Nun stand ich endlich in meinem Haus. Aber es sah leider noch nicht so gemütlich aus, da die ganzen Kartons noch herumstanden. Ich machte mich also an die Arbeit, zuerst packte ich die Küchensachen aus und räumte sie ein. Danach fing ich mit den Schlafzimmersachen an. Nach einer weile machte sich mein Magen bemerkbar. Also zog ich mir meine Jacke an und machte mich auf den Weg nach etwas Essbaren zu suchen.
"Hallo, sind sie neu hier?" Ein Mann kam auf mich zu und streckte mir die Hand entgegen. "Mein Name ist Michael. Kann ich Ihnen helfen?" "Ich heisse Sarah und bin erst heute hier eingezogen. Wo kann ich denn was zu essen her bekommen? Ich bin schon seit Stunden mit dem einräumen beschäftigt und versuche jetzt irgendwoher was zu essen zu besorgen..." "Hier in der Nähe ist eine gute Pizzeria. Ich wollte mir dort auch gerade eine Pizza holen. Kommen Sie mit. Ich zeige es Ihnen" Wir machten uns auf den Weg. "Wollen wir nicht zusammen essen? Wenn Sie wollen kann ich Ihnen auch etwas beim auspacken helfen" Zuerst war es mir etwas mulmig zumute von einem Mann den ich erst seit einer halben Stunde kenne mir helfen zu lassen aber ich willigte ein.
Wir setzten uns auf die Couch und unterhielten uns, Nach dem Essen half mir Michael mit dem auspacken der Kisten. Er versprach mir am nächsten Tag wieder zu kommen um mir zu helfen die Leitungen zu verlegen und andere Sachen zu machen.......
Am nächsten Morgen stand er vor der Tür. "Morgen, ich habe noch frische Brötchen mitgebracht." Wir frühstückten und danach fingen wir an zu arbeiten.
In den nächsten Tagen waren wir oft zusammen . Wir gingen spazieren, er zeigte mir die Stadt, wir kauften ein und während dieser Wochen merkte ich , dass ich mich in diesen Mann verliebt hatte..
Um mich bei ihm zu bedanken lud ich ihn zum Abendessen ein. Gegen sieben holte er mich ab und wir fuhren zum Chinesen. Es war ein schöner abend, wir unterhielten uns über alles mögliche er sagte mir er sei Produzent für Musikvideos. Nach dem Essen beschlossen wir noch tanzen zu gehen. Dort angekommen setzten wir uns an die Bar um erst noch mal was zu trinken. "HEY JOHNNY!" Eine blonde Frau kam und umarmte Michael von hinten und gab ihm einen Kuss auf die Wange. "Hey Tricia, was machst Du denn hier?" Er umarmte sie. "Ich bin mit Barby und Maite hier. Oh, wer ist denn das?" Sie sah mich fragend an "Das ist meine Nachbarin Sarah und das ist meine Schwester Tricia" "Hi, oh, da sind ja die anderen. Das ist meine Schwester Maite und das Barby. Das hier ist Sarah eine Nachbarin von Johnny. OK Wir lassen euch jetzt wieder alleine . Ciao" Als die drei weg waren sah ich ihn an. "Johnny? Ich denke Du heisst Michael..." "Ähm, ja also mein zweiter Vorname ist Michael...Tut mir leid." "Es tut Dir leid? Du hast mich angelogen, dass ist Dir hoffentlich klar! Und dass Du Geschwister hast, das hast du mir auch nicht gesagt....." "Ich weiss, entschuldige bitte ich wollte einfach, dass Du..." "Ach komm, vergiss es. Ich habe Dich für einen netten Kerl gehalten, den ich vertrauen könnte und.....ach vergiss es." "Und was? Sag schon" "Nein, das ist jetzt egal. Ich möchte gehen" Wir redeten kein Wort mehr miteinander. Ich war froh, dass ich endlich zu Hause war... in den nächsten Tagen stand Michael oft vor der Tür aber ich machte nicht auf, denn ich war viel zu enttäuscht von ihm.
Eines Morgens holte ich meine Post rein, als ich nach nebenan blickte sah ich, dass Michaelīs Auto weg war, vielleicht war er ja nur einkaufen. Während ich meine Post durchsuchte fand ich einen Umschlag als Absender stand Michael drauf.
Hi Sarah,
es tut mir leid, was an dem Abend passiert ist. Da du mir ja leider nicht zu gehört hast, versuche ich es Dir so zu erklären, zumindest einen Teil. Also, mein richtiger Name ist John, ich habe 11 weitere Geschwister, von denen 2 in Amerika leben. Ich bin nicht nur Produzent für Musikviedeos, sondern auch Kameramann, aber hauptsächlich Musiker zusammen mit meinen Geschwistern. Ja, ich gehöre zur Kelly Family. Du fragst Dich bestimmt, warum ich Dir das auch nicht gesagt habe. Das werde ich Dir jetzt erklären:
Wenn Du im Musikbusiness arbeitest, hast Du kaum Zeit für eine Beziehung und wenn Du jemand kennenlernst weißt Du nicht, ob diese Person Dich liebt, dein Geld oder deinen Ruhm. Als ich Dich sah, merkte ich dass Du mich nicht erkannt hattest, also wollte ich, dass Du die Person John Michael Kelly kennenlernst und nicht den Musiker Johnny Kelly von der Kelly Family. Ich habe unsere gemeinsame Zeit sehr genossen und vermisse sie......Bitte gib mir noch eine Chance.....
Ich komme leider erst in einigen Wochen wieder. Wir haben ein paar Konzerte und müssen uns ein Studio suchen, da wir eine neue Platte aufnehmen wollen. Ich habe Dir die Konzerttermine aufgeschrieben und lasse bei jedem Konzert am Eingang einen VIP Ausweis für Dich liegen. Ich würde mich freuen, wenn Du kommen würdest. Meine Handynummer steht auch drauf.
Bis dann
Dein Michael
Nachdem ich diesen Brief gelesen hatte, war ich total verblüfft. In den nächsten Tagen konnte ich den Brief nicht vergessen. Als ich abends vor dem Fernseher sass schaltete ich ein wenig herum und sah einen Auftritt der Kelly Family. Ich sah Michael. Er strahlte in die Kamera, aber seine Augen drückten Traurigkeit aus. Ich wünschte mir bei ihm sein zu können und ihn in den Arm zu nehmen...plötzlich stand ich auf, ging zu meinem Schrank packte mir ein paar Sachen ein und suchte meine Jeans. Sie lag bei der Bügelwäsche. Dort fand ich auch noch ein Hemd von Michael. Es war eines seiner Lieblingshemden. Er brachte es eines Tages zu mir mit den Worten: "Ich traue mich nicht, das zu bügeln. Das hat bis jetzt immer meine Schwester gemacht, und ich will nicht, dass es kaputt geht" Und da lag es. Ich zog es kurzer Hand an, nahm meine Tasche, mein Handy schmiss die Sachen in meinen Golf und fuhr los.
Nachts kam ich in München im Hyatt Hotel an. Ich legte mich aufs Bett und schlief ein. Am nächsten Morgen ging ich nach dem Frühstück zum Pool. Ich legt mich auf eine freie Liege. Als ich so vor mich hin döste, hörte ich eine sehr bekannte Stimme und sah mich um. Am Rand sass Michael. Langsam ging ich auf ihn zu er drehte langsam seinen Kopf und sah mich..."Michael!" "Sarah!" Er stand auf und lief auf mich zu. Wir hielten voreinander und sahen uns tief in die Augen. "Du bist da! Gibst Du mir eine zweite Chance?" "Ja, das werde ich aber nur wenn Du mich nicht mehr anlügst und wenn du mir alles erzählst" "Das werde ich, versprochen" Wir küssten uns.......und vergassen dabei alles um uns herum. "HEY JOHN!!!!" Michael drehte sich zum Becken um. "Was?" "Und da sagen die anderen Du bist schüchtern, wenn Du gleich eine Frau die wir nicht kennen küsst" "Mensch Joey, wenn Du sie nicht kennt, heisst es nicht, dass Johnny sie auch nicht kennt. Ausserdem kenne ich sie" Patricia stand hinter uns. "Hi Sarah. Wenn Du magst, dann lasse ich mir was einfallen, dass Du nicht mit zum Soundcheck musst" meinte Patricia und sah ihren grossen Bruder an. "Danke Schwester. Sarah, Ich glaube, wir müssen noch mal reden." 15 Minuten später trafen wir uns in der Lobby und fuhren mit der S-Bahn in der Stadt. Michael und ich setzten uns in ein Café um über alles zu reden. "Mist! Wir müssen los. " "Was ist denn los?" "Na ja, in 45 Minuten fängt das Konzert an und ich muss mich noch unziehen ...." Wir nahmen ein Taxi um zum Hotel zu kommen. John zog sich um und wir machten uns auf den Weg zum Olympia Stadion. Dort angekommen rannten wir rein. "Da bist du ja!" Barby sah ihre großen Bruder an. "Na los, komm!" Sie nahm ihn bei der Hand und zog ihn mit sich auf die Bühne.
Nach der Show stellte mich Michael seinen Geschwistern vor. Wir setzten uns dann noch in die Hotelbar. "Also ich bin müde und werde in mein Zimmer gehen. Gute Nacht!" "Warte, ich geh auch ins Bett!" "Aber hoffentlich in Deines, denk dran, Tricia ist mit Dir in einem Zimmer!" "James halt die Klappe!" Patricia gab ihren Bruder eine Klaps.
"Magst Du noch mit rein kommen?" "Gerne" Wir setzten uns aufs Bett und redeten eine Weile. Dann machten wir den Fernseher an und kuschelten.
Am nächsten Morgen wachte ich durch ein Klopfen an der Tür in Michaelīs Armen auf. "Morgen, sag mal ist Johnny bei Dir?" "Morgen Tricia, ja er ist hier. Warte ich wecke ihn". "Wo bleibst Du denn? Wir warten auf Dich." Nachdem Michael seine Sachen gepackt hatte fragte er mich ob ich auch mitkomme. "Hör zu Michael, ich kann nicht mit euch herumreisen, dass weißt Du auch. Ich habe meinen Job zu dem ich wieder muss. Aber wir sehen uns ja bald wieder. O.k? Bitte sein nicht böse" "Nein ich bin nicht böse. Ich verstehe es. Aber ich werde dich vermissen. " "Ich Dich auch" Wir gingen gemeinsam herunter und verabschiedeten uns. Wir hatten immer wieder Kontakt, entweder durchs Telefon, oder E-mail und wenn es die Zeit erlaubte, chatteten wir auch mal miteinander.
Ein Monat später klingelte es an meiner Tür. Als ich aufmachte sah ich Michael.. Er strahlte mich mit seinen blauen Augen an, nahm mich in den Arm und küsste mich. "Endlich bin ich wieder bei Dir. Ich habe dich ja so vermisst. Ich lassse Dich nie wieder so lange allein und bin immer für Dich da. VERSPROCHEN!"
4 Wochen später stand James und Patricia vor der Tür. "Hi, ist John da?" "Hi, ja er ist im Wohnzimmer. Kommt mit" "Hey Johnny!" "na ihr zwei, alles klar? Was gibtīs?" "Also, wir hatten doch bei "Wetten dass...?" Bon Jovi kennengelernt. Und Jon hat uns angerufen, ob wir nicht lust hätten mit Ihnen ein paar Benefizkonzerte zu geben. Der Erlös, kommt dann einer Krebshilfe und einer Aidshilfe zugute." "Hört sich gut an und weiter?" " Wir dachten, dass es nur 1 oder 2 Konzerte geben wird, aber jetzt sind wir bei 6. Drei in Deutschland und drei in Amerika. Und bis wir dann mit 14 Leuten das alles geprobt haben dauert es auch noch mal eine Weile. Wenn Du einverstanden bist, dann fahren wir am 22. Nach Stuttgart um mit Jon, Richie, Tico, David und Hugh das zu besprechen und eine Woche später fliegen wir nach Amerika." "Das ist ja alles gut und schön, aber wie lange dauert das ganze?" "Hmmm schon einige Monate. Wir müssen uns vorbereiten, Bon Jovi Songs spielen und singen können, neue Songs schreiben und üben, Bon Jovi unsere beibringen das dauert schon mal 3 bis 4 Wochen und dann die Konzerte.........Einige Monate bestimmt. Warum?" "Weil ich eigentlich Sarah nicht mehr so viel allein lassen wollte....." Er sah seine Geschwister nachdenklich an. "Michael?" Ich legte ihm meine Hand auf die Schulter, als er mich ansah "Ja?" "Hör zu, es ist doch für einen guten Zweck. Du hast mir mal erzählt, wie schön es wäre einmal mit Richie Sambora auf der Bühne zu stehen. Und jetzt hast Du die Chance dazu. Nutze sie. Ich komme hier schon klar. Und ich habe noch ein paar Wochen Urlaub, da könnte ich Dich ja besuchen......" "Meinst Du wirklich?" "Ja" "Jim? Ich komme morgen zu Dir und sage Dir Bescheid, ob ich mitkomme oder nicht" "Gut mach das. Aber glaube mir, es wird bestimmt cool!!" Dann verabschiedeten sich die beiden. Michael überlegte die ganze Nacht und nachdem ich ihm gut zuredete entschloss er sich mitzugehen.
Nachmittags fuhr er zu James um ihn seine Entscheidung mitzuteilen. "Hi Jim!" "Na großer Bruder. Komm rein." "Ich hab mich entschieden." "Und? " "Ich mache mit. Unter einer Bedingung.." "Und die wäre?" "Dass ich ab und zu mal zu Sarah kann und dass sie zu mitkommt wenn wir hier in Deutschland die Konzerte geben" "Ich denke das läßt sich machen."
Am 22. fuhren wir nach Stuttgart zum Bon Jovi Konzert. Kurz vorher hatte James mit Jon telefoniert, der ihm sagte, dass sie sich im Stadium treffen. Wir kamen Mittags gegen 12 Uhr an. Da die Kellys den Weg kannten gingen wir direkt zur Bühne. "Hey Guys" Jon kam auf uns zu. Kurz danach kamen auch die anderen Mitglieder Tico, Richie, Hugh und David. Sie besprochen noch einiges und dann fuhren wir ins Hotel, denn am Abend sahen wir uns das Konzert an. 3 Tage später mussten wir uns verabschieden. Michael sah mir tief in die Augen:" Wir sehen uns bald wieder. Ich melde mich wenn ich da bin. " "O.k. viel spass. Ich werde dich vermissen." "Ich Dich auch. Die anderen warten schon. Bis dann." Er gab mir einen Kuss. "Ich liebe Dich" . Und nun war ich alleine, aber ich werde ihn ja in einigen Wochen (um genau zu sein 6) beim 1. Konzert in Miami sehen.
Ich sitze jetzt im Flugzeug nach Miami und hoffte ich werde es überleben. Denn seit 4 Wochen geht es mir total schlecht, immer öfter renne ich aufs Klo. In Miami angekommen führte mich mein erster Weg zum Klo (wahrscheinlich wegen der Hitze). Nachdem ich meine Koffer gefunden hatte lief ich nach draussen, wo mich Michael und Patricia empfingen. "Sarah!" Michael sah umwerfend aus, er war richtig braun und das brachte seine blauen Augen und seine blonden Haare noch mehr zur Geltung. Endlich lag ich in seinen Armen. Wir machten uns auf den Weg ins Hotel. Ich war froh, endlich im Zimmer zu liegen. "Ich find es schön, dass Du da bist. Aber leider muss ich noch mal kurz weg. Magst Du mitkommen?" "Nein, ich warte hier." Als Michael weg war, kam Patricia zu mir. "Ist alles in Ordnung mit Dir?" "Ja, alles o.k Nur mein Kreislauf spielt im Moment ein wenig verrückt...." "Ach ja? Wieso was ist denn los?" "Ach ich muss in letzter Zeit öfter auf die Toilette und....." "Wie lange hast Du das schon?" "Seit ungefähr 4 Wochen. Warum?" "Ich glaube, es ist nicht Dein Kreislauf." "Woher willst Du das wissen?" "Na ja um ehrlich zu sein, ging es mir auch so. Als ich im 2. Monat war...." sie grinste mich an. "Ich weiss nicht....meinst Du?" "Warte mal, hier unten in der Hotelhalle ist ein Drugstore. Ich werde Dir einen Test holen" 10 Minuten später war sie wieder da und 15 Minuten später hatte ich das Ergebnis: positiv. Michael kam ins Zimmer. "Na ihr zwei. Alles klar?" Seine Schwester zwinkerte mir zu und meinte nur "Ich muss noch was erledigen" "Was ist denn mit ihr los?" "Ich muss Dir was sagen. Setzt Dich am besten hin." "Warum? Du willst doch nicht etwas Schluss machen, oder?" "Nein, natürlich nicht. Also, du wirst Daddy" "Wie bitte??" Er sah mich zuerst verständnislos an und dann strahlte er übers ganze Gesicht. Es klopfte an der Tür. "Na los, ihr drei. Wir wollen essen, denn in 2 Stunden fängt das Konzert an." "Jim, woher weißt Du das?" "Tricia hat es mir erzählt!" meinte James und grinste. Kaum waren wir unten am Tisch verkündete der werdende Papa die Neuigkeit. Eine Stunde vor Konzertbeginn wurden wir vom Bus abgeholt. Jon, Tico, Richie, Hugh und David beglückwünschten Michael. Während der Fahrt tuschelte er mit Jon. Um 21.00Uhr kamen stürmte die "ungleiche" Truppe auf die Bühne, sie spielten neue und alte Lieder von den Kellys und von Bon Jovi.
Am Ende ging Jon und Michael an den Bühnenrand. "Now weīre playing a Song from us with small differents.John...." er sah ihn an "Thanks. Today itīs a great day. Today itīs our first Time here in Miami, today my girlfriend is here with me and today, she told me, that I became Father. " bei den letzten zwei Worten fingen die Menschen an zu jubeln "With this Song Iīll show you, that Iīll be there for you.........always!" Richie Sambora holte mich auf die Bühne. Und Michael fing an zu singen:
Iīll be there for you
These five words I swear to you
When you breeth I wanna be the air for you
Iīll be there for
I live and I die for you
Words can't say what love can do
I'll be there for you...........
