Er fand alles was er brauchte und legte die sachen vor der badezimmertür.
In der küche fing er an das abendessen zu machen. Er war fast mit dem essen fertig als sie in Barbys alten sachen in der tür stand. Ihm war garnicht aufgefallen, wie schön sie war. Ihr rotbraunes, gewelltes haar, dass ihr fast zur talje ging. Und dann noch diese wunderschönen grünen augen.
- Komm rein, Maggie. Erst essen wir mal, dann können wir in aller ruhe reden. Du must doch hunger haben. Die sachen passen dir, sehe ich.
Maggie ging auf ihn zu. Sie liess ihre hand über seinen langen haare streichen.
- Du hast sehr schöne haare. Ungewöhnlich dass ein mann so lange haare hat.
Patrick lächelte sie an:
- In meiner familie nicht. Komm sätz dich. Essen ist fertig.
SIe assen schweigend. Nach dem essen machte er ihnen noch einen tee und sie machten es sich beim kamin gemütlich.
Keiner von ihnen sagte was. Aber einer musste ja den anfang machen, also sagte Patrick:
- Erzähl mir von deinem grossvater. Du hast ihn sehr geliebt, oder?
Das wort ´grossvater` stiess ihr wieder die tränen in den augen.
- Er...er...er war mein ein und alles....Er war mein freund.....Er war mein beschützer......Er war mein grossvater.....Er war mein leben......Sein Gott muss mich sehr hassen....denn dieser Gott hat ihm mir weggenommen.
Maggie fing an zu zittern und konnte fast ihre tasse nicht halten. Patrick nahm sie aus ihre hand und stellte sie auf einem kleinen tisch ab. Er legte seine arme um sie und striech ihr übers haar. Sie weinte und hielt ihn so fest, dass er fast keine luft mehr bekamm.
- Du sagst immer `sein Gott´ . Was meinst du damit?
- Es gibt für mich keinen Gott mehr. Ich will an keinem Gott glauben, der so grausam sein kann. Er hat mir meine mom und meinem grossvater genommen und mir dafür eine stiefvater gegeben, der trinkt und mich schlägt.
- Maggie, du darfst Gott nicht hassen. Alles im leben hat einen grund. Gott´s wege sind unergründlich. Ich habe auch meine mom verlohren, als ich 5 jahre alt war.
- Und du hast Gott verziehen? Ich kann das nicht. Ich weiss nicht einmal, ob es einen Gott gibt.
- Natürlich gibt es ihn. Er könnte dir auch helfen. Du musst ihn suchen und finden. Du musst ihn erlauben in dein herz zu kommen. Gott ist gühtig....Gott ist liebe....Gott ist frieden.
Maggie sah ihn mit tränenden augen an:
- Ich wünschte, ich hätte deinen glauben. Ich kann nicht mehr klar denken. Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich....ich vermisse ihn so.......ich kann ohne grandpa Paddy nicht weiterleben.
Plötzlich schrie sie und streckte ihre arme zum himmel:
- Komm zurück.....lass mich nicht allein....komm doch zurück......biiittttte.......lass mich nicht allein...
Patrick nahm sie wieder in den arm und wiegte sie hin und her. Was sollte er tun? Wie konnte er ihr helfen? So jung, sie konnte höchstens 19 oder 20 sein, und so kraftlos und ohne lebensmut.
Sie konnte hier bleiben aber wer würde auf sie aufpassen wenn er wieder nach Deutschland musste? Da kamm ihm eine idee. Mary. Mary war ja noch da. Sie war gerade auf besuch bei irgentwelche verwandten aber sie würde ja wiederkommen. Vor fast zwei jahren brachte sein bruder Jimmi sie mit hierher. Sie wohnte jetzt hier und passte auf das haus auf wenn die Kellys nicht in Irland waren. Mary würde sich Maggie annehmen, da war er sich sicher.
- Maggie. flüsterte er.
Sie war in seinen armen eingeschlafen. Als er sie hochheben wollte, wachte sie auf.
- Du kannst in das bett von meiner schwester Barby schlafen.
Sie sah ihn erschrocken an:
- Nein, bitte nicht.
- Hab´ keine angst, ich tue dir doch nichts.
- Das ist es nicht...Ich vertraue dir...Es ist nur...ich habe hier angst im dunklen...kann ich nicht bei dir bleiben....Darf ich heute nacht ihn deinen arm schlafen?...Ich..
- Schon gut, nicht weinen. Du kannst heute bei mir schlafen, ok?
Sie sah ihn dankend an und nickte.
Sie lagen eng aneinander. Patrick hielt sie fest in seinen armen. Er wollte dieses mädschen helfen. Er wollte sie zurück ins leben führen. Aber wie? Nach stunden des grübelns schlief er dann endlich ein.
Die nächsten vielen tagen verbrachten sie in dem grossen haus. Sie redeten, sie schwiegen, sie kochten, sie assen, sie gingen spazieren, sie schliefen.
Patrick wusste aber das er bald mit Maggie darüber sprechen musste , dass er bald zurück nach Deutschland musste. Aber er hatte angst davor. Wie würde sie reagieren?
- Was hälst du davon für mich zu arbeiten?
- Für dich arbeiten? Wie meinst du dass? Was soll ich denn tun?
Sie sah ihn überrascht und fragend an.
- Du würdest hier im haus leben. Und du würdest mit Mary das haus in ordnung halten. Meine familie haben drüber gesprochen dieses Weihnachten hier zu verbringen. Und dann wäre es schön wenn alles vorbereitet wäre, wenn wir ankommen. Du wärst Mary eine sehr grosse hilfe. Bitte sag ja.
- Mary braucht meine hilfe doch nicht. Du machst das doch nur weil du mir helfen willst. Ich weiss nicht, Patrick. Ich kann doch nichts. Ich weiss echt nicht warum ich noch leben soll.
- Maggie, jeder kann was. Du auch. Du musst herraus finden was es ist. Mach es dann und mach deinen Grossvater Paddy stolz. Das wäre doch ein guter grund zum leben.
Maggie sagte nichts. Sie dachte über Patricks worte nach. Eigentlich hatte er recht. Sie würde gerne ihren grossvater stolz machen. Aber wie wusste sie noch nicht. Aber einen versuch war es doch wert.
- Ok, Pad. Ich versuche es.
Patrick war froh aber hoffte nur das sie nicht auf dumme gedanken kommen würde, wenn er nicht mehr da war.

Mary war zeit ein paar tagen zurück und sie verstand sich sehr gut mit Maggie. Am abend vor Patricks abreise sassen die drei und schauten fernsehen. In China hatte sich ein grosses erdbeben kaos verbreitet. Sie waren alle drei entsetzt. Eine träne lief Maggie die wange runter:
- Die armen menschen. Könnte man doch irgentwie helfen. Wäre ich doch reich.
- Ich werde naturlich geld spenden aber es gibt doch auch andere wege um zu helfen. erwiderte Patrick.
Maggie dachte sehr über seinen worten nach. Wie konnte sie den armen menschen helfen. Dieser gedanke liess sie nicht los.
Einige tage nachdem Patrick abgereist war ging Maggie durch das grosse haus. Auf den dachboden standen einige papkartons. Maggie sah rein. Sie waren mit stofresten gefüllt. Da kamm Maggie eine idee. Sie lief nach unten und wählte Patricks handynummer.
- Patrick, Ich habe auf dem dachboden viele stofreste gefunden. Werden sie noch gebraucht?
Patrick lachte:
- Hi, Maggie. Ja mir gehts gut, danke.
- Oh sorry. Tut mir leid. Aber werden sie noch gebraucht?
- Warte, ich frage mal eben Patricia.
Maggie konnte hören wie er mit seiner schwester sprach. Dann war er wieder da.
- Nein. Sie sollten schon ewig auf den mühl. Was hast du den mit dem alten krempel vor?
- Ich weiss noch nicht ganz aber dann kann ich die papkartons haben?
- Klar doch. Du hörst dich ganz anders an, Maggie.
- Mir gehts gut aber ich vermisse dich. Kommst du bald wieder her?
- Leider kleines. In diesem monat haben wir sehr viel zu tun. Ich vermisse dich auch sehr. Ich muss jetzt aber los. Pass gut auf dich auf und grüss mir Mary.
- Ok, pass auch gut auf dich auf. Bis bald.
Patrick lächelte vor sich hin. Sie klang echt gut. Er freute sich. Maggie war auf dem weg der besserung.

Die monate vergingen. Maggie hatte einen plan. Sie wollte was gutes tun. Jedes mal wenn Patrick anrief, war sie mit irgentwelchen dingen beschäftigt aber wollte nie sagen was es war. Weihnachten verbrachten Mary und Maggie doch allein. Die Kellys konnten es doch nicht einordnen nach Irland über die feiertage zu kommen. Patrick fragte Maggie immer was sie denn so machte aber sie verriet nichts. Es war jetzt frühling und die zeit war gekommen ,wo sie ihren besten freund Patrick überraschen wollte. Sie wählte seine nummer und wartete.
- Kelly.
- Hi Patrick, wie gehts dir?
- Maggie, schatz, schön das du mal wieder von dich hören lässt. Mir gehts gut und dir?
- Sehr gut. Patrick kannst du zum Skt. Patricksday nach Irland kommen? Es ist sehr wichtig.
- Mal sehen, ich seh mal nach. Hmm, ich habe von dem 16. bis 19. frei. Könnte also gehen. Was ist den los?
- Super. Ich habe eine überraschung für dich.
- Du machst es ja so spannend.
- Ich freu mich auf dich. Wann bist du dann hier?
- Am 16. am abend. Das heisst in einer woche, ok? Jetzt muss ich aber los.
- Patrick.....ich hab dich lieb.
- Ich dich auch, kleines.

Maggie konnte es nicht abwarten Patrick wieder zu sehen. Die beiden verband eine sehr grosse liebe ohne das sie in einander verliebt waren. Was würde er woll sagen? Die tage vergingen und endlich war es soweit. Patrick und Maggie umarmten sich stürmisch. Beide hatten sie tränen in den augen. Nachdem Patrick auch Mary begrüsst hatte gingen sie zur küche um gemeinsam abend zu essen. Patrick sah Maggie gespannt an:
- Und nun. Du hattest doch eine überraschung für mich.
- Ja, aber erst morgen. Du musst schon warten.
- Ach nein. Du bist gemein. Komm schon, sag was es ist.
- Tut mir leid. Morgen.
Patrick sah Mary mit charmanten augen an.
- Vergiss es, Patrick. lachte Mary.
Als Mary Patricks enttaüstes gesicht sah, sagte sie:
- Nicht traurig sein, es wird sich lohnen.

Am diesen abend wurde es spät. Sie hatten sich so viel zu erzählen. Aber Maggie passte auf, ihn nichts von der überraschung zu erzählen. Nach dem frühstück am nächsten morgen ging es dann los.
- So Pad, jetzt fahren wir in die stadt.
Auf dem weg fragte Patrick sie immer wieder was sie denn da sollten. Doch sie verriet nichts. Dann waren sie auch schon da. Maggie parkte den wagen vor ein kleines geschäft. Auf den fenstern stand: HANDS OF MERCY
Patrick sah sie verwirrt an. Maggie nahm seine hand und ging rein. Patrick sah sich um. Da wurde alles verkauft. Kinderkleider, spielzeug, alte bücher, möbel, bilder und viel mehr. Er sah sie an:
- Was ist das hier?
- Das ist mein kleines geschäft. Alle sachen die du hier siehst, werden für kinder in not verkauft. Am anfang habe ich alleine die sachen gesammelt und auch sachen genäht aber jetzt sind wir viele freiwillige helfer. Der alte Fandale hatte hier früher ein kleines schuhgeschäft. Er hörte von meiner idee und entschied sich, dass er mir für wenig geld, dieses kleine gebeude vermieten wolle. Ich hatte ja auch noch das geld das mein grossvater mir vererbt hatte.Wir haben schon sehr viel geld zusammen bekommen und es wird immer mehr. Alles was wir hier verkaufen wird entweder gespendet oder wird von älteren mitbürger hergestellt. Na, was hälst du davon?
Patrick sah sie erst sprachlos an, dann umarmte er sie. Er hatte tränen in den augen:
- Ich bin so stoltz auf dich, Maggie. Und ich bin mir da ganz sicher, dein grossvater Paddy auch.
Maggie strahlte ihn an:
- Du hattest recht, Pad. Jeder kann was. Man muss nur herrausfinden was es ist. Ich danke dir. Ohne dich hätte ich nie den mut gehabt es zu tun. Ich habe was für mich getan aber auch für arme menschen in not. Und es macht mich glücklich zu wissen das du auf mich stolz bist.
Sie sahen sich noch ein wenig um aber dann sagte Maggie:
- Oh es ist schon spät, wir müssen noch woanders hin.
Sie nahm seine hand und lief zum auto. Kurz darauf parkte sie vor der kleinen kirche. Patrick sah sie unglaübig an.
- Ja Patrick, du hattest auch hier recht. Es gibt einen Gott...du musst in einfach in dein herz lassen und dann wird er dir auch helfen. Du hast mir den weg gezeigt und deshalb will ich jetzt das du mit mir in die kirche gehst und mit mir betest. Ich will ein gebet für meine mom, für deine mom, für grossvater Paddy und für unsere freundschaft sprechen.
Patrick liefen die tränen runter. Er konnte es nicht fassen. Er nahm ihre hand und flüsterte:
- Es gibt noch wunder.....und das auch noch am Skt. Patricksday.
Hand in hand gingen sie in die kleine kirche.

© Lizzie


Diese Story hat beim Sponsored Story-Contest mitgemacht.


Bar Letter

Last update: 06/04/2005

(Online since: 06/04/2005)


Zurück zur Storypage

Back to the Storypage