Es war erst 10.00 Uhr und ich stand zwischen lauter hysterischen Fans der berühmten Kelly Family. Die Kinder meiner Freundin Michelle, Saskia (7) und Manuela(12), hatten von ihren Großeltern Konzertkarten bekommen aber da Michi arbeiten musste hatte ich mich von den beiden überreden lassen sie zu begleiten. Und jetzt stand ich hier! Ich kannte zwar die Kellys aber eigentlich nur aus dem TV.
Auf einmal kamen Busse und die Kellys stiegen aus. Die ganzen Mädels um mich herum fingen an zu kreischen... Das ganze Spektakel sah ich mir aus der Ferne an. Wie hielten die Kellys das nur aus?
Endlich nach Stunden liessen uns die Securities rein. Wir hatten Karten für den Innenraum, da Saskia noch so klein war, durften wir hinter die 1. Absperrung. Ich holte für uns etwas zu trinken aber als ich auf dem Rückweg war, kam mir Manu entgegen "Jessy, Jessy!! Saskia ist weg!!" "Wie sie ist weg? Ich dachte Du hättest auf sie aufgepasst?" "Ja, aber da war ein Mädchen, mit dem habe ich Fotos ausgetauscht und als ich mich umdrehte war sie weg." Dann machte ich mich auf die Suche nach ihr. Manu blieb im Innenraum. Ich irrte überall rum und auf einmal stieß ich mit jemanden zusammen.. "Nun mal nicht so hastig! " sagte eine Stimme und ein Mann mit kurzen Haaren grinste mich an. "Oh entschuldigung , aber ich suche meine äh Tochter. Sie ist gerade 7 geworden und hat lange braune Haare und...." "Oh. Machen Sie sich mal keine Sorgen wir werden sie schon finden. Hey Jack!" er rief einen Security her "Was ist Jim?" "Diese Frau hier hat ihre Tochter verloren kannst Du bitte den anderen Bescheid sagen, dass sie die Augen offen halten sollen...Wie sieht die kleine noch mal aus? " Ich beschrieb sie ihm und er gab es gleich durch das Funkgerät durch. " Dankeschön, Herr äh" "Ich bin Jim. Und Sie?" "Ich heisse Jessy." "Sind Sie das erste Mal auf einem Kelly Konzert?" "Ja, ich begleite die Kinder." "Wo ist denn das andere?" "Manu ist noch im Innenraum. Sie steht wegen ihrer Schwester auch hinter der ersten Absperrung." "Dann gehen sie am besten zu ihr. Wir werde die kleine Saskia schon finden!" "Na gut. Danke" Ich drehte mich um und ging. "Hey Jessy, warten Sie. Ich glaube wir haben sie. Mein Bruder hat ein Mädchen gefunden. Kommen sie mit." Also ging ich hinter Jim her. Wir kamen dann auf eine kleine Wiese. Dort standen Bänke auf der einen sass ein Mann. Er war groß, hatte seine blonden Haare zusammengebunden, trug eine braune Wildlederhose und ein T-Shirt. Neben ihm sass ein Mädchen mit langen braunen Haaren. "Saskia!" das kleine Mädchen sah auf und rannte auf mich zu. "Jessy! Da bist Du ja! Guck mal, das ist John." Die Kleine nahm meine Hand und führte mich zu dem Mann auf der Bank. "Danke, dass Sie die Kleine gefunden haben." "Bitte ist schon in Ordnung." Nun sah ich ihn von nahen. Er hatte wunderschöne blaue Augen. Er sah auf seine Uhr und sah Jim an "Oh Shit! Schon so spät. Jim, wir müssen. Es tut mir leid, aber wir müssen los." "Ist schon in Ordnung." "Danke noch mal. Ciao" Jim beauftragte einen Securitie uns zurück zu bringen. Manu kam uns entgegen gerannt und entschuldigte sich und umarmte ihre Schwester. In 15 Min begann das Konzert. Saskia erzählte ihrer Schwester von John und Jim deren Augen immer größer wurden. "Sag mal Jessy, stimmt das was Saskia gesagt hat, dass Du John und Jim getroffen hast?" "Ja, so hiessen die beiden. Warum regst Du Dich so auf?" Ich sah sie unverständlich an. Manu begann mir zu erklären, dass die beiden Mitglieder der Kelly Family seien....das Konzert begann und die Kellys stürmten auf die Bühne. Tatsächlich standen dort auf der Bühne die beiden Männer, mit denen ich mich kurz vorher noch unterhalten hatte.
Als Jim anfing zu singen lachte er mich an....und winkte.
Nach dem Konzert (was ich eigentlich doch ganz schön fand *g*) machten wir uns auf den Weg nach draussen. Endlich auf dem Weg nach Hause meinte Saskia "Du, John hat mir ne Handynummer gegeben denn er hat mir versprochen dass er mich ,mal besuchen will"
"Aha. Dann erkläre dass mal eurer Mutter! Die glaubt Dir das bestimmt nicht!" "Aber stell Dir mal vor es ist wirklich die Handynummer. Können wir da nicht mal von Dir aus anrufen? Mama muss das ja nicht mitbekommen, oder?" mischte sich Manu ein.
"Lasst uns ein ander mal darüber reden. O.k. " "Na gut." Nach ungefähr 1 ½Std Fahrt kamen wir zu Hause an. Ich lud die beiden ab und fuhr nach Hause....
Dort angekommen liess ich mir zuerst mal ein Bad ein, aber eines ging mir nicht aus dem Kopf....diese blauen Augen und die Stimme...
2 Tage später klingelte es bei mir. Saskia und Manu standen vor der Tür. "Hi, na wie geht´s? Wir wollte Dich mal besuchen." "Ach ja?? Na los, raus mit der Sprache." Die beiden sahen mich nur an und hielten mir einen kleinen Zettel hin mit einer Nummer drauf und mit dem Namen Johnny Handy. Aha die beiden haben Michelle nichts gesagt und wollte wirklich versuchen diese Nummer anzurufen." O.k. Ihr wisst wo das Telefon ist." Die beiden rannten ans Telefon und wählten die Nummer.
"Johnny? Bist Du das? Hier ist die Saskia. Erinnerst Du Dich an mich? Du hast mir versprochen mich mal zu besuchen und..." Ich nahm ihr den Hörer weg. "Hallo?" "Ja? Hier ist John." "Oh, hier ist Jessy. Sie haben ihr also wirklich ihre Handynummer gegeben." "Ja, sie wollte, dass ich Sie besuche und so bin ich am leichtesten erreichbar." "Aha, na gut. Äh, wenn Sie wollen, können Sie ja mal zum Essen kommen" "Oh, sehr gerne. Am besten übermorgen. Würde Ihnen das passen?" "Ja ist in Ordnung. Bis dann!" Ich erzählte das den beiden Mädels, die gleich ihre Mutter anriefen.
Um 13.00Uhr klingelte es an der Tür. "Wir wollten Dir helfen. Was gibt es zu essen? Wann kommt er denn? Bringt er die anderen auch mit?" Die beiden kamen rein mit ihren Taschen und überhäuften mich mit Fragen. Ich setzte die beiden vor den Fernseher damit hatte ich sie erst mal ruhig gestellt. Nun bereitete ich das Essen vor, während der Vorbereitung hatte ich ein Gefühl, dass alles perfekt sein muss, vor allem für diesen Mann....nachdem die Mädchen sich umgezogen haben ging ich in mein Zimmer und zog meinen dunkelgrünen langen Rock, meine schwarzen Stiefel und mein beiges Oberteil an. Es klingelte! Mein Herz fing auf einmal an zu rasen...und ich lief die Treppe runter... da stand er mit einer Frau. "Hi Jessy, ui, Sie sehen toll aus. Das hier ist meine Schwester Patricia" "Hallo" Ich gab ihr die Hand. Saskia hing gleich bei ihm und zerrte ihn ins Esszimmer. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch eine Weile und die beiden Geschwister luden uns für ein Wochenende nach Spanien ein. Dort hatten Sie sich ein Haus gekauft. Gesagt getan...2 Wochen später trafen wir uns am Flughafen. Aber nicht nur alleine sondern auch mit dem Rest der Familie....
"Sag mal, wo ist eigentlich der Vater der beiden?" fragte mich John auf der Fahrt zu dem Haus und sah mich dabei etwas traurig an "Hmmm, er ist zu Hause." "Oh, aber Du bist mit ihm nicht verheiratet, oder?" "Ach so, nein. Ich glaube da haben wir uns missverstanden. Die beiden sind nicht meine Kinder. Sie gehören meiner Freundin..." "Ach so?" sagte er und grinste mich an. "Hey Brüderchen! Lass mal unseren Gast in Ruhe, nur weil Du jetzt solo bist, musst Du nicht gleich wieder los legen.." meinte James und lachte. Endlich kamen wir an. Das Haus lag direkt am Strand...es war riesengroß und jeder hatte ein eigenes Zimmer....
Ich war dabei auszupacken als es an der Tür klopfte. "Entschuldige wenn ich Dich störe, aber ich wollte am Strand spazieren gehe und ein paar schöne Fotos machen. Und wollte Dich fragen ob Du mitkommen willst..." "Oh o.k. Aber ich ziehe mich noch schnell um und dann komme ich runter".
Ich rannte die Treppe runter übersah aber die letzte Stufe und fiel herunter. "Hey hey mach mal langsam" meinte John , der mich auffing und fest hielt. "Entschuldige äh...ich wollte Dich nicht warten lassen und ..." "Ich würde immer auf Dich warten egal wie lange...können wir los?" "Ja" Wir gingen runter an den Strand. Er machte einige Fotos vom Meer und vom Strand... *klick* Ich sah mich um. Er stand mit dem Fotoapparat vor mir und machte Bilder von mir. "Du siehst richtig toll aus.." "Hey, ich sehe doch schlimm aus, ich bin total unfotogen....John..! " Er lief mir hinter her und machte Foto um Foto. Als der Film zu Ende war setzten wir uns. "Kann ich Dich was fragen?" "Ja, klar." "Sag mal, wie hältst du das aus? Also, diese ganzen hysterischen Fans bei euren Konzerten und so?" "Ach, ich habe nach einer Zeit gelernt dieses Gekreische zu Ignorieren. Ich ziehe mich manchmal in meine Welt zurück wenn ich nicht mehr kann. Nur meine Gitarre und ich. Aber zum Glück haben wir hier das Haus. Wenn ich wirklich nicht mehr kann, dann fahre ich einfach hier her. Noch was?" "Nein." "Du magst die Kinder, oder? Willst Du mal selber welche haben?" "Ja wollen schon, aber....." ich sah betrübt zu Boden. "Was aber?" "Na ja, ich kann leider keine bekommen" mir standen Tränen in den Augen. John nahm mich in den Arm und hielt mich fest. So sassen wir eine Weile als auf einmal Patrick, Angelo, Manu und Saskia kamen.. "Hey, was macht ihr denn da??" fragte Angelo und grinste dabei bis über beide Ohren "Wir wollen schwimmen gehen. Kommt doch mit!". "Aber ich habe keine Schwimmsachen dabei!" maulte ich während John sich schon sein T-Shirt und die Hose auszog um dann mit seinen Boxershorts schwimmen zu gehen. "Warum? Das macht doch nichts" meinte er ging auf mich zu, hob mich hoch um mit mir ins Wasser zu rennen "JOHN!!LASS MICH RUNTER!!" aber er ignorierte mein Geschrei und schmiss mich samt meiner Klamotten ins Wasser. Prustend kam ich wieder hoch und sah wie sich die anderen kaputt lachten. Dann kamen auch sie rein und Patrick schlug vor doch "Reiterkampf" zu machen. John und ich gegen Manu und Patrick. "O.k. ich glaube mir reicht ´s jetzt. Ich geh ins Haus. Kommst Du mit Jessy?" "Ja ich komme."
John gab mir sein trockenes T-Shirt zum drüber ziehen. "Hast Du Hunger?" "Ja schon, warum?" "Na ja, ich kenne in dem Städtchen da hinten ein kleines Restaurant am Meer. Da ist es richtig schön. Wollen wir dahin?" "Hört sich gut an, aber sind dann die anderen nicht beleidigt wenn wir da allein hin fahren?" "Keine Ahnung. Zieh Dich um und dann fahren wir." Gesagt getan 15 Minuten später sassen wir im Auto auf dem Weg in die kleine Stadt. Das Restaurant lag direkt am Strand mit einem schönen Ausblick. Wir setzten uns und geniessten unser Mittagessen. "Wenn Du willst zeige ich Dir noch was." "Au ja. Was denn?" Er nahm mich bei der Hand und führte mich in die Altstadt. Die war richtig schön, kleine Gassen, kleine Geschäfte, eine schöne Promenade am Strand...... "Es ist wunderschön hier! Danke, dass ihr uns mitgenommen habt!" " Die Stadt hier ist zwar schön, aber nicht so schön wie Du..." er sah mir tief in die Augen. "Meinst Du das ernst?" "Ja, ich schwöre bei meiner Familie" Seine Hand, die meine festhielt löste sich langsam und strich langsam nach oben bis zu meinem Gesicht und er zog mich zu sich....wir küssten uns zuerst leicht und vorsichtig. Ich legte langsam meine Arme um ihn und zog ihn näher zu mir. Er sah mich an und dann küßten wir uns inniger und unsere Zungen berührten sich langsam und spielten miteinander aber plötzlich...."HE!!" John kippte kurz nach vorne und als er sich umdrehte sah er Cuba, den Hund von James der an ihm schwanzwedelnd hochsprang. "Woher kommst Du denn?"
Er hielt mich immer noch fest und sah sich um, bis er James, Patricia, Manu, Saskia, Patrick und Angelo entdeckte.

"JAMES! Pfeiff mal Deinen Hund zurück! Der ist ja manchmal genauso nervig wie Du!" Als die 6 auf uns zu kamen sahen wir wie sich sich vor lachen kaum halten konnten. "Mensch, John, sei nicht gleich sauer! War doch nur Spaß. Tut mir leid und ausserdem war das nicht Extra. Wirklich. Aber wie ich sehe scheint es Euch ja ganz gut zu gehen. Ich lade Euch als Entschädigung zum Eis ein. O.k ihr zwei Turteltäubchen?" "Na gut. Was meinst Du? Können wir Ihnen verzeihen?" "Wenn es sein muss?? O.k " Damit machten wir zu acht die kleine Stadt unsicher....Wir verbrachten ein schönes Wochenende was aber leider viel zu schnell zu Ende ging. So schnell wie wir da waren, desto schneller waren wir wieder zu Hause.
John und ich sahen uns sooft es ging.
Einige Monate später:
Es war ein schöner sonniger Tag, wie geschaffen für ein Open Air Konzert. Heute und hier vor einem Jahr habe ich James und John zum ersten Mal gesehen und jetzt war zwar wieder ein Konzert aber diesmal stand ich nicht im Innenraum sondern hinter der Bühne. "Schatz?" "Ja John?" "Heute vor einem Jahr haben wir uns hier kennengelernt. Zuerst habe ich mir gedacht, wie kann eine Mutter nur ihr Kind verlieren und bis zu unserem Wochenende habe ich gedacht, dass Du verheiratet bist und Manu und Saskia Deine Kinder wären. Aber jetzt weiss ich es zum Glück besser...war vielleicht doch gut, dass Saskia abgehauen ist.." "Vielleicht. Aber ich hatte wirklich eine Scheißangst um die Kleine." "Ich weiss, das habe ich Dir angesehen. Sag mal, hast Du uns eigentlich nicht erkannt? Denn als wir auf der Bühne standen hast Du so ungläubig geguckt." "Um ehrlich zu sein, habe ich zwar ab und zu was von Euch in der Zeitung gelesen und von den beiden was über Euch erzählt bekommen, aber so richtig kannte ich Euch eigentlich nicht. Wenn ich was mit der Kelly Family gehört habe vielen meistens nur die Namen Paddy, Angelo und Maite...." "Das war vielleicht ganz gut so." meinte er strahlte mich an und küßte mich. "Hey Romeo, komm wir müssen auf die Bühne!" schrie Patricia und zerrte ihren großen Bruder mit auf die Bühne. Im gehen schrie er noch: "Jessy, ich liebe Dich egal was ist!! Ach ja, willst Du mich heiraten??" Zuerst war ich total verduzt und während ich ihn auf der Bühne beobachtete merkte ich, dass das der Mann ist mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will. Als er an den Congas stand sah er mich an und ich sah ihn nur an und nickte.
