Thanking blesses Mary
(A story about Paddy Kelly)
by Jutta Jutta.Scheidecker@gmx.de
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Lautes Geschrei ertönte, als er nach vorne ging. Sie schrieen seinen Namen. Er lächelte, aber seine Augen waren traurig. Er fühlte sich so leer. Seit Barby die Tour nicht mehr mitmachte, fühlte er sich so einsam. Sein Blick fiel auf die Congas. Da hatte Barby immer gestanden, jetzt spielten Maite und Jimmy Barbys Lieblingsinstrument. Paddy sah wieder nach vorne. Tausende Mädchen konnte er sehen, aber waren sie wirklich wegen seiner Musik hier? Ganz vorne drängten sich die Fans, sie machten dauernd Fotos von ihm, die sie dann verkauften. Er war sich sicher, dass nicht mal die Hälfte der Fans wegen ihrer Musik hier waren. Sie waren nur wegen ihm und seinen Geschwistern hergekommen und das machte ihn traurig. Liebe Kellys! Gerührt faltete Paddy den Brief zusammen. Also gab es doch noch Menschen, die ihre Musik liebten. Er beschloss, Barby anzurufen und ihr den Brief vorzulesen. Auch Barby war gerührt, weinte sogar ein bisschen. Als Paddy sie zaghaft fragte, wann sie wieder kommen würde, sagte sie, sie wisse es noch nicht. Einige Wochen später ging Paddy durch Köln. Er war auf dem Weg ins Studio. Natürlich waren immer seine beiden Bodyguards dabei. Es nervte ihn, dass er nicht mehr alleine auf die Straße konnte, er fühlte sich von den beiden "Gorillas" so beobachtet. Zwei Mädchen hatten ihn erkannt, freundlich begrüßten sie ihn und fragten, ob er ihnen ein Autogramm geben würde. Das wollte Paddy gerne, es ist selten, dass die Fans so freundlich fragten. Aber einer der Bodyguards verscheuchte die beiden mit den Worten: "Er hat keine Zeit! Verschwindet!" Dann zog er Paddy weiter, der den beiden Mädchen traurig nachsah. Paddy versank wieder in Gedanken. Warum konnte alles nicht so werden wie es früher war? Gitarrenspiel holte ihn wieder in die Realität zurück. Ein junger Mann stand in der Fußgängerzone und spielte Gitarre, eine junge Frau stand neben ihm und sang. Sie hatte, wie Paddy feststellte, eine wunderschöne Stimme. Er sah ein kleines Mädchen, es tanzte zu den Liedern auf der Straße. Paddy lächelte. Er wollte stehen bleiben und zuhören, aber seine Bodyguards zogen ihn weiter. "Komm Paddy, wir sind schon spät dran!" Traurig schlurfte Paddy zwischen den Secs die Straße entlang. Das einzige, was er sich wünschte, war seine Freiheit. Zwei Wochen später lag Paddy wieder in einem dieser öden Hotelzimmer. Er fühlte sich gefangen. Vor dem Gebäude hörte er die Fans kreischen, sie würden erst gehen, wenn es dunkel wird. Paddy hatte einen freien Tag, deswegen musste er auch heute Abend nicht auftreten. Er versuchte zu schlafen, aber es gelang ihm nicht so richtig, immer wieder schreckte er hoch. Liebe Geschwister! Bestürzt sahen sich die Geschwister an. Wie sollte es ohne Paddy weitergehen? Es war schon schlimm, dass Barby und John eine Pause machten, aber ohne Paddy? Ratlos sahen sie sich an, obwohl jeder einzelne wusste, dass es für Paddy das beste war. In einem fernen Land, weit weg von der Betroffenheit von Jimmy, Joey, Patricia, Maite und Angelo, stand ein junger Mann mit einem Rucksack und einer geschulterten Gitarre vor einer kleinen Kirche. Eigentlich wollte er nicht hineingehen, aber irgendwas zog ihn an. In der Kirche war niemand. Plötzlich nahm er seine blaue Gitarre und spielte eine Melodie, es kam ihm vor, als würde die Heilige Maria zu ihm sprechen. Er begann zu singen, seine wunderschöne Stimme erfüllte die kleine Kirche. In diesem Moment war er einfach nur dankbar, er dankte der Heiligen Maria, dass sie ihm den Mut gab, hierher zu kommen und alles hinter sich zu lassen. Als er geendet hatte, hörte er eine leise, sanfte Stimme hinter sich: "Ein wunderschönes Lied!" Ruckartig drehte er sich um. Er sah eine zierliche Gestalt, blaue Augen und goldenes Haar. Langsam stand er auf und ging auf sie zu. Als er vor ihr stand, strahlten seine Augen und auch ihre leuchteten. Dann umarmten sie sich fest und weinten. "Ich bleibe hier, bei dir", sagte er leise. "Danke", antwortete sie leise. Dann dankten sie beide der Heiligen Maria. "Ich bin so froh, dich wiederzusehen", sagte sie leise. "Ich auch", antwortete er. Glücklich verließen Barby und Paddy die kleine Kirche, irgendwo in Irland... © Jutta (Danke schön!) |
Last update: 12/02/2002
(Online since: 12/02/2002)