Tränen der Nacht
by Laura S. Patricksfeelings@gmx.de
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Die Morgensonne kroch langsam über das Wasser des Rheins empor und tauchte das Rheinufer in sanftes Licht. Auf einer Bank saß ein junger Mann und sah auf die Wellen, die sich sanft im Wasser kräuselten. Seine Augen waren verquollen und dicke Tränen ronnen über seine geröteten Wangen. In seinen Händen hielt er einen zerissenen Brief, den er immer wieder zerknüllte und wieder glättete. Er war die ganze Nacht über hier gesessen und hatte diesen Brief von seiner Freundin in den Händen gehalten. Der gestrige Abend, als er mit ihr im Irish Pub war, lag schon in weiter Ferne. Sie hatten einen wunderschönen Abend gehabt, viel gelacht und diskutiert. Nur bei ihr konnte er aus sich herausgehen, wie er es Jahre nicht getan hatte. Sie war für ihn die Stütze, die er in seinem Leben brauchte, sie hatte ihn aus seiner Verzweiflung geholt. Als sie ging, gab sie ihm den Brief und er setzte sich an den Rhein um ihn zu lesen. Doch was in dem Brief stand war für ihn ein Schlag ins Gesicht. Die Fans hätten alles zerstört, sie könne so nicht leben schrieb sie. Der junge Mann konnte nicht begreifen, dass es aus war, er wußte nicht was er ohne sie tun sollte, also blieb er sitzen. Er fühlte sich, als wäre es bereits das Ende seines Lebens obwohl er erst am Anfang stand. Er konnte, wollte nicht ohne sie leben, er sah keinen Sinn indem was er tagtäglich tat. Er bekam nie ein Wort des Dankes, er wollte nur singen und die Leute erfreuen, aber sie erwarteten Wunder, erwarteten dass er Stimmung machte und den Tag für sie unvergeßlich machte. Sie wollten ihn, nicht seine Musik, nicht seine Gefühle, sondern sein Image, den perfekten Jungen. Und er konnte sie alle nicht verstehen. Schluchzend verbarg er sein Gesicht in seinen Händen in denen er noch immer den Brief hielt. Ein Tippen auf seiner Schulter. "Paddy?" Er sah auf und blickte in die traurigen Augen seiner Schwester Patricia. Sie nahm seine Hand und lächelte ihn an. "Komm kleiner Bruder, wir fahren nach Hause!!" Der junge Mann seufzte und sie gingen Hand in Hand zu ihrem Auto, wo der Alltag wieder anfing. dedicated to Patrick M. Kelly © Laura S. (Danke!) |
Last update: 12/03/2001
(Online since: 12/03/2001)