Over the hump

by Bastet   silvia@marcotec.de

 

Tja was soll ich groß zu dieser Geschichte sagen? Megan ist wie immer frei erfunden, aber die meisten Begebenheiten die in der Geschichte beschrieben werden, sind wirklich passiert (was natürlich nicht heißt, dass ich diese Tatsachen nicht manchmal so hingedreht habe, wie ich es gebraucht haben).
Obwohl sie ja mittlerweile ihre Liebe zu Jimmy entdeckt hat, möchte ich diese Geschichte Julia widmen, ich hoffe wir haben noch viel Spaß auf diversen Kelly Konzerten!
Ich hoffe ihr habt viel Spaß beim lesen! und über Meinungen, Kritik, Anregungen, Geldspenden würde ich mich wie immer freuen J
Silvl

"Megan ein Brief aus Deutschland für dich" Megan nimmt das Kuvert in die Hand und ließt den Absender. "Er ist von Kira!" ihre Mutter nickt "wie geht es ihr?" "ich weiß es nicht, ich habe ihn ja noch nicht gelesen" Ihre Mutter lächelt "nun ja dann mach das mal, ich treffe mich mit Caroline wir wollen etwas in die Stadt shoppen, Maite hat übrigens vorhin als du unter der Dusche warst angerufen!" "was hat sie gesagt" "sie hat gesagt, dass sie vorbeikommen wollte" Megan nickt "danke, grüß Caroline von mir" "mach ich"
Nachdem ihre Mutter aus dem Haus gegangen ist, reißt Megan den Brief auf, sie hatte ein schlechtes Gewissen, eigentlich wäre sie mit schreiben dran gewesen, aber in letzter Zeit war es einfach zu hektisch, sie hatte gerade Prüfungen und kam einfach nicht dazu. Sie ließt die ersten Zeilen und ein Lächeln macht sich auf ihrem Gesicht breit, Kira war schwanger. Seid sie Angelo und Kira kannte war sie der Meinung, dass die beiden füreinander bestimmt waren und sie konnte sich vorstellen, dass dieses Kind für die beiden die Erfüllung ihrer Träume bedeutete. Als sie dann weiterließt verdunkelt sich ihr Gesicht, Kira hatte sie eingeladen sie in Deutschland zu besuchen. Als Patricia geheiratet hatte, hatte sie die Masern und konnte nicht weg, sie war zwar ziemlich traurig darüber, aber irgendwie doch froh. Jetzt würde sie sich nicht davor drücken können. Dabei hatte sie doch solche Angst, wahnsinnige Angst vor ihrer Vergangenheit. Sie geht in ihr Zimmer und wühlt im hintersten Eck ihres Schrankes, dann endlich findet sie die Schachtel. Sie dreht sie ein paar mal in den Händen, sie hatte fast schon Angst sie zu öffnen, zu viele Erinnerungen und Gefühle waren darin. Sie stellt die unscheinbare Schuhschachtel mit der Aufschrift "my first and only love" auf den Tisch und schaut dann den Brief der daneben liegt an und seufzt. Sie hebt dann aber doch langsam den Deckel, ganz oben liegt ein Video. Fast bedächtig schiebt sie ihn in ihren Recorder und schaltet den Fernseher an. Das Bild beginnt zu Flimmern, verdammt warum tat es nach der langen Zeit immer noch so weh immer noch weh. Sie schließt die Augen und denkt zurück.

Frustriert wirft sich Megan wieder in ihren Sitz noch eine halbe Stunde, dann würden sie endlich landen. Dieser Sommer hätte so schön werden können, hätte sie sich nur nicht mit den Drogen erwischen lassen. Als eine Art Strafaktion, zumindest empfand sie es so, damit sie von laut ihren Eltern asozialen neuen Freunden getrennt war, wurde sie zu den Geschwistern einer Freundin ihrer Mutter nach Deutschland geschickt. Caroline war in Ordnung nur ihre Geschwister kannte sie kaum, sie waren mal alle da, aber das einzige an das sie sich erinnerte waren die drei jüngsten Geschwister, die sie mitsamt ihren Klamotten in den Swimmingpool ihrer Eltern geworfen hatten, weil sie sie hochnäsig fanden, aber das war auch mindestens 5 Jahre her. Wie waren noch mal ihre Namen? Sie kramt in ihrem Rucksack nach dem Zettel mit den Namen, findet ihn aber nicht. Es war ja auch egal sie hatte nicht vor mit denen auch nur ein Wort zu viel zu reden. Wieso musste sie ausgerechnet zu denen, ihr läuft ein Schauer über den Rücken, sie lebten zu 9t auf einem Hausboot, sie war ein Einzelkind und stellte es sich schrecklich vor mit so vielen Menschen auf einem Fleck zu leben. Seid sie in Boston in das Flugzeug gestiegen war hatte sich ihre Wut gesteigert, warum ausgerechnet Deutschland, sie konnte ja nicht einmal die Sprache, das würden die wohl langweiligsten Ferien ihres Lebens werden.
Als der Flieger zur Landung ansetzt wird ihr wie immer schlecht und die Stewardess schaut sie besorgt an. Immer noch leicht grün steht sie am Terminal und sieht sich um, verdammt sie hätte doch hier abgeholt werden sollen. Das fing ja schon mal gut an, mittlerweile war sie allein. Auf einmal kommt ein heftig winkender Typ mit 2 Zöpfen auf sie zu "hallo bist du Megan?" sie schaut ihn an, bis auf ihren Namen hatte kein Wort verstanden "oh sorry" er wiederholt es auf Englisch und sie nickt mechanisch "hi ich bin Jimmy ich bin zu spät losgekommen und dann der Verkehr und dann hab ich deinen Flug nicht gleich gefunden" wild gestikulierend redet er auf sie ein, schnappt sich eine Tasche und rennt Richtung Ausgang, ihr bleibt nichts anderes übrig als ihm zu folgen. Die ganze Fahrt redet er auf sie ein, als er ihr sagt, dass sie sich eine Kajüte mit seiner Schwester Patricia teilen wird, seufzt Megan innerlich, nicht einmal ein eigenes Zimmer würde sie haben, hoffentlich war diese Patricia nicht diese Göre die sie noch in Erinnerung hatte. Als sie am Rhein ankommen fährt Jimmy durch eine Mauer, die von ein paar Mädchen belagert wird, sie schaut Jimmy an "was machen die denn da?" er schaut zur Seite, "ach das sind nur Fans" Jetzt fällt es Megan wieder ein, ihre Mutter hatte ihr erzählt, dass diese Familie in Europa berühmt war. Ihr war das aber im Prinzip egal, ob berühmt oder nicht ihr grauste jetzt schon vor den nächsten Wochen.
Jimmy reißt die Türe auf "wir sind da!" Jetzt umringten sie alle Geschwister, aus einer Ecke kam ein Hund und bellte und Megan hätte sich am liebsten die Ohren zugehalten "jetzt lasst sie doch erst mal reinkommen" eine dunkle Stimme rettet sie vor dem Nervenzusammenbruch "Willkommen bei den Kellys" Das musste Dan das Familienoberhaupt sein, Caroline hatte gesagt, dass er zwar herzensgut war, aber wenn etwas nicht nach seinem Willen ging konnte er sehr eigen sein und als sie ihn da so stehen sah konnte sie sich vorstellen, das man sich mit ihm besser nicht anlegte. Er befördert sie in eine Art Wohnzimmer, wo sie jedem vorgestellt wird. "Das sind meine Kinder, John, er ist unser Träumer" der schaut verschämt auf den Boden und schüttelt dann den Kopf, "das ist Patricia, mit ihr wirst du das Zimmer teilen" sie lächelt Megan an und die zwingt sich zurückzulächeln, sie war bestimmt 5 Jahre älter als sie und war sicher furchtbar langweilig. Dan redet derweil weiter "Jimmy kennst du ja schon, das ist Joey unser Ironman, der hebt nur cool die Hand, daneben Barby unsere Ballerina, Maite der Küchenchef und Angelo, er hat sich eingebildet der Weltbeste Schlagzeuger zu werden, Paddy und Kathy, die mit ihrem Mann und ihrem Sohn auf einem kleinen Beiboot wohnt, kommen etwas später, sie müssen noch etwas wegen der neuen Platte erledigen, aber du wirst sie schon noch kennen lernen. Das war zum verzweifeln, wie nett die alle zu ihr waren dabei wollte sie sie doch hassen, sie ruft sich wieder ins Gedächtnis zurück warum sie hier war "wir möchten, dass du dich hier wie zu Hause fühlst, dazu gehört aber auch, dass du dich an den täglich anfallenden Arbeiten beteiligst, Maite wird dir alles weitere erklären". Megan zieht die Augenbrauen hoch, zu Hause musste sie sich nie bei irgendetwas beteiligen, das konnte ja heiter werden, als Putze würde sie sich ganz bestimmt nicht missbrauchen lassen. Bevor sie aber noch weiter darüber nachdenken kann packt sie Maite und zerrt sie in die Küche "schau Meg da ist ein Brett, da ist eingeteilt wer wann was machen muss, da wir uns alles teilen ist es im Prinzip nicht sehr viel" Megan schaut zu erst die Tafel und dann Maite an, die munter weiterplappert "hier ich hab schon ein Kärtchen für dich gebastelt" sie wedelt mit einem Stück Pappe auf dem ihr Namen steht vor ihrer Nase herum "ich bin begeistert und nenn mich nicht Meg, ich heiße Megan" es gab nur einen Menschen, der sie Meg genannt hatte, aber daran wollte sie jetzt nicht denken. Maite zuckt zusammen "entschuldige" "du entschuldigst mich, ich möchte auspacken" sie lässt die verblüffte Maite einfach stehen und geht zu Patricia "könntest du mir bitte das Zimmer zeigen" Patricia nickt sie führt sie in eine Kajüte und zeigt auf das Stockbett "wo möchtest du schlafen" Gott, Megan verdreht die Augen, war das ein Kindergarten "das ist mir egal" "wenn es dir nichts ausmacht kannst du dann oben schlafen?" Wieso fragte sie dann überhaupt "hier die Hälfte vom Schrank gehört dir, neben uns wohnen Angelo und Paddy und auf der anderen Seite Maite und Barby". Während Megan feststellt, dass das Zimmer vollgestopft mit Büchern war, erklärt ihr Patricia noch wo die anderen Geschwister ihre Zimmer hatten, aber es waren einfach zu viele Namen und Gesichter auf einmal. "Na gut ich lass dich dann mal allein, du bist sicher müde" Patricia nickt ihr zu und geht. Megan lässt sich erst mal auf das Bett fallen und starrt die Decke an, wäre sie doch nur in Boston, bei Jack. Nein daran wollte sie jetzt auch nicht denken, dass was ihr Freund das letzte mal als sie sich gesehen hatten mit ihr gemacht hatte war ihr irgendwie unheimlich gewesen, aber das war jetzt weit weg, jetzt hieß es erst einmal die nächsten 6 Wochen zu überstehen.
Es war dann noch viel schlimmer als sie es sich vorgestellt hatte, sie war den ganzen Abend keine 5 Minuten allein gewesen, ständig hatte irgendjemand auf sie eingeredet und jetzt lag sie im Bett und spürte wie es sich bewegte, die anderen hatten zwar behauptet, dass man den Wellengang in einem Boot dieser Größe nicht spürte, aber sie tat es trotzdem vielleicht lag es auch dass sie immer noch von der Zeitverschiebung ganz fertig war. Gott sei dank hatte ihre Armbanduhr eine Beleuchtung, als sie auf sie blickt stellt sie fest, dass sie schon seid 2 Stunden wach liegt zu Hause wer es jetzt gerade mal Abend. Sie seufzt und steht vorsichtig auf um am Deck zu gehen. Sie setzt sich an die Reling und blickt auf das Wasser, am liebsten hätte sie sich hineingestürzt, sie war immer noch wütend, dass ihre Eltern sie einfach von ihren Freunden getrennt hatte, dabei war es wirklich nur das eine mal, dass sie etwas genommen hatten, sie wollte es halt ausprobieren, war das so ein Fehler? Sie würde sich am liebsten selbst Ohrfeigen hätte sie es nur nicht in ihr Tagebuch geschrieben, weder das mit dem Heroin noch das mit Jack sie hätte wissen müssen, dass ihre Mutter es über kurz oder lang ließt und dann hatte sie auch noch die Tabletten, die sie für ihn aufbewahrt hatte gefunden. Sie wurde wieder wütend, was ging ihre Mutter ihr Leben an, sonst interessierte sie sich doch auch nicht für sie, so lange ihre Noten gut waren. Sie greift an den Anhänger der an ihrer Kette hängt, ihre beste Freundin hatte ihn ihr einmal geschenkt und seid dem hatte sie ihn nie wieder abgenommen, wäre wenigstens sie hier, aber das war Vergangenheit. Sie seufzt und auf einmal tritt jemand hinter sie "na kannst du nicht schlafen? du musst Megan sein?!" Megan zuckt zusammen und dreht sich um "hi ich bin Paddy" er grinst sie an "Hallo" Er lehnt sich neben sie an die Reling "bist du jetzt erst nach Hause gekommen?" er schaut sie an und nickt. Megan wäre jetzt lieber alleine gewesen, aber den Mut ihn wegzuschicken hatte sie doch nicht. Sie mustert ihn, er war vielleicht 1, 2 Jahre älter als sie, hatte sehr weibliche Züge, was die langen Haare noch unterstrichen, aber er sah nicht schlecht aus. "die Besprechung hat heute ziemlich lange gedauert" Eigentlich hatte sie nur aus Höflichkeit gefragt und wollte es gar nicht wissen. "na wie gefällt es dir hier?" sie überlegt, sollte sie ihm sagen wie sehr es sie ankotzte, aber zum Schluss würde er ihr auch noch eine Moralpredigt halten, also zuckt sie nur mit den Schultern "ich bin ja erst einen Tag hier" er lächelt und Megan hätte ihm am liebsten eine in das Gesicht geschlagen, wieso musste hier sie jeder anlächeln? Konnte er sie nicht einfach in Ruhe lassen. Aber statt dessen setzt er sich auch noch neben sie, Gott war der nervig, er schaut zu erst ins Wasser und dann auf sie "und sonst?" "was und sonst?" "na was machst du eigentlich hier oben um diese Zeit?" was wollte er eigentlich von ihr, sie wollte ihre Ruhe, sonst nichts, verstand er das nicht. Aber sie beschließt nichts zu sagen, da sie sonst nur ausfallend geworden wäre "kannst du nicht schlafen" sie schüttelt den Kopf "am Anfang ging es mir auch so, als wir auf dem Schiff gewohnt haben, aber man gewöhnt sich daran" sie schaut ihn an "was willst du eigentlich?" er schaut sie irritiert an und sie erschrickt selber, ihr Tonfall war gereizter als sie beabsichtigt hatte "wie meinst du das?" "ich will meine Ruhe kapierst du das nicht?" "Entschuldigung ich wollte nur nett sein" "das kannst du dir sparen, überhaupt könnt ihr euch euer freundliches Getue schenken, ich bin nicht freiwillig hier" er schaut sie seltsam an "warum hast du dann Drogen genommen und dich so benommen, dass dich deine Eltern von deinen angeblichen Freunden trennen mussten?" sie sah ihn an, hatte der etwa nen Knall "das geht dich überhaupt nichts an, kümmer dich um dein eigenes Leben" sie steht auf und schaut ihn böse an "ich werde hier meine Zeit absitzen und dann seid ihr mich wieder los, also lass mich mit deinem Geschwätz in Ruhe" "auf deine Anwesenheit kann ich genauso gut verzichten" er steht auf und geht nach unten, wütend folgt sie ihm, am liebsten würde sie die Türe hinter sich zuschlagen, aber nicht einmal dass konnte sie. So leise wie es ihr in ihrer Wut möglich ist, geht sie in das Zimmer und klettert in ihr Bett. Patricia schlief Gott sei Dank tief und fest, wenn sie ihr jetzt auch noch erklären müsste wo sie war, würde sie wahrscheinlich durchdrehen.
Nach ein paar Tagen hatte sie sich mit ihrem Schicksal abgefunden, sie machte wortlos ihre Hausarbeit, erschien wortlos zu den Mahlzeiten und verschwand den Rest der Zeit wortlos in ihrem und Patricias Zimmer, die war dem Himmel sei Dank so beschäftigt, dass sie die meiste Zeit allein war. Mittlerweile hatte sie die Geschwister in solche die sie nur hasste und in solche die sie absolut hasste eingeteilt. Kathy war da noch die beste, die war meistens bei ihrem Mann und ihrem Kind und Seany fand sie richtig süß, der konnte wenigstens noch nicht so richtig reden und das meiste war sowieso Französisch das sie nicht verstand. John hatte ihn ihren Augen den absoluten Knall, sie konnte zwar nicht genau spezifizieren warum, aber wenigstens hielt er ihr keine Vorträge. Joey war ihr absoluter Liebling, denn er beachtete sie kaum, da er eine neue Flamme hatte und außerdem ständig irgendwas an dem Boot, den Bussen oder sonst irgendwas zu basteln hatte. Patricia war auch noch ganz in Ordnung, sie respektierte ihre Privatsphäre und hatte nur einmal versucht ein Gespräch mit ihr anzufangen und als sie merkte, dass man an Megan nicht rankam es wieder aufgegeben und sie seid dem in Ruhe gelassen. Jimmy machte sie noch einmal wahnsinnig, er fand ständig etwas neues um sie zu erschrecken oder zu nerven was ihm einen Heidenspaß bereitete, außerdem nannte er sie ständig Nervensäge, manchmal würde sie ihn am liebsten erwürgen. Barby hatte einmal versucht sie zum tanzen zu animieren und als Megan ihr den Vogel gezeigt und sie für verrückt erklärt hatte, war die beleidigt und redete kein Wort mehr mit ihr was sie aber nicht weiter störte. Nur Maite mit ihrer ständig guten Laune würde sie über kurz oder lang wohl noch einmal verrückt machen. Anscheinend war sie auch noch der Meinung, weil sie fast gleich alt waren mussten sie Freunde werden. Eine Meinung die sie überhaupt nicht teilte. Der schlimmste aber war Angelo, er trommelte schon in aller früh mit irgendetwas auf irgendetwas herum, am liebsten hätte sie ihn ins Studio eingesperrt, das war wenigstens Schalldicht. Patrick hatte nach dem Abend auf Deck sowieso bis in alle Ewigkeit bei ihr verschissen und sie weigerte sich auch nur ein Wort mehr als nötig mit ihm zu reden.
Sie ist so in Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkt, dass jemand geklopft hat, erst als Maite den Kopf bei der Tür rein steckt zuckt sie zusammen "entschuldige ich wollte dich nicht erschrecken" Megan verdrehte die Augen, gab sie es denn nie auf? "was ist denn, hab ich irgendetwas vergessen zu machen" "Nein, nein alles in Ordnung ich hab nur gedacht du möchtest dir mal Köln ansehen, John muss sowieso in die Stadt und er würde uns mitnehmen du versauerst hier drin ja noch" Megan seufzt, sie würde sich gern die Stadt ansehen, aber die Aussicht von Maite über den Haufen geredet zu werden stimmte sie nicht gerade fröhlich, aber sie steht dann doch auf, sie hatte recht es war besser als hier zu versauern, das konnte sie noch lange genug. Dann ringt sie sich auch noch zu einem Lächeln durch "gerne" "super in 5 Minuten an Deck" Megan überlegt kurz, draußen war es ziemlich warm, ob sie ihr neues Sommerkleid anziehen sollte. Eigentlich wollte sie es sich für eine besondere Gelegenheit aufheben, also entscheidet sie sich für eine Jeans und ein T-Shirt. Als sie an Deck erscheint schaut Maite sie an "schaust gut aus" Megan zuckt mit den Schultern ihre Haut war käseweiß, aber sie wurde selbst im Hochsommer nicht einmal einen hauch von braun, aber das war ihr jetzt auch egal. Sie steigt in das Auto und ist wieder verwundert wie viele Menschen vor der Mauer am Hafen stehen "sind die da immer?" Maite nickt "Ja seid Over the Hump rausgekommen ist, ist es noch schlimmer geworden" "Over the Hump?" "unser neues Album" sie nickt und ihr fällt auf, dass sie bis jetzt noch kein einziges Lied von den Geschwistern kannte und sie würde es zwar nicht zugeben aber irgendwie interessierte es sie schon.
Da John von einem Fotoladen zum nächsten zieht, da er sich eine neue Videokamera einbildet, trennen sich Maite und Megan ziemlich bald von ihm und machen einen Treffpunkt aus. Kaum ist er weg, verdreht Maite die Augen "der und seine Kameras" und Megan muss lachen. Maite lächelt sie an "das steht dir!" "was?" "Das lachen, solltest du öfters tun, das war das erste mal seid du hier bist" Megan zuckt mit den Schultern. Nach einer Stunde stellt Megan fest, dass Maite gar nicht so ohne ist, sie zeigt ihr den Dom und dann zieht sie sie durch die Innenstadt und obwohl sie es nicht gedacht hätte wird der Nachmittag ziemlich lustig. Die beiden sitzen gerade in einer Eisdiele als ein Fan Maite erkennt, geduldig gibt sie Autogramme und lässt Fotos machen. "ihr seid ja wahnsinnig berühmt" Maite zuckt mit den Schultern "war ja auch Zeit nach den Jahren auf der Strasse, außerdem" sie wirft die Haare theatralisch zurück "da ich dabei bin, musste es ja so kommen" Megan muss lachen, zum 2ten mal seid sie in Deutschland war und zum ersten mal denkt sie daran, dass sie vielleicht doch Spaß haben könnte.
Am Abend streift sie etwas planlos durch das Hausboot, die Geschwister hatten einen Auftritt im Fernsehen und waren deshalb nicht da. Mittlerweile hatte sie rausgefunden, dass die meisten Mädchen besonders auf Paddy und Angelo scharf waren, warum war ihr Rätselhaft, Angelo war eine Nervensäge und Paddy war vielleicht ganz hübsch, aber so ziemlich das letzte das sie sich vorstellen konnte. Sie riskiert einen Blick ins Studio, es hatte ihr zwar keiner so richtig verboten aber bis jetzt hatte sie um zwei Räume einen großen Bogen gemacht, den Ballettraum und das Studio. Ihr Blick bleibt an dem Klavier das dort steht hängen, ob sie sich trauen konnte darauf zu spielen. Irgendwann siegt ihre Neugierde und sie setzt sich vor das Piano und klappt es auf, ihr fliegen erst mal ein paar Notenblätter entgegen und sie erkennt Angelos krakelige Schrift. Der kleine schrieb schon Songs? Sie legt die Blätter sorgfältig aufeinander und auf einen kleinen Tisch. Dann legt sie ihre Finger auf die Tasten, ihr Unterricht war schon eine Ewigkeit her, so kam es ihr zumindest vor. Vorsichtig drückt sie eine nach unten und dann immer sicherer eine nach der anderen. Sie spielt einfach darauf los, es hatte eigentlich keinen Sinn sondern war nur das was ihr gerade einfiel, aber zum ersten Mal seid langem fühlte sie sich hier wirklich wohl. Wenn das nur Becky hören könnte, seid ihre beste Freundin bei einem Unfall ums Leben kam war nichts mehr so wie es einmal war. Sie hört auf zu spielen daran wollte sie nicht denken. Auf einmal klatscht jemand und Megan zuckt zusammen "das war wunderschön" Dan stand in der Türe sie springt auf und stammelt ein paar Entschuldigungen und möchte gehen, aber er lächelt sie an "es ist schon in Ordnung, du hast schön gespielt" er nickt ihr zu und bedeutet ihr zu folgen, Sie geht ihm in das Wohnzimmer nach, wo er auf einen Sessel zeigt in den sie sich fallen lässt. Irgendwie hatte sie Angst, sie hatte in der Woche in der sie hier war hatte sie nur einmal erlebt wie Angelo in den selben Sessel zitiert wurde, weil er vergessen hatte sich um Finbar den Familienhund zu kümmern und man hatte Dan durch das ganze Boot schreien hören und sie war wirklich nicht auf so etwas scharf. Aber er schaut sie nur an "dir gefällt es bei uns nicht besonders nicht" erschrocken schüttelt Megan den Kopf, "nein ich meine" er hebt die Hand "spar dir die Mühe, es steht dir auf der Stirn geschrieben, möchtest du wieder nach Hause?" sie schaut ihn erschrocken an, wollte er sie wieder wegschicken? "versteh mich nicht falsch, ich habe gerne Gäste und meine Kinder auch, aber nicht wenn sie gegen ihren Willen hier sind und das bist du doch!" Megan schluckt "es ist mir egal was deine Eltern dazu bewegt hat, wenn du nicht darüber reden willst ist das dein Problem, aber ich möchte, dass du dich hier wohlfühlst, jeder der auf mein Schiff kommt bekommt eine Chance gib uns auch eine" er schaut sie mit seinen Augen die trotz des Alters immer noch leuchtend blau waren an und Megan schluckt, hätte er ihr Vorwürfe gemacht hätte sie sich hinter ihrem Trotz verstecken können, aber seine Worte hatten genau ins Schwarze getroffen und sie war entwaffnet. Dan nickt nur "in dem schwarzen Schrank in der untersten Schublade müssten noch alte Noten von Patricks Unterricht sein", er stützt sich auf seinen Stock und geht in die Küche Megan saß da wie ein begossener Pudel. Diese Rede hatte sie getroffen und sie fühlte sich jetzt irgendwie schlecht, die Kellys konnten ja nichts dafür, dass sie von ihren Freunden getrennt war und sie hatten alles versucht, dass sie sich wie ein Teil der Familie fühlte und sie war nur unfreundlich zu allen gewesen. Sie steht auf und geht zurück ins Studio und da sieht sie die CD. Inmitten eines Kabelsalates lag sie und in großen Buchstaben stand darauf "Over the Hump" Sie nimmt sie und geht auf ihr Zimmer und legt sie in ihren Diskman. Dann schaut sie das Cover an, irgendwie wünscht sie sich auch so eine Familie zu haben. Beim ersten Lied muss sie sofort mit dem Fuß mitwippen. Sie erkannte sofort Joeys kräftige Stimme. Beim nächsten Verstand sie nicht besonders viel, da sie kaum spanisch konnte, aber anscheinend hatte es Kathy für Sean geschrieben. Nach dem sie First Time gehört hatte seufzte sie und beschloss nie wieder etwas schlechtes über Patricia auch nur zu denken. Barby riss sie mit ihrem Baby smile aus ihrer traurigen Stimmung und sie musste sofort lächeln. Sie saß auf dem Bett und sang mit "Baby smile, Baby smile, Baby smile". Das nächste Lied jagte ihr einen Schauer nach dem anderen über den Rücken, dass Jimmy so ein schönes Lied geschrieben hatte, konnte sie sich gar nicht vorstellen, ausgerechnet dieser Rüpel. Nach she is Crazy beschließt sie sich bei Barby zu entschuldigen, diese Musik war einfach wunderschön und sie steht auf, Becky hatte einmal gesagt, dass sie die besten Muffins der Welt machen konnte und vielleicht hatten ja die Geschwister Hunger, wenn sie zurück kamen. Dan sitzt vor dem Fernseher und schaut sich den Auftritt an und Megan bleibt hinter ihm stehen. Maite sang gerade ein Lied, das kannte sie noch nicht und sie nahm sich vor die CD so bald wie möglich zu Ende zu hören. Dan schaut sie an "und?" "wenn ich darf möchte ich bleiben" er nickt lächelnd "welcome to my family" sie grinst und verschwindet in der Küche und macht sich fröhlich daran zu backen, sie war erstaunt sie hatte das Rezept immer noch im Kopf und nachdem sie sich durch die Küche gesucht hatte, hatte sie auch alle Zutaten beisammen.
"Was riecht denn hier so gut?" Paddy steckt den Kopf zur Türe herein, "was ihr seid schon da, aber ich wollte noch..." sie schaut ihn an, "bis ich rauskomme ist die Küche Sperrgebiet", sie knallt dem verblüfften Paddy die Türe vor der Nase zu und schaut in den Ofen und dann auf die Uhr noch 10 Minuten, backen. Jimmy schaut seinen Bruder an, der sich den Arm an der Stelle an der ihn die Türe getroffen hatte reibt. "was ist denn jetzt?" er zuckt mit den Schultern "die hat doch wirklich einen Schaden!". Als Megan mit einem Tablett voller Muffins in das Wohnzimmer kam, waren da alle bis auf Barby versammelt und diskutieren über die Show. "hallo schön dass ihr wieder da seid" schlagartig wird es in dem Raum totenstill und Dan lächelt sie aufmunternd an. "Hier hab ich für euch gebacken, ich hoffe sie schmecken euch" John hat sich seltsamerweise als erster gefangen und greift nach einem Kuchen und beißt hinein, die anderen schauen ihn gebannt an, Megan seufzt, dachten die etwa sie wolle sie vergiften? Wortlos verspeist er ihn und grinst dann "Maite ich glaub du hast Konkurrenz in der Küche gekriegt, die sind ja klasse" er greift nach dem nächsten Muffin und auch Angelo greift sofort zu. Megan war erleichtert. Paddy schaut sie zwar beleidigt an, nimmt sich dann aber auch einen. "wo ist Barby?" Maite zuckt mit den Schultern "sie hat sich hingelegt, es ging ihr nicht so gut vorhin" Megan kann gerade noch den letzten vor Jimmy retten "tut mir leid, der ist für Barby" sie holt einen Teller und stellt den kleinen Kuchen darauf und verlässt das Zimmer. Die anderen schauen sich an "was ist denn mit der Nervensäge passiert?" Jimmy war ganz verwundert, die anderen nicken nur und Dan schaut seine Kinder an "ich glaube sie hatte es nicht besonders leicht in letzter Zeit, gebt ihr einfach noch mal ne Chance" "wenn sie weiter so leckeres Zeug macht, kann sie so viele Chancen haben wie sie will" Angelo leckt sich die Finger ab und die anderen lachen.
Megan klopft vorsichtig an der Kajüte die Barby mit Maite teilte an, als sie keine Antwort erhält öffnet sie langsam die Türe. Barby liegt ihm Bett und öffnet als Megan reinkommt die Augen, "was willst du denn hier?" ihre Stimme klang ziemlich feindsselig, Megan wäre am liebsten umgedreht, aber dann nimmt sie all ihren Mut zusammen und geht in das Zimmer und schließt die Türe hinter sich "ich wollte mich bei dir entschuldigen" Jetzt war Barby baff sie hatte weitere Unfreundlichkeiten erwartet, aber keine Entschuldigung. "Maite hat gesagt, dass es dir nicht so gut geht und ich hab Muffins gebacken und einen für dich aufgehoben" sie hält ihr das Teller entgegen Barby setzt sich jetzt auf und schaut sie verwundert an und nimmt dann den Teller "aber dir geht es schon gut" Megan nickt und Barby bedeutet ihr sich doch zu setzen und sie lässt sich neben sie auf das Bett fallen. Barby probiert ein Stück "mhm der ist ja lecker" "danke" "wie kommt es?" "was?" "dein Sinneswandel?" "ich habe mit deinem Vater gesprochen und vor allem eingesehen, dass ihr ja nichts dafür könnt, dass mein Leben im Eimer ist" Barby nickt "sag das nicht, es gibt für alles eine Lösung, möchtest du darüber reden?" Megan zuckt mit den Schultern, warum eigentlich nicht Barby war nett und vielleicht würde es ihr ja gut tun. Also erzählte sie ihr von Becky, der besten Freundin die sie jemals hatte, mit ihr hatte sie alles geteilt und als dann der Anruf kam, dass sie einen Autounfall hatte brach für sie eine Welt zusammen. Barby hatte ihr den Arm um die Schultern gelegt und auf einmal schluckt Megan, ihre Augen fangen zum brennen an, aber sie kann nicht weinen, sie hatte seid dem Unfall kein einziges mal mehr geweint es war als ob ihre Tränen für immer versiegt waren. Barby schaut sie an "und wie ging es weiter?" "nun ja ich habe keinen Menschen mehr in meiner Nähe ertragen, bis Jack kam er war total faszinierend und er hat sich um mich gekümmert und mich mit seinen Freunden bekannt gemacht" "hast du von ihm die Drogen bekommen?" Megan nickt langsam "es war auf einer Party wir waren ziemlich gut drauf und irgend jemand hatte den Stoff dabei und Jack hat mich gefragt, ob ich auch möchte und nun ja" "hast du es freiwillig getan?" Megan nickt, aber in dem Moment wir ihr bewusst dass sie gar keine andere Wahl gehabt hätte "liebst du ihn?" Megan schaut Barby an, darüber hatte sie noch nie nachgedacht "ich denke schon" "du denkst?" Megan zuckt mit den Schultern, dann schaut sie Barby an "dein Lied ist wunderschön!" "welches Lied?" "ich habe mir heute eine CD von euch angehört und She is Crazy hat mich irgendwie berührt" Barby lächelt "es ist ein sehr persönliches Lied" "wirklich?" Barby nickt "schön, dass es dir gefällt" "tut mir leid, dass ich mich die letzte Woche so aufgeführt habe" Barby lacht "hey du hast 5 Wochen Zeit es wieder gut zu machen" Megan muss auch lachen.
Als sie am Abend im Bett liegt muss sie daran denken was Barby gesagt hatte, liebte sie Jack wirklich, er war noch nie wirklich auf sie eingegangen, aber bis jetzt hatte sie geglaubt, dass es so sein musste. An ihrem letzen Abend, waren sie zusammen in seinem Bett gelegen und haben sich geküsst und auf einmal hatte sie bemerkt, dass er mehr will. Sie war eigentlich noch nicht bereit dazu, aber ließ sich doch darauf ein, da sie Angst hatte ihn zu verlieren, eigentlich war es ja ganz schön, aber irgendwie spürte sie, dass es nicht richtig war. Er war nicht einmal an den Flughafen gekommen um sich zu verabschieden, ob er sie wohl schon vergessen hatte, seltsamerweise machte ihr dieser Gedanke nichts. Ihr wird bewusst wie sehr sie sich seid Beckys Tod verändert hatte. Irgendwann schläft sie einfach ein.
Am Nächsten Morgen wurde sie von lautem Geschrei geweckt, erschrocken springt sie auf den Gang hinaus, dort stehen Angelo und Paddy und schreien sich an "was hast du mit meinen Noten gemacht" Paddy war noch ganz verschlafen "welche Noten" "ich habe sie in das Klavier gelegt und jetzt sind sie weg und du bist der einzige der es wusste" "verdammt ich hab deinen Noten nichts getan, pass auf dein Zeug besser auf" seltsamerweise interessierte der lautstarke Streit niemanden außer sie, Patricia war hinter ihr aufgetaucht "denk dir nichts, die streiten sich ständig, das ist bei denen normal" bevor die beiden aber aufeinander losgingen meldete sie sich zu Wort "entschuldige Angelo aber ich glaube das war ich, ich habe sie auf den Tisch gelegt" Paddy schaut sie böse an "was fällt dir ein in Angelos Sachen rumzuwühlen" bevor sich Megan es versah entlud sich Paddys Wut über ihr. "ich hab nicht in seinen Sachen rumgewühlt, sie sind mir entgegengefallen" "Ja aber du warst am Klavier" "Na und, da war nirgendwo ein Schild nicht berühren außerdem schrei mich nicht so an" "ich schreie so viel wie ich will, immerhin ist das hier mein zu Hause!" Angelo schaut zwischen den beiden hin und her "hey regt euch ab, die Noten sind ja wieder da" Megans und Paddys Köpfe drehen sich in seine Richtung und er beschließt, dass es jetzt wohl besser war sich zu verziehen. Paddy funkelt Megan wieder böse an "du eingebildete Ziege" "aufgeblasener Hammel". Bevor sie noch weiter schreien können, geht eine Türe auf und Joey steckt den Kopf raus, "wenn ihr beide nicht sofort Ruhe gebt, dann schmeiß ich euch beide persönlich in den Rhein, hat man hier denn nie seine Ruhe". Paddy schaut sie noch einmal böse an und zischt ihr dann ein "bitch" entgegen, bevor er im Bad verschwindet und Megan ist total beleidigt und geht zu Maite um ihr ihr leid zu klagen. "Mach dir nichts draus er ist ein ausgesprochener Morgenmuffel" "deswegen braucht er mich doch nicht gleich anzuschreien, und mich dann auch noch bitch nennen" Maite schaut sie an "das hat er gesagt?" Megan nickt "woher kenn der denn so Wörter, ach er hatte halt schlechte Laune mach dir nichts draus" "außerdem ging es doch um Angelos Noten" Maite zuckt mit den Schultern "die beiden sind wie Hund und Katze, aber kaum mischt sich ein Außenstehender ein halten sie zueinander, das geht uns genauso" Während des Frühstück werfen sich Megan und Paddy feindselige Blicke zu. Und Megan überlegt sich hunderttausend Arten wie sie ihn quälen oder foltern könnte. Maite versucht Frieden zu schließen "hey Paddy, hast du nicht Lust Megan unser Büro in Köln zu zeigen?" Paddys Kopf zuckt nach oben "der Ziege? bestimmt nicht, kümmer du dich doch um sie" "ich hatte eine Idee für einen Song und würde gern daran arbeiten" "ich bin nicht ihr Babysitter" er schaut Megan an "wer weiß aus welchen Drogenlöchern ich sie sonst rausziehen muss" Das hatte gesessen, Megan steht so schnell auf, dass der Stuhl hinter ihr auf den Boden fällt und rennt aus dem Zimmer "Paddy" Barby schaut ihren Bruder tadelnd an "das war nun wirklich nicht nötig" "was?" er schaut seine Geschwister aggressiv an "sie will doch gar nicht hier sein und ich hab keine Lust mir durch ihre Ständig schlechte Laune, meine verderben zu lassen". Megan stürmt in ihr Zimmer und springt mit einem Satz auf ihr Bett und zieht sich die Decke über den Kopf, sie wollte nach Hause auf der Stelle. Auf einmal spürt sie eine Hand auf ihrer Schulter erschrocken schaut sie auf "alles in Ordnung?" "John?" er lächelt sie an "hey Paddy hat das nicht so gemeint" "er kann mich nicht leiden" John zuckt mit den Schultern "glaub ich nicht, du warst nur zur falschen Stelle am falschen Ort, hast du heute Abend schon etwas vor?" sie sah ihn an, was wurde dass denn, aber sie schüttelt den Kopf "dann sei um punkt halb 10 auf Deck ich möchte dir etwas zeigen".
Den ganzen Tag überlegte Megan was John ihr wohl zeigen wollte. Paddy ging sie so gut es ging aus dem Weg. Am Abend sitzt sie untätig im Wohnzimmer, ansonsten war hier mindestens Angelo der alle mit seinem Getrommel in den Wahnsinn trieb, aber nicht einmal der war hier, sie konnte sich gar nicht vorstellen wo die schon wieder alle steckten. Da fällt ihr ein, dass sie die CD ja zu Ende hören wollte, sie rennt kurz in das Zimmer, Patricia die am Schreibtisch sitzt blickt nur kurz auf. Sie nimmt den Diskman und verzieht sich auf Deck sie sieht Angelo an der Hafenmauer stehen und sich mit ein paar Fans unterhalten, also sie setzt sich auf den Boden und schaltet den Player an das Lied hieß ares qui und sie wäre am liebsten gleich wieder aufgestanden um zu tanzen. Als beim nächsten Song wieder Paddy zum singen anfängt schaltet sie schnell um, von dem hatte sie vorerst genug. Megan nimmt sich vor Maite zu fragen, in wen sie verliebt war als sie Roses of red geschrieben hatte. Sie konnte gar nicht glauben, dass once in a while von Angelo war, sie nimmt das Cover und sieht es sich von innen an. Als sie sieht, dass An Angel von Paddy war beschließt sie das Lied gar nicht erst anzuhören. Bei Santa Maria seufzt sie, Johns Stimme war der helle Wahnsinn, sie hätte ihm gar nicht so eine Power zugetraut und Angelo der dazwischenkrähte fand sie etwas unpassend, sie beschloss aber das für sich zu behalten. Sie ist so in Gedanken versunken, das sie gar nicht bemerkt hatte, wie spät es schon ist "was hörst du da an?" Sie zuckt zusammen John stand hinter ihr und lächelt sie an, dann nimmt er das Cover das neben ihr am Boden liegt "over the hump?" Megan nickt "ich wusste gar nicht was für schöne Musik ihr macht" "Es gefällt dir?" Megan nickt "wunderschön, du hast eine klasse Stimme" John lacht leise "danke" er setzt sich neben sie "was möchtest du mir zeigen" John zeigt an den Horizont und erst jetzt bemerkt Megan wie die Sonne versinkt, es sah wunderschön aus, der Himmel war glutrot und einzelne Strahlen spiegelten sich noch im Wasser "John das ist der Wahnsinn" "ich liebe Sonnenuntergänge und egal wo du dich befindest, du musst nur die Augen aufmachen und du findest etwas schönes, auch wenn es nur ein Sonnenuntergang ist" sie sah ihn an, "das hat jetzt einen tieferen Sinn oder?" er nickt und schaut auf seine Zehenspitzen "ich habe mich mit Barby unterhalten, sie war so nachdenklich" "über mich?" "ja, sie hat mir von deiner Freundin erzählt" er sah sie an "vielleicht weißt du es unsere Mutter ist gestorben als ich 2 Jahre jünger war als du" Megan nickt, Carolin hatte es ihrer Mutter einmal erzählt "das tut mir leid" und es war keine Floskel John lächelt sie an "das muss es dir nicht, wir haben gelernt damit zu leben irgendwie und ich denke du wirst auch deinen Weg finden, vielleicht war der Weg hierher ein Anfang" sie sah ihn an "wie meinst du das?" "Drogen sind keine Lösung, versteh mich nicht falsch ich möchte dir keine Moralpredigt halten, aber wir haben von unserem Vater gelernt Gäste wie Familienmitglieder zu behandeln und auch wenn du manchmal recht kratzbürstig bist, mag ich dich und die anderen auch denk ich und ich sage das zu dir nicht als Wanderprediger, sondern als großer Bruder" in diesem Moment revidierte Megan sämtliche Meinungen die sie über ihn gefasst hatte. "weißt du ich hatte nie Geschwister die sich um mich gekümmert haben, vielleicht war das der Fehler, willst du mich als deine Schwester adoptieren?" John nickt und sie konnte nicht anders und fiel ihm um den Hals "hey little sister nicht so stürmisch" Megan fühlte sich zum ersten mal so richtig wohl hier. John steht auf "na dann lass ich dich wohl etwas allein, mir ist gerade eine Idee gekommen" "für einen Song?" er nickt, ja wir wollen nächstes Jahr schon eine neue CD rausbringen und wenn die Tour bald weitergeht, werde ich wohl nicht mehr viel zum Komponieren kommen, wer weiß vielleicht schreib ich ja auch mal so einen Hit wie Paddys "An Angel" er lächelt sie noch einmal an und verschwindet dann nach unten.
Megan war einfach nur glücklich, ein Gefühl das sie schon fast nicht mehr kannte. Zum ersten mal war sie dankbar hier sein zu dürfen. Sie schlingt ihre Arme um die Beine und denkt nach, auf einmal fällt ihr Jack wieder ein, er hatte sich nicht gemeldet, obwohl er ihr versprochen hatte anzurufen. Ob er jetzt wo er hatte was er wollte sie fallen lassen würde, auf einmal wurde ihr klar, dass er sie nicht liebte, es nie getan hatte, die letzte ihrer "alten" Freunde hatte sie vor ihm gewarnt, damals wollte sie es nicht glauben, aber auf einmal fällt ihr auf, dass er nie mit ihr geredet hatte, sie war für ihn nur eine Trophäe und aus dem Glücksgefühl das sie empfunden hatte wird Traurigkeit. Dann fällt ihr Blick auf die CD, was hatte John gesagt An Angel war ein Hit, sie wollte nicht an Jack denken und irgendwie war sie neugierig geworden. Sie steckt sich die Stöpsel wieder in die Ohren nimmt sich den Text und beginnt zu hören.
Als Paddy an diesem Abend nach Hause kam tobte er innerlich, er hatte zusammen mit Kathy mit diesen Reportern einen erbitterten Kampf ausgestanden, wann begriffen die endlich, dass ihr Privatleben niemanden was anging, wenn ihm jetzt noch diese Megan unterkam, die könnte was erleben. Die meinte doch auch sie wäre die tollste, nur weil sie ein paar Probleme hatte. Barby hatte ihm zwar erzählt was sie wusste, aber in seinen Augen war das noch lange kein Grund sich so aufzuführen, er hatte schließlich seine Mutter verloren und benahm sich nicht so. Er war wütend und wusste nicht einmal genau warum, er hätte ihr ja nur aus dem Weg gehen brauchen, aber ständig musste er über sie nachdenken. Er wünscht seiner Schwester eine gute Nacht und sie wendet sich in Richtung ihres kleinen Bootes während er auf das Hausboot zugeht, er will gerade nach drinnen, als er ein Schluchzen hört. Leise geht er dem Geräusch nach und dann sieht er sie. Megan saß am Boden und wurde von Weinkrämpfen regelrecht gebeutelt. In diesem Moment vergisst er all seine Aggressionen. Er kniet sich neben sie und nimmt sie in den Arm. Als Megan ihn erkennt schluckt sie "bitte lass mich in Ruhe" er hält sie aber fest und drückt sie an sich "hey, was ist denn passiert" "dein Lied es ist" sie schweigt "welches Lied?" er verstand überhaupt nichts "An Angel, es ist so wunderschön ich... ich musste an Becky denken, vielleicht ist sie jetzt auch ein Angel und wacht über mich und...." sie konnte nicht weitersprechen, denn Tränen schießen ihr wieder in die Augen. Dieses Weinen war so verdammt befreiend und instinktiv spürte Paddy, dass Megan das jetzt brauchte, er hält sie einfach nur und summt ihr leise ins Ohr. Langsam beruhigt sich Megan wieder und ihre Schluchzer werden leiser, dann schaut sie ihn an "danke" "für was" "für dieses Lied, ich konnte seid Beckys Tod nicht mehr weinen und als ich es gehört habe, hat sich der Knoten endlich gelöst" sie lehnt ihren Kopf gegen seine Schulter und er empfindet ihre Nähe als sehr angenehm. Sie schaut ihn wieder an "und dafür, dass du hier bist" ein leichter Schauer fährt ihm über den Rücken, er hebt seine Hand um ihr eine Haarsträhne aus dem vom weinen geröteten Gesicht zu streichen. Megan zuckt leicht zusammen, seine Berührung verpasste ihr eine Gänsehaut. Die beiden sehen sich eine kleine Ewigkeit einfach nur an. "deine Augen sind ja blau" Paddy lacht leise "warum nicht" "ich meine du hast dunkler Haare ich hab immer gedacht, dass sie braun sind" er lacht wieder und dieses Lachen verstärkt die Gänsehaut auf ihren Armen nur noch mehr. "nein sie sind blau" sie nickt und sieht ihn wieder an und Paddy stellt zum ersten mal fest wie hübsch sie eigentlich ist, mit den schulterlangen Roten Haaren und den grünen Augen. "irgendwie siehst du aus wie eine Irin" jetzt lacht sie "ich bin eine" "wie?" "ich bin in Irland geboren, was meinst du wie ich zu meinem Namen komme? Megan ist irisch und heißt groß, weil ich bei der Geburt so ein großes Kind war. Als ich ein Jahr alt war sind meine Eltern nach Amerika ausgewandert" "dann haben wir ja etwas gemeinsam" Megan nickt "das haben wir" wieder sehen sich die beiden in die Augen und dann auf einmal kommen sich ihre Gesichter immer näher. Megan durchzuckt es wie ein Blitz als sich Paddys weiche Lippen auf ihre legen. Sein Kuss war so sanft, so zärtlich. Ein Gefühl, dass sie mit Jack zusammen nie gespürt hatte, überkam sie. Auf einmal zieht sie Patrick ganz nahe zu sich her und hält sie ganz fest und immer wieder und wieder küssen sie sich. Es war als ob sich ihre ganze Wut in Zuneigung verwandelt hätte.
"warum hasst du mich eigentlich so?" Megan schaut Paddy an "ich hasse dich nicht" "aber warum warst du dann heute Morgen so gemein zu mir?" Er senkt den Blick "ich weiß es auch nicht" Megan schaut ihn an und er errötet tatsächlich leicht "weißt du du hast mir gleich von Anfang an gefallen, irgendwie und als du so unfreundlich zu mir warst" er zuckt mit den Schultern "ich weiß auch nicht" Megan sieht ihn wieder an, dann greift sie in seine Haare und fährt durch sie durch "was machst du" Megan grinst "mit den langen Haaren siehst du aus wie ein Mädchen" "Hey, soll ich sie mir abschneiden lassen?" sie schüttelt mit dem Kopf "Nein du gefällst mir so wie du bist!" sie nimmt seine Hand und fährt seine Finger entlang "du hast wunderschöne Hände" "findest du?" sie nickt er hält ihre Hand fest und seine langen Finger umschließen ihre und halten sie. Er lacht leise "was ist?" "wer hätte das gedacht" Megan lächelt ihn an "aber wirklich" sie drückt ihr Gesicht an seine Brust und er hält sie einfach fest, so sitzen die beiden eine kleine Ewigkeit auf Deck. "hey du zitterst ja" besorgt streicht Paddy Megan über den Rücken "mir ist kalt" "ich glaube wir gehen besser nach drinnen". Er steht auf und zieht sie auf die Beine, Hand in Hand gehen sie nach unten. Vor Patricias Zimmer bleiben beide stehen und schauen sich wieder an "schlaf gut" sie nickt " du auch" aber keiner lässt die Hand des anderen los "ich geh dann mal" Megan nickt und Paddy legt seine Hand auf ihren Hinterkopf und küsst sie wieder, als der Kuss immer leidenschaftlicher wird, steigt in Megan Panik hoch, aber im selben Moment lehnt sich Paddy zurück und lächelt sich an "träum süß" er küsst sie noch mal sanft und geht dann. Leise geht sie in das Zimmer und legt sich ins Bett, aber schlafen kann sie nicht. Jack wollte sie an ihrem ersten Abend ins Bett zerren, nur weil sie ein paar mal nein gesagt hatte, hatte er es doch sein lassen. Sie spürt immer noch Paddys Lippen, in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass sie Jack nicht liebte. Sie wusste aber auch nicht so recht was sie für Paddy empfand, sie kannte ihn ja kaum und das wenige was sie bis jetzt geredet hatten war gestritten. Sie beschließt das ganze erst mal auf sich zukommen zu lassen und irgendwann schläft sie doch ein.
Am nächsten Morgen sitzen beide am Frühstückstisch und schweigen "was ist denn mit dir los?" Maite schaut sie an, Megans Nase steckt fast in der Müslischüssel und irgendwie rührt sie nur planlos darin herum. Sie hatte Angst Paddy anzusehen, ihm ging es aber genauso er versteckte sich hinter einer Zeitung. "sag mal seid wann interessierst du dich denn für Wirtschaft? steht was interessantes drin?" Jimmy schaut seinen Bruder verwundert an. Paddy fällt erst jetzt auf, dass er die ganze Zeit gebannt auf den Wirtschaftsteil starrt, dabei waren seine Gedanken ganz wo anders. Er reicht seinem Bruder die Zeitung "ach ich, ließ am besten selber" Meg seufzt abgrundtief und Maite schaut sie wieder an "geht's dir nicht gut?" erst jetzt bemerkt Megan Maite überhaupt "was?" Maite schüttelt den Kopf "sag mal" "entschuldige ich hab heute Nacht nicht so viel geschlafen" Paddys Kopf zuckt nach oben und die beiden sehen sich an und genauso schnell wieder weg. Nachdem alle fertig sind und nur noch Paddy, Patricia, Jimmy und sie am Tisch sitzen, räumt Megan den Tisch ab, sie hatte heute Küchendienst und macht sich daran alles in die Küche zu tragen, da sie ziemlich beladen ist springt Paddy auf um ihr die Türe aufzuhalten, "wart ich helf dir" jetzt lächelt sie ihn doch an "danke, lieb von dir" er lächelt zurück "gern geschehen" fassungslos schaut Jimmy den beiden die in der Küche verschwunden sind hinterher. "Jetzt ist es passiert die beiden sind komplett durchgedreht" Patricia schaut auch nachdenklich auf die Küchentüre und schüttelt dann lächelnd den Kopf "ich glaub nicht das sie durchgedreht sind" "wie meinst du das?" Patricia zuckt mit den Schultern "ach ich mein nur" sie steht auch auf und verlässt das Zimmer. Jimmy schaut ihr verwundert hinterher und murmelt so etwas wie "ja spinnt nur alle rum" und schnappt sich die Hundeleine, wenn er mit Finbar draußen war, konnte er am besten nachdenken, außerdem spukte ihm ein Song durch den Kopf.
Während Megan die Küche aufräumt, räumt Paddy das Geschirr in die Spülmaschine. "du musst mir nicht helfen" "mach ich aber gerne" "danke" "was wirst du heute machen?" Megan zuckt mit den Schultern "weiß noch nicht, ich wollte eigentlich meinen Eltern einen langen Brief schreiben" er nickt "ich glaub das ist ganz gut" sie nickt auch wieder "und du?" "ich muss noch etwas wegen den Konzerten erledigen" "Konzerte?" er nickt "Ja wir touren den ganzen Sommer und danach besser gesagt dazwischen gehen wir wieder ins Studio und nehmen eine neue Platte auf" Sie nickt "ja dann" er kratzt sich am Kopf "ich meine, also wegen gestern" sie schaut ihn an und er seufzt und schaut sie schnell an und dann wieder zur Seite "tut mir leid ich bin nicht so gut in so was" er lacht verlegen und Megans Herz macht einen kleinen Sprung, er war so süß wie er verlegen vor ihr stand, aber sie selber wusste ja auch nicht wie sie sich verhalten sollte. Sie macht einen Schritt auf ihn zu und Paddy nimmt sie an die Hüften und zieht sie zu sich her und küsst sie. "hey Paddy" die Türe fliegt auf und Maite kommt hereingerannt. Die beiden fahren schnell auseinander "hey Paddy, bevor ihr euch wieder an die Gurgel geht, Joey steht schon seid 5 Minuten an Deck und brüllt rum, wenn du nicht bald kommst dreht er durch" Paddy nickt und verzieht sich schnell aus der Küche, Megan schaut ihm nach "war er schon wieder unfreundlich zu dir?" Sie schüttelt den Kopf und klappt die Maschine zu "ne" dann schaut sie Maite an "sag mal warst du schon mal so richtig verliebt?" Maite schaut sie an "wieso?" "Na ja Roses of Red hört sich so an" Maite grinst und wischt mit einem Lumpen auf der Ablage herum "na ja, ich" sie schaut Megan an "wehe du erzählst es jemandem" "ich schweige wie ein Grab" "gut die Jungs würden mich ja doch wieder nur aufziehen, er war ein Tontechniker im Studio und" sie seufzt "er war ja so was von süß" "und dann?" Maite zuckt mit den Schultern "nichts und dann" "ja hast du es ihm denn nicht gesagt?" "spinnst du?" "er weiß also bis heute noch nicht, dass das Lied für ihn war" Maite nickt "he smiled and turned away!" "ach Maite" Megan legt ihr den Arm um die Schultern "hey live goes on!" Maite lächelt sie an "und ich mein wenn's was geworden wäre hätte ich das Lied nicht geschrieben" "stimmt auch wieder" "wieso fragst du eigentlich" jetzt wird Megan etwas verlegen "na ja ich" "du bist auch verliebt?" Megan zuckt mit den Schultern "ich weiß es nicht, ich mein weißt du ich hab einen Freund und ich habe immer gedacht ich liebe ihn, aber dann hab ich einen anderen Jungen kennen gelernt und ich weiß auch nicht" sie schaut Maite an "woher weiß man ob man verliebt ist?" "keine Ahnung man fühlt es einfach - glaub ich, wenn man nur noch in der Nähe von jemandem sein will, wenn man Schmetterlinge im Bauch hat, wenn man denjenigen sieht, wenn jede Berührung wie ein Stromschlag ist" sie zuckt mit den Schultern "keine Ahnung, irgendwie so was in die Richtung erzähl mir von ihm?" "von wem" "von deinem Freund" "Jack? ach da gibt's glaub ich nicht so viel zu erzählen, er sieht verdammt gut aus, ist der Schwarm der Schule und ich war total stolz, dass er sich ausgerechnet mich ausgesucht hat, aber desto länger ich drüber nachdenke ist er eigentlich genau der Typ Junge, dem ich und Becky früher aus dem Weg gegangen sind" "Becky ist deine Freundin oder? Barby hat es mir erzählt" Megan nickt "weißt du wenn ich so an das letzte halbe Jahr denke wird's mir eiskalt, ich hab so viel Scheiße gebaut, das kann man sich nicht vorstellen!" "weißt du ich glaub das macht jeder mal!" "meinst du?" Maite nickt "Jim ist einfach mal abgehauen, keiner wusste wo er war und wir haben uns alle furchtbare Sorgen gemacht, bis er aus Irland angerufen hatte, er hatte einfach die Schnauze voll, aber nach ein paar Tagen hat er gemerkt, dass er ohne uns nicht kann" sie grinst "Jimmy ist schon so ein Held, was willst du jetzt machen?" "wie meinst du das?" "na mit deinem Freund, so wie es sich anhört willst du nicht unbedingt mit ihm zusammen sein!" Megan nickt "ich weiß auch nicht, ich mein er ist weit weg und ich wollte heute eh meinen Eltern schreiben und mich für alles entschuldigen, dann kann ich ihm auch gleich schreiben. Du danke" "für was?" "Das du so nett zu mir bist, dass ihr alle so nett seid ich hab schon ganz vergessen wie das ist" Maite umarmt sie einfach "hey ist doch Ehrensache" "hey was macht ihr hier?" Barby hat den Kopf bei der Türe reingesteckt "wir haben uns lieb, was dagegen" "Ja, ich will auch mitmachen" Megan und Maite lachen und strecken die Hände nach ihr aus und die drei umarmen sich, aber Barby schiebt sie wieder von sich "Maite was willst du nächste Woche auf den Konzerten anziehen? ich muss mich langsam darum kümmern" Maite strahlt, "ach ja die Konzerte" sie schaut Megan an "wir haben ein Konzert an der Loreley, kennst du das?" Megan schüttelt den Kopf und Maite erzählt ihr die Sage von der Loreley und dem Rheinfelsen, "und wie macht ihr da ein Konzert?" "na ja da ist so eine Riessengroße Freilichtbühne und da werden wir spielen, das wird sogar live im Fernsehen übertragen" Barby grinst "Joey ist schon ganz aufgeregt, er ist ja sozusagen der Tourmanager geworden und das hängt alles an ihm" "Und was ist mit Paddy?" Barby und Maite schauen sich an "ich denke ihr könnt euch nicht leiden" Megan zuckt mit den Schultern "sagen wir mal so wir haben uns wohl vertragen" "das ist schön, Paddy ist zusammen mit Kathy für alles Musikalische zuständig, aber seid Sean da ist, übernimmt das so langsam Paddy alles allein, er ist sozusagen der Chef der Band" Megan ist beeindruckt und als sie an ihn denkt überkommt sie ein warmes Gefühl "wenn nächste Woche die Tour losgeht musst du unbedingt mit" Megan nickt "auf jeden Fall" "hey Mädels, darf ich stören" Jimmy steckt den Kopf bei der Türe rein "ich fahr nach Köln, wollt ihr mit?" Maite schaut Megan an "kommst auch mit?" sie schüttelt den Kopf "ich muss schreiben" Maite nickt "mach das, bis heute Abend"
Megan geht in ihr Zimmer, Patricia war heute Morgen mit einer Freundin auf Shoppingtour gegangen, so hatte sie ihre Ruhe, sie beginnt zu schreiben, aber irgendwie fehlen ihr die Worte, also macht sie sich auf die suche nach John, er sitzt in seiner Kajüte und um ihn herum ist lauter zerknülltes Papier "darf ich stören?" er schaut sie an "klar, ich krieg eh nichts auf die Reihe" "was machst du?" "ich versuche einen Song zu schreiben, das heißt mir fällt einfach nichts zu dem Refrain ein" "darf ich lesen?" er seufzt und hält ihr ein Blatt hin

Cuando la fiesta ha empezado
Y la gente está bailando
La música suena, suena
En la noche sin parar
Baila, baila, baila al rítmo
Y no pares de bailar
Esta noche tú eres reina
Y yo te quiero enamorar

Megan schaut ihn an "aha und was heißt das" er übersetzt es ihr und sie kaut auf ihrer Lippe "und um was geht es?" "na ja eben dieses Fest und ein Mädchen in das ich mich verliebt habe und sie hält mich aber für einen Draufgänger oder so was in die Richtung" Megan fängt zum lachen an "was lachst du?" "du und ein Draufgänger, tschuldige John, aber ich kann mir ja viel vorstellen" Er schaut sie an und streckt ihr die Zunge raus "wieso denkt eigentlich jeder, das ich ein Langweiler bin? außerdem hält sie mich ja nur dafür!" "du bist kein Langweiler, aber ich glaube du verschenkst deine Herz nur an jemanden besonderen!" er schaut sie an und lächelt "vielleicht hast du Recht" "aber weißt du was, die Idee find ich trotzdem gut nur das mit dem Spanisch" sie verzieht das Gesicht "ich verstehe ja die Hälfte nicht, was hältst du davon? irgendwie all girls are crazy when the boys come oder so was in die Richtung im Refrain?" Er legt den Kopf schief "gar nicht so schlecht ich lass mir was einfallen, was treibt dich eigentlich her?" Megan schlägt sich an die Stirn "ach ja ich wollte dich eigentlich fragen ob du mir eure CDs geben kannst ich würde sie mir gern anhören" "wirklich?" sie nickt "ja wirklich, Over the hump hat mir echt gut gefallen" John steht auf und beginnt in einer Schublade zu kramen und drückt ihr dann einen Stapel in die Hand "aber die alten sind nicht so toll" sie schaut das Bild an "das seid ihr?" er zeigt auf einen blonden Jungen "das bin ich" sie schaut ihn an "ist nicht dein Ernst" er nickt "doch ist es, wart mal ich hab noch einen Haufen alte Fotos von Früher magst du sie sehen" Megan nickt begeistert und John holt kiloweise Fotoalben hervor. Megan ist begeistert vor allem Paddys Bilder sieht sie sich genau an, ihr wird ganz komisch als sie an ihn denkt, sie spürt immer noch seine Lippen auf ihren, vielleicht war das ja das was Maite gesagt hatte.
Den Ganzen Nachmittag verbringt sie damit die alten CDs von den Kellys anzuhören und zwei Briefe zu schreiben. "hey stören wir?" Patricia und ihre Freundin kommen in das Zimmer, beide sind Tütenbepackt und Patricia lässt sich auf das Bett fallen. Megan schüttelt den Kopf, Patricia nimmt eine CD Hülle "was hörst du dir denn an?" "ach alte Lieder von euch" Patricia nimmt den Kopfhörer und ein Lächeln umspielt ihren Mund als sie ihn Megan wieder zurückgibt "looking for love?" Megan spürt wie ihr das Blut in den Kopf schießt, sie fand dieses Lied wunderschön und hörte es schon mindestens zum 5ten mal an "ich hab gedacht du kannst Paddy nicht leiden?" Megan zuckt mit den Schultern "Man kann seine Meinung doch ändern oder" Patricia nickt grinsend "kann man, was schreibst du?" "ach an meine Eltern, ich glaub ich muss mich für einiges entschuldigen" Patricia nickt "das ist gut!" und mit meinem Freund hab ich auch Schluss gemacht, fügt sie in Gedanken hinzu. "ist Maite schon wieder zu Hause?" Patricia schüttelt den Kopf "nein ich glaub die sind noch im Büro" Megan steht auf "dann mach ich heut Abendessen" Patricia schaut ihr hinterher "sie hat sich ganz schön verändert" ihre Freundin schaut sie an "vielleicht ist das die wahre Megan, ihr schafft es immer wieder hinter die Fassade eines Menschen zu blicken". Megan macht sich in der Küche zu schaffen um halb 7 war allgemeines Abendessen, das war die einzige Zeit am Tag an der sich alle trafen und daran versuchten sich auch alle zu halten. Maite kommt um 6 Uhr in die Küche gestürmt und bleibt verwundert stehen. "was machst du denn da?" "Lasagne, das heißt ich versuche es" Maite schaut in den Ofen "hey sieht doch ganz gut aus und riechen tut es auch lecker, wie das?" "na ja als kleines Dankeschön hab ich mir gedacht ich koch auch mal für euch" Maite grinst und Angelo schaut auch rein "hm was riecht da so lecker?" aber Maite scheucht ihn gleich wieder raus "das siehst du dann schon mach dich lieber nützlich und deck den Tisch" Grummelnd verzieht er sich nach draußen. Maite hilft Megan die Zutaten für den Salat kein zuschneiden "na was hast du heute gemacht?" " Na ja John hat mir alte Fotos von euch gezeigt" "ehrlich?" Megan nickt "ihr hattet echt eine tolle Kindheit" Maite nickt "irgendwie schon, aber jetzt finde ich es auch toll" "Ich hab vorhin Jack geschrieben und mit ihm Schluss gemacht" Maite schaut sie an "meinst du das ist richtig?" "ich glaub schon, wenn ich es nicht getan hätte, hätte er es wahrscheinlich getan" "meinst du?" Megan nickt "meine ich, sonst hätte er sich doch in den bald 2 Wochen wo ich hier bin gemeldet oder?" Maite nickt und Megan grinst "außerdem hab ich mich glaub ich verliebt" "in den anderen?" Megan nickt "erzähl" in dem Moment fliegt die Türe auf und Jimmy kommt herein "hey Mädels" Maite verdreht die Augen "hier ist man auch keine 5 Minuten ungestört". Alle sind von Megans Lasagne begeistert nur Megan ist etwas traurig, Joey hatte vorhin angerufen, dass er und Paddy sich wohl verspäten würden. Nach dem Essen steht sie auf "also ich wollte mich bei euch allen bedenken, dass ich hier sein darf und na ja tut mir leid das ich am Anfang so ekelhaft war" Dan lächelt sie an "schön das du dich hier wohlfühlst" Maite muss sie natürlich gleich umarmen und nun geht die große Massenumarmung los und Megan merkt richtig wie sie Paddy vermisst.
Megan liegt schon im Bett und kann einfach nicht einschlafen, sie hatte so sehr gehofft, dass sie mit Paddy noch reden könnte. Aber sie war schon im Bett als sie nach Hause gekommen waren. Sie steht auf, es war unerträglich heiß und schlafen konnte sie eh nicht. Leise, so dass sie Patricia nicht aufweckte schleicht sie aus dem Zimmer. Sie ist versucht in Paddys Zimmer zu gehen, aber die Gefahr, dass sie Angelo auch weckt war zu groß. Also geht sie an Deck, dort stockt ihr der Atem auf einer umgedrehten Kiste sitzt Paddy und wirft irgendetwas ins Wasser. Erschrocken schaut er sie an, "hey" sie nickt "hey" sie setzt sich neben ihn auf den Boden und schaut auch ins Wasser. Sie bemerkt wie er sie ansieht und irgendwann dreht sie den Kopf zu ihm und die beiden sehen sich an "kannst du auch nicht schlafen?" er schüttelt den Kopf. Er hebt seine Hand und lässt sie dann doch wieder sinken. Megan nimmt sie und hält sie fest "schön das du da bist" er lächelt sie traurig an. Dann steht er auf und geht nach unten. Megan bleibt verwundert sitzen, was war das denn jetzt? Sie steht auf und geht ihm nach, aber Paddy ist schon längst in seiner Kajüte verschwunden. Verwirrt geht sie zurück in ihr Bett. In dieser Nacht können beide schlecht schlafen, als Megan am nächsten Morgen aufsteht hört sie wie Jimmy zu Joey sagt, dass Paddy schon in aller früh in die Stadt gefahren ist, da er noch etwas erledigen muss. Das versetzt ihr einen Stich, sie musste daran denken wie nahe sie sich auf Deck gewesen waren und in der Küche und dann das gestern Abend. Frustriert rührt sie in ihrem Müsli Patricia schaut sie an "hast du schlecht geschlafen?" Megan nickt. Sie legt ihr eine Hand auf die Schulter "gib ihm Zeit" Megan schaut Patricia verwundert an und Patricia nickt nur und lächelt. Den ganzen Tag hängt sie eigentlich nur planlos auf dem Schiff rum und nicht einmal Maite kann sie aufmuntern "hey was ist denn mit dir los?" "ich hab glaub Heimweh" Maite nimmt sie in den Arm "ach du arme, vermisst du den jungen?" "auch" "ach das wird schon".
Paddy ist zwar an diesem Abend beim Essen da, aber er schaut sie nicht einmal an und das tut ihr weh, was hatte sie nur falsch gemacht. Er wollte nicht mit ihr reden, das spürte sie richtig. Sie hört sich wieder looking for love an, dieses Lied sprach ihr so aus der Seele und wieder lösen sich Tränen aus ihren Augen und laufen ihr über die Wangen, warum tat er ihr das an. Auf einmal geht die Türe auf und er steht vor ihr und schaut sie total erschrocken an. Megan wischt sich schnell die Tränen aus den Augen und schaut weg. "ähm ist Patricia nicht da?" Megan schüttelt den Kopf, "nein Joey hat doch den Marathon am Wochenende und sie ist mit ihm und Jimmy dahingefahren, schon vergessen?" "Ach ja daran hab ich gar nicht mehr gedacht." Er schaut verwundert "aber warum hat sie dann gesagt ich soll später noch zu ihr kommen?" die beiden sehen sich an und Paddy zuckt mit den Schultern und will gehen. Megans Augen werden wieder feucht "Paddy?" er dreht sich um und sieht sie an "was hab ich falsch gemacht" bestürzt schaut er sie an "du weinst doch nicht meinetwegen" Megan versucht ihre Tränen zu schlucken, aber es geht nicht er klettert zu ihr aufs Bett und nimmt sie wieder in die Arme "nicht weinen, es tut mir leid" "Paddy warum gehst du mir aus dem Weg?" Er kaut auf seiner Unterlippe "ich möchte dir nicht weh tun" "aber genau das hast du getan" er stützt seinen Kopf in seine Hände "hör zu ich könnte es nicht ertragen, wenn du unglücklich wirst" sie schaut ihn an "wie meinst du das?" "weißt du das was du bis jetzt erlebt hast, war nicht mein Alltag, wir haben jetzt 2 Wochen Tourpause gemacht, aber nächste Woche geht es wieder los, von einem Konzert zum nächsten, so viel das organisiert werden muss, dann die vielen Fans, jeden Abend in einer anderen Stadt" "aber ich werde mitkommen, Maite hat mich schon lange verplant" "ich weiß, aber da ist noch etwas" Megan schluckt vielleicht hatte er ja schon eine Freundin "es ist so, mein Vater sagt, wir sollen nach außen hin keine Beziehungen haben vor allem ich und Angelo nicht, da wir die Lieblinge sind, ich könnte nicht zu dir stehen" Megan schaut ihn an, anscheinend bedeutete sie ihm doch etwas "weißt du ich hab mal den Fehler gemacht, dass ich zugegeben habe, dass ich noch nie mit einem Mädchen... also du weißt schon" sie nickt "und jetzt stehen in den Konzerten Mädels mit Plakaten wo eindeutige Angebote draufstehen, ich weiß nicht ob ich dir das zumuten kann" Er hatte sich hingelegt und starrt die Decke an. "sie würden sonst was mit dir anstellen" er schaut sie an und sie legt sich neben ihn er streicht ihr über das Gesicht "ungefähr vor einem Jahr haben wir ein Konzert in einem Zelt gegeben, damals noch ohne Security und so, die Fans haben fast die Bühne gestürmt und die Polizei hat das Konzert abbrechen müssen, Angelo und ich wollten dann gleich verschwinden, damit es nicht noch schlimmer wird, aber sie haben unser Auto umzingelt und glaub mir so Angst hatte ich noch nie in meinem Leben, die ganzen Menschen. Du kannst dir nicht vorstellen was für ein Wahnsinn hinter dieser Mauer am Hafen lauert, vor allem auf mich und Angelo". Er seufzt "das ist mir klargeworden, als ich heute in der Stadt war, ich bin nur schnell in einen Musikladen, weil ich neue Seiten für meine Gitarre gebraucht habe und schon hab ich einen Menschenauflauf verursacht" Sie lächelt ihn an "Paddy mir ist gestern etwas klar geworden" "und das wäre" "ich glaub" Megan schluckt "ich hab mich in dich verliebt" er schaut sie an "wirklich?" sie nickt "und der Rest ist doch egal" er seufzt und wünscht sich, dass es so einfach wäre und dreht den Kopf zur Seite "ich hab Angst" aber dann dreht er sich zu ihr und nimmt sie in den Arm. So bleiben sie lange Zeit liegen, draußen geht die Sonne langsam unter und es wird dunkel im Zimmer. Die beiden unterhalten sich, sie erzählen sich gegenseitig fast ihre ganze Lebensgeschichte, über ihre Wünsche und Sorgen und auf einmal schweigt Paddy und sieht sie an "was ist?" "ich glaub ich hab mich auch in dich verliebt" Megan lächelt und Paddy nimmt ihr Gesicht in seine Hände und küsst zuerst ihre Stirn, dann ihre Wangen und dann ganz vorsichtig ihre Lippen. Sie spürt wie sein Kuss verlangender wird. Seine Hände streicheln sie zärtlich, aber als sei weiter nach unten wandern zuckt sie zusammen er hält inne "entschuldige" "nein ist schon ok, aber ich hab dir doch von Jack erzählt" er nickt "dein erster Freund" "nun ja wir haben zusammen" sie schweigt und er nickt wieder "und irgendwie war ich glaub ich noch nicht so weit" "wenn du warten willst ist es ok" sie nickt "würde es dir was ausmachen" er schüttelt den Kopf. Sie kuschelt sich an ihn und er küsst sie auf die Stirn.
Als Megan am nächsten morgen aufwacht, hat sie zwar immer noch ihre Klamotten an, aber Paddy ist verschwunden. Sie seufzt, das war ja zum verzweifeln mit diesem Typen, sie zieht sich um und geht zum Frühstücken, Paddy sitzt zwar am Tisch, aber nachdem auch Angelo, Maite und John da sind setzt sie sich nur dazu und schweigt. Angelo summt die ganze Zeit etwas vor sich hin. Megan sah ihn verwundert an, ihr war es gar nicht aufgefallen wie tief seine Stimme war, bei An Angel war sie noch total hoch. Sie schüttelt den Kopf er war ja auch schon 13, irgendwann musste er ja in den Stimmbruch kommen. Maite ist total in die neuste Bravo vertieft, diese neue Boygroup hatte es ihr angetan, Megan hatte es noch nie mit denen und von diesen Backstreetboys hatte sie ja noch nie was gehört. John schaut aus als ob er gerade auf einem anderen Stern ist, aber der war am Morgen eh nie zu etwas zu gebrauchen und wem sein Leben lieb war, ließ ihn um diese Zeit auch am besten in Ruhe, das hatte sie gelernt. Paddy dreht total nervös in seinen Haaren und schaut sie die ganze Zeit an, dann springt er auf. "ich geh mit dem Hund raus" die andern schauen ihm hinterher. "was hat der denn genommen?" Maite tippt sich an die Stirn "der geht sonst nie freiwillig einen Schritt zu viel" Megan zuckt mit den Schultern und sie steht auf und stellt ihre Tasse in die Küche "ich bin in meinem Zimmer" "geht's dir nicht gut?" Megan schüttelt den Kopf "ich muss über was nachdenken" Maite nickt nur und Megan ist jetzt sogar über diese Boys froh, denn ansonsten hätte Maite sie nicht so ohne weiteres gehen lassen. Als sie aus der Türe kommt, packt sie auf einmal jemand, beinahe hätte sie aufgeschrieen aber dann erkennt sie Paddy "entschuldige ich wollte dich nicht erschrecken, kommst du mit" er zeigt auf die Hundeleine. Megan nickt nur, schweigend spazieren sie am Rhein entlang. Dann bleibt Paddy auf einmal stehen und schaut sie an "ich, du, also" er schweigt wieder und Megan sieht ihn an "du, ich also was?" Paddy schaut auf seine Schuhspitzen "Paddy warum warst du heute morgen verschwunden?" er schaut sie an "ich bin nicht verschwunden, ich musste nur zurück in mein Bett, Angelo wacht aus unerfindlichen Gründen jeden morgen punkt 6 Uhr auf, er dreht sich dann zwar wieder um und keiner kriegt ihn mehr aus dem Bett, aber wenn ich da nicht in meinem Bett gelegen wäre, hätte er sofort Alarm geschlagen und na ja" er schaut auf das Wasser "ach so, entschuldige" "ist schon gut" sie gehen wieder etwas weiter, ganz dicht nebeneinander und auf einmal streifen sich ihre Hände und Paddy hält ihre einfach fest. Sie schaut ihn an und lächelt "was ist?" "nichts, ich bin nur glücklich" er lächelt zurück "dann bin ich es auch" sie gehen Hand in Hand zurück. Kurz bevor das Boot wieder in Sichtweite kommt bleibt Paddy stehen und küsst sie "sollen wir es den anderen sagen oder nicht?" "ich weiß nicht, ich glaub Patricia ahnt schon was" Paddy nickt "die merkt doch immer gleich alles" "schauen wir halt wie es sich entwickelt" er nickt "schauen wir" er küsst sie wieder, erst als Finbar zum ziehen beginnt lässt er sie los. "so leid es mir tut ich muss weg" sie nickt "musst du wohl" sie gehen nach drinnen. Kurz vor der Türe bleibt er noch einmal stehen und küsst sie "Vorsicht, wenn die anderen uns sehen" er zuckt mit den Schultern und grinst sie an.

Megan sitzt mit Maite im Nightliner und schaut aus dem Fenster "Wahnsinn und die sind alle wegen euch hier" Maite nickt "Wahnsinn oder?" "so was hab ich das letzte mal bei Aerosmith gesehen" "das sind nette Jungs" Paddy kniet auf den Sitzen vor den Mädchen und grinst sie an "weil du die ja kennst" "tu ich" "ha ha" "nein wirklich" jetzt mischt sich auch Angelo ein "letztes Jahr waren wir beim out in the green Festival in der Schweiz und da waren die auch" Megan schaut ihn an wie ein Ufo "ist nicht dein Ernst" Maite nickt "doch" "wow" "das hat Bon Jovi auch gesagt" Paddy grinst immer noch über beide Ohren "du willst doch nicht sagen, dass du den auch kennst" "doch und..." Angelo ist Feuer und Flamme und erzählt ihr wie die Platte Wow zu ihrem Namen gekommen ist. Als sie aussteigen hört sie die Fans und Maite, Paddy und Angelo gehen zu einer Absperrung um Autogramme zu geben. Sie weiß nicht so recht was sie jetzt machen soll. "na komm mit rein, du kannst dich ja im Cateringraum austoben" Patricia grinst sie an "in einer halben Stunde ist Soundcheck, kannst dir ja von der Bühne aus ansehen" Megan nickt und folgt Patricia nach drinnen. "warte" sie dreht sich um, hinter ihr steht John, der ihr etwas um den Hals hängt "Was ist das" sie nimmt es in die Hand "ein Backstageausweis, damit kommst du überall hin, aber falls du ins Publikum willst würde ich ihn allerdings nicht so offen tragen, er gilt die ganze Tour, das heißt so lange du halt dabei bist" sie nickt und stopft ihn sich unter den Pulli.
Als Megan zum ersten mal vor einer Bühne steht und sieht wie die Fans um sie herum toben ist sie fasziniert. Sie schaut Paddy an, er ist der absolute Showmaster, sie seufzt er hatte sie seid sie aus dem Bus gestiegen waren überhaupt nicht mehr beachtet. Als die Kellys auf die Bühne kommen bricht ein Sturm los, den sie noch nie bei einem Konzert erlebt hat. Sie wird einfach mitgerissen und verfolgt gebannt die Show. Sie singen tatsächlich An Angel, auch wenn Angelos Part an den hohen Stellen Kathy übernimmt findet sie es trotzdem wunderschön und sie schluckt ganz schön, damit sie nicht wieder losheult, aber wenn sie sich so umsieht würde das gar nicht auffallen. Sie stellt fest, dass auf den meisten Plakaten Paddy und Angelo steht, die meisten kann sie aber leider nicht lesen. Da sie ein paar mal recht unsanft gegen die Absperrung gedrückt wurde, geht sie in der Hälfte wieder hinter die Bühne und setzt sich zu Sean, der am Bühnenaufgang mit ein paar Kuscheltieren die die Fans auf die Bühne geworfen hatten spielt. "na was machst du da?" sie schaut ihn an "schau mal die vielen Tiere" sie nimmt einen Stoffbären, an ihm hängt ein Brief auf dem ganz groß Paddy steht. Sie würde ihn irgendwie schon gerne lesen, aber sie traute sich dann doch nicht, mal davon abgesehen verstand sie es ja doch nicht. Genauso wenig wie das was Paddy die ganze Zeit zum Publikum sagte, diese Sprache war ihr so etwas von fremd. "verstehst du was die da sagen?" sie schaut Sean an der nickt "Paddy hat gerade gesagt das Pinkelpause ist" Megan schaut Sean an "hat er das wirklich" der kleine nickt "das sagt er jedes mal" und schon kommen die Kellys von der Bühne, Paddy rennt einfach an ihr vorbei und bleibt dann auf einmal stehen und dreht sich um und schaut sie an dann lächelt er sie an und folgt seinen Geschwistern "was ist denn jetzt los?" "Pause" "Pause?" Sean nickt, Megan war über den Kleinen immer wieder erstaunt, er Verstand ohne größere Probleme drei Sprachen und wenn er nicht gerade wieder alles durcheinander brachte, konnte er sich auch schon recht gut in ihnen ausdrücken. Momentan hatte er anscheinend Lust auf Englisch, denn er schaut sie an "komm mit" er nimmt ihre Hand und zieht sie einfach auf die Bühne, dann bleibt er stehen "von hier aus können sie uns nicht sehen, aber wir sie" Megan schaut auf die vielen Menschen und ihr wird ganz schön Mulmig, sie würde kein einziges Wort rausbringen, geschweige denn singen. Sean zieht an ihrem Ärmel "wir müssen wieder gehen, wenn Mum uns erwischt, schimpft sie wieder".
Nach dem Konzert sitzt Megan am Backstageausgang auf einer Treppe und wartet bis die anderen endlich kommen. Ein paar hartnäckige Fans standen noch an den Absperrungen und als Paddy und die anderen endlich rauskamen, geht das Geschrei los. Sie steigt schnell hinter Jimmy und Kathy in den Bus und beobachtet durch die Scheibe, wie Paddy wieder Autogramme gibt und sich unterhält, sie denkt daran was Paddy vor ein paar Tagen gesagt hatte, irgendwie hatte sie es nicht wirklich geglaubt, aber langsam wird ihr die Bedeutung seiner Worte bewusst. Bevor auch Paddy endlich in den Bus steigt winkt er den Fans noch einmal zu und lässt sich dann in einen Sitz fallen und schließt die Augen. Megan wagt es nicht zu ihm zu gehen. Maite setzt sich neben sie und schaut sie an "Na hat es dir gefallen" Megan nickt nur und grinst Maite dann an "irgendwie kann ich es gar nicht glauben" "was denn?" "als ich hergekommen bin hab ich mir vorgenommen euch zu hassen und jetzt steh ich vor der Bühne und Jubel euch zu" Patricia die im Nebensitz hockt lacht "siehst du mal" Während der Fahrt setzten sich alles so mehr oder weniger auf einen Haufen und beginnen über das Konzert zu diskutieren, was sich im Hotel fortsetzt. Maite war sofort auf ihr Zimmer gegangen, da es ihr nicht gut ging und irgendwie fühlte sich Megan jetzt etwas verloren, mit Maite verstand sie sich von den Geschwistern am Besten, abgesehen von Paddy, aber der machte nicht gerade Anstalten sich um sie zu kümmern. Sie setzt sich aber trotzdem noch dazu, einfach um ihm etwas nahe zu sein, leider ist er so in das Gespräch über die Show vertieft, dass er sie kaum beachtet. Also steht sie nachdem sie sich das eine Zeit lang angehört hatte auf "ich geh dann auch mal ins Bett. Paddy bricht mitten im Reden ab und schaut sie an "schon?" Megan nickt, am liebsten hätte sie gesagt, du bemerkst mich doch eh nicht, lässt es aber dann sein "ich bin müde" Alle wünschen ihr gute Nacht und sie schleicht schon fast auf ihr Zimmer. Megan kam sich fast verloren in dem riesigen Bett vor, sie hatte sich schon so daran gewöhnt auf einem Schiff zu schlafen, dass es ihr ganz komisch vorkam. Sie dreht sich zur Seite und versucht einzuschlafen, aber irgendwie gelingt es ihr nicht, als Patricia eine Stunde später kommt liegt sie immer noch wach und starrt die Decke an. Patricia die leise in das Zimmer kommt schaut sie überrascht an. "du bist noch wach?" Megan nickt "ich kann nicht einschlafen" "ist irgendetwas los?" Megan schüttelt den Kopf, im Grunde war ja auch nichts. Patricia zieht sich um und legt sich in ihr Bett, dann schaut sie Megan an "es ist wegen Patrick oder?" Megan schaut sie überrascht an "hat er es dir erzählt" sie schüttelt den Kopf "ich hab Augen im Kopf. So wie ihr euch manchmal anseht und wie ihr miteinander umgeht" "ist das wirklich so auffällig?" Patricia nickt lächelnd "na super" "keine Angst ich glaub nicht, dass die anderen das überhaupt mitgekriegt haben, außerdem so wie ihr euch am Anfang gefetzt habt, kann sich das keiner Vorstellen" Megan lacht "was hat er denn schon wieder gemacht?" Megan zuckt mit den Schultern "ich weiß auch nicht, er beachtet überhaupt nicht, ich hab echt das Gefühl, ich bin ihm total egal" "Das glaube ich nicht, er hat nur im Moment so viel anderes um die Ohren und das mit den Fans macht ihm mehr zu schaffen als er zu gibt, weißt du er fühlt sich für jeden einzelnen verantwortlich und er versucht es allen recht zu machen und das schon seid fast 2 Jahren, er steht immer vorne so gesehen liegt die ganze Verantwortung auf seinen Schultern" "aber er ist doch gerade mal 18 Jahre alt" Patricia nickt "das ist er" sie verzieht das Gesicht, Megan kann es allerdings nicht so recht deuten. "so und jetzt versuch zu schlafen" Megan denkt sich ja Mama, sagt aber nichts sondern schaltet das Licht aus und dreht sich zur Seite, schlafen kann sie aber trotzdem nicht.
Am nächsten Tag geht es in die nächste Stadt. Während die Kellys mit Soundcheck beschäftigt sind, macht sich Megan daran die Stadt zu erkunden, Patricia hatte ihr bevor sie losgezogen war noch etwas Geld in die Hand gedrückt und zwinkernd gemeint, sie solle sich etwas schönes kaufen. Und nun stand sie in der Fußgängerzone und fühlte sich trotzdem irgendwie verlassen, immerhin war die U-Bahn auch in Englisch ausgeschildert, so dass es kein Problem war sich zurechtzufinden. Es war schon komisch, sie war jetzt schon 3 Wochen hier, aber sie war noch nie ohne einen von den Kellys unterwegs gewesen und jetzt stand sie auf einmal ganz allein da. Aber dann beschließt sie den Tag zu genießen, es ist dann zwar doch etwas langweilig so allein, aber sie stöbert in den Läden herum und es wird ein ziemlich vergnüglicher Nachmittag. Als sie kurz vor dem Konzert zurückkommt hat sie kaum Platz in der U-Bahn sie ist gesteckt voller Kellyfans. Die Gesichter der Geschwister lachen ihr von einigen T-Shirts entgegen und sie war aufs neue verwundert wie bekannt die 9 waren. Sie beschließt sich das Konzert mal von hinten anzusehen. Am Einlass zeigt sie ihren Ausweis und hofft inständig, dass keiner sieht dass sie einen Backstagepass hat. Aber sie hat Glück, alle haben es eilig reinzukommen, so dass keiner sie beachtet. Es war ein open Air und das Wetter war wunderschön, Megan die auf einer Tribüne steht scheint zwar die Sonne ins Gesicht, aber das war ihr egal, sie wusste ja wie die Kellys aussahen. Langsam geht die Sonne unter und als es dunkel ist und Kathy Sick Man anstimmt und überall Wunderkerzen und Feuerzeuge aufflammen, läuft ihr ein Schauer über den Rücken, ihr ging es so wie den Fans, sie wünscht sich, dass das Konzert nie mehr aufhört. Bei Take my hand liegen sich alle in den Armen und Megan umarmt einfach auch alle, es war egal ob man sich kannte oder nicht. Nach dem Lied macht sie sich auf den Weg zurück zum Bus, die Kellys würden sofort nach den Zugaben in den Bus steigen und weiterfahren, sie wollte nicht, dass sie auf sie warten mussten. "hey wo warst du denn die ganze Zeit?" "ich hab mir das Konzert von hinten aus angesehen, du glaubst gar nicht was für eine wahnsinnig tolle Stimmung dort herrscht" Jimmy grinst sie an, langsam kamen alle nach draußen und umringen sie. Angelo schaut sie an "erzähl wie sind die Fans so drauf?" "es war echt klasse wir haben getanzt und gesungen und am Ende sind wir uns alle in den Armen gelegen" in dem Moment kommt Paddy auf sie zugestochen und schaut sie böse an "wo warst du?" "im Publikum" "spinnst du, weißt du was da alles passieren kann, außerdem hättest du dich doch melden können, du warst auf einmal weg und im Konzert warst du auch nicht" Megan schaut Patricia hilfesuchend an "hey Pad komm runter, wir haben doch ausgemacht, dass wir uns erst wieder nach dem Konzert treffen" er klappt den Mund zu "wirklich" Megan nickt kleinlaut "deswegen hättest du trotzdem etwas sagen können" er geht an ihr vorbei und in den Bus. Maite schaut ihm hinterher "was hat der denn" Jimmy zuckt mit den Schultern "ich würde mal sagen ein klarer Fall von Hormonstau, der braucht definitiv ne Frau" Angelo lacht und Megan deprimieren Jimmys Worte nur noch mehr. Sie steigt in den Bus und setzt sich so weit wie möglich von ihm weg, heute Nacht würden sie nicht einmal in einem Hotel bleiben, sondern durchfahren, das konnte ja heiter werden.
Sie schläft fast überhaupt nicht, obwohl der Bus eigentlich ziemlich bequem ist, aber sie muss ständig über Paddy nachdenken und das er friedlich in seinem Sitz schläft macht es auch nicht besser, sie beobachtet ihn die ganze Zeit und fühlt sich dadurch noch mieser. Maite schaut sie am nächsten Tag besorgt an "was ist denn mit dir los du wirst doch nicht etwa krank?" Megan schüttelt den Kopf "ich konnte nur nicht schlafen" "der Bus?" Megan nickt sie hatte keine Lust, mit Maite darüber zu reden. An diesem Tag bleibt sie lieber auf dem Gelände und das Konzert sieht sie sich gar nicht erst an, sie bleibt mit Sean hinter der Bühne. Es war eh ein komisches Konzert, Patricia und Jimmy hatten sich eine Sommergrippe eingefangen und waren gleich nach Hause gefahren, da beide Fieber hatten und nicht auftreten konnten. Paddy hatte sie den ganzen Tag nicht angesehen und jetzt stand er auf der Bühne und man hatte das Gefühl als ob nichts ist. Er war absoluter Profi und ein super Schauspieler dazu. Nach dem Konzert will Megan gerade mit Sean zurück zum Bus gehen, als sie jemanden schreien hört, sie schickt Sean zu den anderen und sieht nach, was los ist. Dann erlebt sie etwas für sie unfassbares, John steht vor ein paar Tontechnikern und schreit sie an, sie versteht zwar nicht warum, aber sie ist geschockt, dass hätte sie John niemals zugetraut, ausgerechnet er, der Sanftmütige der es immer wieder schaffte sie zum lächeln zu bringen, er geht wütend an ihr vorbei und beachtet sie gar nicht. Die zwei stehen da wie begossene Pudel und Megan ist auch ganz fertig, auf einmal legt sich eine Hand auf ihre Schulter "denk dir nichts, so ist er" sie dreht sich um und Paddy schaut sie an "aber, so habe ich ihn noch nie erlebt, was war denn?" "ach die Akustik war nicht so der Hit" Megan wäre das gar nicht aufgefallen, "aber das ist doch nicht so schlimm" "wie gesagt er ist so" Megan schüttelt den Kopf "er ist ein sehr gefühlsbetonter Mensch, das gilt für beide Seiten, bis jetzt hast du nur die Hälfte gekannt" Das musste sie erst mal schlucken auf einmal nimmt Paddy ihre Hand "komm lass uns zu den anderen gehen, er kriegt sich schon wieder" Als Megan im Bus sitzt ist sie total verwirrt, zu erst John, dann nimmt Paddy ihre Hand und jetzt beachtet er sie wieder nicht. Sie hatte heute ihr eigenes Zimmer, da Patricia ja nicht da war, also geht sie sofort nachdem sie im Hotel angekommen sind dort hin. Zum ersten mal seid langem wollte sie einfach nur allein sein. Sie legt sich ins Bett und zieht sich die Decke über den Kopf. Nach einer weile klopft es Megan steht auf und öffnet die Türe, sie zuckt etwas zurück vor ihr stand Paddy "kann ich reinkommen" sie nickt und lässt ihn rein, er macht die Türe zu und sie setzt sich aufs Bett. Er schaut sie an "John ist wieder friedlich, falls es dich interessiert" Megan nickt, was wollte er eigentlich hier er sieht sie an und Megan fällt ein, dass sie ja nur ein T-Shirt anhat. Sie zieht die Beine an den Körper und schlingt ihre Arme herum. "was ist?" "nichts ich wollte dir das nur sagen" "dann ist gut" er steht unentschlossen im Zimmer, einerseits wollte Megan dass er wieder geht, aber auf der anderen Seite hätte sie ihn am liebsten in ihre Arme gezogen. "Megan ich" er verstummt, weil sie im gleichen Moment auch zum reden angefangen hatte. Sie schweigt auch "zuerst du" er nickt "hör zu ich glaub wir lassen es besser sein" Megan hat das Gefühl ihr hat jemand einen Schlag in den Magen verpasst "wie meinst du das?" "es ist einfach zu viel für mich, verstehst du ich kann nicht ständig mit der Angst leben, dass dich irgendwelche Fans zwischen die Finger gekriegt haben und dir sonst was antun, nur weil du meine Freundin bist" sie nickt und schluckt die Tränen gewaltsam hinunter. "was wolltest du sagen?" er schaut sie an "ach ist nicht so wichtig" er nickt "lass uns Freunde sein ok" Megan nickt ganz langsam "dann gute Nacht" er dreht sich um und geht. "ich liebe dich" Megan flüstert es nachdem sich die Türe hinter ihm geschlossen hat und bricht in Tränen aus, es war so unfair, so verdammt unfair.
Als sie am nächsten Morgen aufwacht, fühlt sie sich miserabel. Sie steht aber trotzdem auf und geht nach unten. Dort trifft sie als erstes auf Kathy "Kind du bist ja ganz blass geht es dir nicht gut?" Megan schüttelt den Kopf und Kathy langt ihr an die Stirn "du bist total heiß, haben dich die zwei angesteckt?" in dem Moment wird es Megan schwindlig und Kathy fängt sie gerade noch auf. Als Megan wieder aufwacht liegt sie in einem Bett "wo bin ich" "geht es dir besser?" Barby schaut sie besorgt an "du bist in Köln du hast den ganzen Tag geschlafen" langsam erinnert sie sich wieder, John war gekommen und hatte sie in ihr Bett getragen, ein Arzt hatte sie untersucht und Kathy ihr Wadenwickel verpasst und dann war sie wieder eingeschlafen, das nächste was sie sich erinnerte war, dass sie im Auto saß und Barby bei ihr war. John der gefahren war hatte sie ins Bett getragen und dort war sie wohl wieder eingeschlafen. Barby steckt ihr ein Thermometer in den Mund und schaut auf die Uhr. Dann nimmt sie es wieder und schaut es an "na Gott sei dank dein Fieber ist gesunken" sie hält ihr eine Tasse an den Mund "trink das" Megan schluckt obwohl es ziemlich weh tut brav, es schmeckte gut "was ist das?" "Lindenblüten Tee mit Honig, ein altes Hausrezept, du hast uns ganz schön erschreckt" "wo sind die anderen?" "irgendwo auf dem Boot" "aber die Tour?" "wir haben jetzt 4 Tage frei, schon vergessen?" Megan nickt langsam, dann schaut sie um "wo bin ich?" "in einem der Gästezimmer, du brauchst jetzt Ruhe" sie nickt wieder und schon ist sie wieder eingeschlafen. Barby legt ihr einen kalten Waschlappen auf die Stirn und seufzt, Patricia und Jimmy waren heute schon wieder ziemlich fit, aber Megan hatte es ganz schön erwischt, sie geht nach draußen und hätte beinahe Paddy über den Haufen gerannt "wie geht es ihr?" "ganz gut glaub ich, das Fieber ist gesunken und sie war vorhin kurz wach. Sie schaut ihren Bruder aufmerksam an, er sah so besorgt aus, aber das war er immer, wenn es jemandem schlecht ging. "sie wird schon wieder, eine Grippe hat noch keinen Umgebracht" er nickt, irgendwie fühlt er sich schuldig. "kann ich irgendwas tun?" Barby nickt "bleib du etwas bei ihr, dass sie nicht allein ist" er nickt und geht nach drinnen und setzt sich ans Bett. Sie sah so zerbrechlich aus, wie sie wachsbleich auf dem Bett lag, er nimmt den Waschlappen und taucht ihn wieder in kaltes Wasser und wischt damit den Schweiß von ihrem Gesicht. "du musst schnell wieder gesund werden hörst du" "Paddy?" Megan schaut ihn mit Glasigen Augen an "ich bin da!" er nimmt ihre Hand, sie drückt sie. Sie schließt die Augen und wälzt sich unruhig hin und her, Manchmal macht sie sie wieder auf, aber sie war nicht wirklich wach. "Na wie geht es ihr?" Der Arzt war mit Dan und Barby ins Zimmer gekommen. Paddy steht auf und der Arzt geht an ihr Bett und misst erst mal ihr Fieber "hm, ihre Temperatur ist immer noch erhöht, hat sie etwas getrunken?" Barby nickt "gut" Megan wacht auf "was ist los?" "nichts es ist nur der Arzt hier" Er sagt etwas zu ihr und sie blickt Paddy hilfesuchend an "er wird dir jetzt eine Spritze geben und dann fühlst du dich gleich besser" sie nickt und schläft fast sofort wieder ein. Dan bringt den Arzt noch nach draußen "sie ist über den Berg, sie müssen nur darauf achten, dass sie genug Trinkt, das Fieber müsste morgen weg sein, wenn nicht rufen sie mich an, ansonsten schau ich in zwei Tagen noch mal vorbei" Dan nickt und geht wieder ins Wohnzimmer wo alle bis auf Paddy versammelt sind "wie geht es ihr?" "sie ist auf dem Weg der Besserung" Jimmy schaut ganz unglücklich "und ich bin Schuld, dass die Nervensäge krank ist?" alle schauen ihn an "wieso?" "na ich hab die Grippe doch dahergezogen" Patricia schnäuzt und schaut ihn an "ich bin ja auch krank gewesen und wir haben uns ein Zimmer geteilt und jetzt erzähl keinen Schwachsinn, keiner ist Schuld!"
Megan steht vor einer Bühne und Paddy singt ein Lied, sie kann nicht verstehen welches, weil die Fans so laut schreien, also will sie zu ihm gehen aber die Fans halten sie fest und ziehen sie immer weiter nach hinten, es wird immer heißer und sie hat das Gefühl sie muss ersticken, dann schreckt sie hoch. Im Zimmer ist es dunkel, sie lässt sich erleichtert in das Kissen fallen, es war nur ein Traum. Sie wusste nicht so recht wo sie war und sie hatte furchtbaren Durst, langsam steht sie auf und geht nach draußen auf dem Gang rennt sie fast in John "hey du sollst doch im Bett sein" "ich hab durst" er nimmt sie an der Hand und führt sie in die Küche und setzt sie auf einen Stuhl "ich mach dir einen Tee" er schaltet den Wasserkocher ein "warum bist du noch wach?" "ein Menschliches Bedürfnis" sie muss grinsen "fühlst du dich besser" sie nickt "du hast 2 Tage fast nur geschlafen" "was so lange?" John nickt "aber dann fahrt ihr ja morgen schon wieder zum nächsten Konzert" er nickt wieder "aber du bleibst jetzt erst mal schön brav zu Hause bei Dad" Megan seufzt, dabei wäre sie so gerne dabei gewesen, die Aussicht jetzt allein auf diesem Boot zu sein stimmte sie nicht gerade fröhlich "wir spielen nur Freitag und Samstag und dann kommen wir wieder und dann geht es am Mittwoch weiter, bis dahin bist du bestimmt wieder fit" Er reicht ihr eine Tasse und Megan trinkt, endlich tat das Schlucken nicht mehr weh.
Am nächsten Tag ist sie ganz schön traurig, vom Fenster aus beobachtet sie wie alle in den Bus steigen. Paddy hatte schon wieder nicht mit ihr geredet, er war einmal an ihrem Bett gesessen und hatte ihre Hand gehalten, aber sie wusste nicht, ob das wieder nur so ein Fiebertraum war oder ob es wirklich geschehen war. Der Arzt hatte gesagt ein zwei Tage und sie wäre wieder auf dem Damm, sie geht in ihr Zimmer, die anderen hatten beschlossen, dass sie ihr eigenes haben sollte. Wenigstens hatte sie jetzt Zeit sich einzurichten, sie räumt alles was sich bei Patricia von ihr so angesammelt hatte in das Zimmer und dann sah sie sich um, die Wände waren so leer. Patricia hatte ein wunderschönes Poster von Irland in ihrem Zimmer. Sie nimmt sich vor sich auch so etwas zu besorgen. Sie hatte obwohl sie schon fast 3 Wochen hier war ihre Tasche noch nicht ausgeräumt, sie leert sie einfach auf das Bett und beginnt ihre Bücher und Klamotten aufzuräumen, auf einmal fällt ihr ihr Tagebuch in die Hand. Sie verräumt alles und setzt sich auf das Bett und nimmt sich einen Stift, seid sie sich mit den Geschwistern so gut verstand hatte sie nicht mehr hineingeschrieben, als sie es aufschlägt verzieht sie das Gesicht. Auf einer Seite klebt ein Bild von ihr und Jack, sie hatte schon gar nicht mehr an ihn gedacht, er hatte auf den Brief den sie ihm geschrieben hatte gar nicht reagiert, irgendwie war sie enttäuscht. Paddy hätte reagiert, eine Träne löst sich aus ihrem Augenwinkel, sie wusste nicht warum er nicht mit ihr zusammen sein wollte, aber es tat weh. Sie beginnt alles aufzuschreiben, bis es an der Türe klopft. "Möchtest du auch etwas essen?" Dan schaut herein "ist es schon so spät?" sie schaut auf die Uhr, sie hatte 3 Stunden geschrieben. Sie steht auf und folgt Dan, es war komisch nur mit ihm am Tisch zu sitzen, nicht mal Ina die Haushälterin, die sich um Dan kümmerte wenn die anderen unterwegs waren, war hier. Schweigend stochert sie in ihren Nudeln herum "hast wohl immer noch keinen Appetit oder?" sie schüttelt den Kopf, aber es lag an etwas ganz anderem als Dan vermutete. Sie lächelt dann und isst trotzdem ein paar Gabeln, sie schmeckten ja wirklich gut.
Vor dem Konzert ruft Maite an und erkundigt sich nach ihr die beiden ratschen eine Zeitlang, aber dann muss Maite sich auch schon wieder fertig machen. Megan sitzt den ganzen Abend in ihrem Zimmer und brütet vor sich hin. Irgendwann hat sie das Gefühl ihr fällt die Decke auf den Kopf sie geht ins Wohnzimmer wo Dan sitzt und in einer Zeitung liest, als sie reinkommt schaut er sie an "wie geht es dir?" "besser danke" sie lässt sich auf die Bank fallen und blättert in einer Zeitschrift die auf dem Tisch liegt "schön das es dir mittlerweile so gut hier gefällt" er lächelt sie an und sie nickt "danke noch mal" er schüttelt den Kopf "dank dir selber dafür, Angelo hat mir erzählt, das du im Publikum warst" Megan nickt "erzähl mir, wie sind sie so?" die beiden unterhalten sich lange und Megan stellt fest, das Dan alles andere als ein alter Mann war, er interessierte sich sehr dafür, was in der Welt vorging. Auf einmal klingelt das Telefon "oh das werden die Kinder sein" Megan schaut auf die Uhr "aber es ist doch mitten im Konzert!" er nickt "sie rufen mich immer an, damit ich es mitanhören kann" er geht hin und reicht ihr dann das Telefon, Megan hört Paddys klare Stimme, er singt gerade good Neighbours und ihr drückt es Tränen in die Augen, sie gibt Dan das Telefon zurück und murmelt eine Entschuldigung und geht dann nach draußen, dort kann sie die Tränen nicht aufhalten, sie geht in ihr Zimmer und weint sich in den Schlaf. Sie fühlt sich so allein wie noch nie in ihrem Leben. Den nächsten Tag verbringt sie fast nur in ihrem Zimmer, aber dann rafft sie sich doch auf, sie wollte die Geschwister überraschen, wenn sie heute Nacht heimkommen, sie geht in die Küche und fängt an zu backen. Dann verzieht sie sich wieder ins Studio zum Klavier, im Wohnzimmer stand zwar auch eins aber da war Dan und sie hatte keine Lust dem zu begegnen, nicht das er noch rausfand dass es ganz und gar nicht an ihrer Grippe, von der sie eh nichts mehr merkte lag, dass es ihr nicht besonders gut ging. Sie spielt lange vor sich hin, bis sie etwas tut, dass sie schon lange nicht mehr getan hatte, sie stöbert etwas in Johns Videoarchiv, bis sie einen Film gefunden hat, der ihr einigermaßen zusagt und setzt sich vor die Glotze. Es war ein Romantischer Liebesfilm, was sie irgendwie noch mehr deprimierte. Sie verkriecht sich in ihr Bett und schläft sofort ein, sie merkt gar nicht wie die Geschwister mitten in der Nacht zurückkommen, wie sich Angelo und Jimmy sofort über die Muffins hermachen.
"Megan raus aus den Federn" verschlafen schaut Megan auf, in der Türe steht Maite und grinst sie an. Megan springt aus dem Bett und umarmt sie "Maite schön das du wieder da bist" "hey ich war gerade mal 2 Tage weg" "Ja aber ich hab mich hier furchtbar gelangweilt" Maite wedelt mit der Hundeleine "komm lass uns spazieren gehen" Megan nickt "darf ich mir vorher noch etwas anziehen?" Maite lacht "nein, du kommst im Nachthemd mit" Megan schlüpft schnell in ihre Jeans und zieht sich ein T-Shirt an und die beiden Mädchen rennen nach draußen. "Dad hat gesagt es geht dir nicht gut" Megan seufzt, vor ihm konnte man aber auch wirklich gar nichts verbergen "ach ist nicht so wichtig" "nein, ich mein wir sind doch Freunde oder?" Megan nickt "das sind wir" "also erzähl es mir vielleicht kann ich dir ja helfen" Megan seufzt, "glaub ich nicht, aber es geht um den Jungen in den ich mich verliebt habe" Maite schaut sie an "ja und? hast du mit ihm telefoniert, hat er dir geschrieben?" Megan schüttelt den Kopf "ach so, du bist traurig weil er sich nicht meldet" "jein" "wie?" "na ja" sie schluckt, Maite würde es ja doch aus ihr herausbekommen "es ist Paddy" Maite schaut sie an "mein Bruder Paddy?" Megan nickt zaghaft "ist nicht dein Ernst!" "doch" Maite murmelt etwas was sich wie, was finden die alle nur an ihm anhört "und was meint er" Megan zuckt mit den Schultern "das wenn ich wüsste" "weiß er es überhaupt" Megan nickt und erzählt ihr von der Nacht auf Deck und in ihrem Zimmer und wie er wieder mit ihr Schluss gemacht hatte "mein Bruder ist ein Volltrottel, er meint er muss es allen recht machen und dabei verrennt er sich immer total, ich glaub ich muss mal ein ernstes Wort mit ihm reden" "nein bitte lass das es ist eh schon schlimm genug" "sicher?" Megan nickt "da muss ich durch, in 3 Wochen bin ich eh wieder weg" Maite nimmt sie in den Arm "nimms nicht so schwer, so sind sie eben die Männer" Megan seufzt Maite konnte ihr zwar nicht helfen, aber es tat gut mit jemandem darüber reden zu können, schweigend laufen sie zum Boot zurück.
Megan geht Paddy so gut es auf einem Boot geht aus dem Weg, am nächsten Abend versammeln sich alle im Wohnzimmer und auf einmal hat John eine Gitarre in der Hand und beginnt zu spielen, Angelo beginnt mit zwei Gabeln den Takt mitzutrommeln und Kathy setzt sich ans Klavier. Paddy rennt los und holt sich auch eine Gitarre und Barby rennt ihm hinterher und kommt mit einem Tamburin und Patricias Trommel wieder. So sitzen sie alle zusammen und Musizieren. Megan sitzt verzaubert am Boden und hört ihnen zu. Die alten spanischen Volkslieder gefielen ihr sehr gut, auch wenn sie nichts verstand. Paddy stimmt auf einmal One More Freaking Dollar an und obwohl sie ihn auf den Mond schießen könne, muss sie doch mitwippen. Als dann Kathy beginnt von früher zu erzählen quetscht sie sich zwischen Jimmy und John auf die Couch und hört ihr gespannt zu. Als Kathy erzählt wie Angelo kurz vor Weihnachten zur Welt kam, wird der knallrot und verzieht sich vorübergehend aufs Klo, die anderen schauen ihm lachend hinterher. Obwohl Paddy im Raum war fühlte sich Megan ziemlich wohl, Jimmy hatte aufgrund des Platzmangels seinen Arm um sie gelegt und sie fand es toll Kathy zuzuhören, sie fühlte sich richtig geborgen. Doch langsam aber sicher verabschieden sich alle. Megan diskutiert mit Barby über den Sinn und Unsinn von Kaugummi, als die feststellt, dass sie eigentlich unheimlich müde ist und Megan eine gute Nacht wünscht. Zu ihrem Entsetzten muss die feststellen, dass sie jetzt mit Paddy allein im Zimmer sitzt. Sie steht hastig auf "na dann geh ich wohl auch mal" fast schon fluchtartig verlässt sie den Raum. "warte" Paddy hält sie am Arm fest "was willst du?" "ich hab das Gefühl, dass du mir aus dem Weg gehst" "so was komisches aber auch, wundert dich das etwa" "es tut mir leid" "mir auch Paddy, ich kann das nicht" "was?" "so tun als ob wir Freunde sind, tut mir leid ich bin nicht so ein guter Schauspieler" "wie ich?" "das hab ich nicht gesagt" "aber es ist so, hör zu es ist so besser für dich" "wohl eher besser für dich, du willst nicht mit mir zusammen sein? ok ich kann es nicht ändern, aber dann tu mir wenigstens nicht noch mehr weh als du es eh schon getan hast!" sie quetscht sich an ihm vorbei und geht in ihr Zimmer und sperrt zum ersten mal die Türe ab. Paddy will an ihrer Türe klopfen, lässt es aber dann doch sein und geht mit gesenktem Kopf in sein Zimmer.
Maite zerrt Megan am nächsten Morgen in die Stadt, dort ist ein Flohmarkt und Maite möchte ihn ihr unbedingt zeigen "außerdem kommst du da auf andere Gedanken" Megan ist ihr dankbar, Paddy war zwar unterwegs, aber sie war trotzdem ganz froh rauszukommen. "morgen spielen wir in Berlin, die Stadt muss ich dir unbedingt zeigen, dort bin ich geboren" "wann fahren wir denn?" "gleich in der Früh, das wird total klasse, Mittwoch Berlin, dann bleiben wir dort einen Tag, Freitag, Samstag Konzert und am Sonntag spielen wir in Wismar und dann segeln wir zwei Tage durch die Ostsee" "wie Segeln?" "na wir haben doch ein Segelschiff wusstest du das nicht?" "woher denn" "ach ja richtig, also die Santa Barbara Ann liegt in Rostock, im Hafen und von da aus drehen wir ne Runde" Megan schaut etwas skeptisch "ist das nicht gefährlich?" "iwo, es wird dir gefallen!"
Der Tag in Berlin war für Megan wunderschön, sie zog zusammen mit Maite, Barby durch die Strassen und sie hatten jede Menge Spaß, Paddy hatte seid der Nacht auf dem Gang nicht mehr versucht mit ihr zu reden, er hatte sich wohl damit abgefunden, dass sie ihn ignorierte.
Als sie am Sonntag in Wismar ankommen wartet dort schon ein Mädchen mit schwarzen Haaren "Kira" Maite rennt auf sie zu und umarmt sie, die beiden Mädchen reden sofort aufeinander ein, dann begrüßt das Mädchen die anderen. Maite stellt sie vor "Kira das ist Megan unser Besuch, Megan das ist Kira" die beiden schütteln sich die Hand und obwohl es Kira anfangs ziemlich schwer fällt, mit Megan Englisch zu reden verstehen sie sich prächtig. "weißt du was lass uns etwas durch die Stadt gehen, wir haben noch massig Zeit" "kann ich mitkommen?" Megan schaut sich verblüfft um, hinter ihr stand Angelo, der legte doch sonst auch keinen Wert darauf mit ihr oder Maite was zu unternehmen, Maite schien es genauso zu gehen, aber Kira nickt sofort "klar komm mit" die 4 streifen durch die Stadt und Megan findet es ganz schön hier. Leider müssen Maite und Angelo zurück, da es Zeit zum Soundcheck war und Paddy würde ausflippen, wenn sie nicht pünktlich da waren. Megan und Kira streifen durch das Gelände "woher kennst du die Kellys?" "meine Mutter ist eine gute Freundin von Caroline und du" Kira legt den Kopf schief "mein Vater ist Politiker in Warnemünde und er hat die Kellys zu uns geholt und da haben wir uns bei dem Konzert kennen gelernt und jetzt komm ich jedes mal wenn sie in der Nähe ein Konzert geben und ich war auch schon ein paar mal in den Ferien in Köln" "dein Englisch ist gut" "findest du?" Megan nickt "sag das mal meinem Lehrer" "mach ich sofort, wo ist er?" die beiden lachen "schau mal" Die beiden haben sich auf vor der Bühne gesetzt und Angelo steigt zwischen den Lichtern in luftiger Höhe herum "was hat der denn vor?" Kira zuckt mit den Schultern im selben Moment hört man Paddy über das Mikro brüllen das Angelo da sofort runterkommen soll. "was ist denn mit Paddy los?" "wie meinst du das?" "so gereizt hab ich ihn noch nie gesehen" "vor Konzerten ist der immer so" "früher war er das nie" Megan zuckt mit den Schultern "da hatte er wohl auch noch nicht die ganze Verantwortung, hast du auch so Hunger" sie hatte jetzt keine Lust sich über Paddy Gedanken machen zu müssen, das tat sie schon oft genug. Kira nickt und die beiden gehen erst mal was essen. Die beiden verfolgen zusammen das Konzert aus dem Publikum und Megan stellt fest, dass es zu zweit einfach mehr Spaß hat, vor allem kann ihr Kira sagen, was die Kellys reden. Auf einmal springt Joey von einem Boxenturm und fällt hin. Besorgt schauen sich Kira und Megan an und rennen hinter die Bühne, aber Joey steht schon wieder und singt weiter.
Nach dem Konzert findet noch ein Empfang in einem Hotel statt. Megan steht am Buffet und schaut amüsiert zu wie Kira und Angelo sich angeregt unterhalten. "Na du?" Maite taucht neben ihr auf "schau dir mal die zwei an" Maite muss grinsen "der liebe Angelo stellt glaub ich langsam fest, dass es noch etwas anderes als Drums gibt" die beiden lachen. Paddy saß auf einem Sessel und hatte die Augen geschlossen, als Megans Blick auf ihn fällt hätte sie ihn am liebsten in den Arm genommen, heute waren die Mädchen besonders hysterisch gewesen, es mussten an die 100 gewesen sein die allein in er ersten Absperrung rausgezogen wurden. Das Gekreische nach ihm wollte gar kein Ende nehmen, sie hatte es gar nicht so richtig wahrgenommen, da sie sich mit Kira wahlweise über Jimmy oder Angelo lustig gemacht hatten. Aber jetzt fällt ihr wieder ein, dass er schon auf der Bühne wesentlich angestrengter als sonst gewirkt hatte und jetzt saß er da und war total ausgepowert. "hey was ist mit dir los" Megan zeigt auf Paddy "er ist total fertig" Maite nickt "ihm geht das immer total nah, wenn die Mädchen so ausflippen, das Konzert war heute besonders schlimm, ich glaub ihm tut es im Herzen weh, zu wissen, das er ihre Wünsche nie erfüllen können wird. Megan taten Maites Worte im Herzen weh, "hey jetzt schau nicht so, der wird schon noch merken, was er ohne dich verpasst" Megan zieht die Mundwinkel nach oben "ach er soll doch machen was er will" Maite schaut sich um "wo sind denn Kira und Angelo hin?" jetzt muss Megan wieder grinsen "na hoffentlich werden die beiden wenigstens Glücklich" "du meinst doch nicht das die was voneinander wollen, Kira ist älter als Ange" "das ist ein Grund aber kein Hindernis" Maite muss lachen "komm suchen wir sie" Megan schüttelt den Kopf "lass ihnen doch die Freude, sie sehen sich sicher selten genug" Maite nickt. Sie gehen zu Joey um der auf einem Sessel sitzt und jammert, dass ihm sein Fuß weh tut, jetzt setzen sie sich links und recht von ihm hin und bemitleiden ihn und füttern ihn mit Trauben, was dem natürlich ausgesprochen gut gefällt "hey das könnt ihr öfters machen" "hättest du wohl gerne" Joey nickt und Megan stellt fest, das Paddy die Augen aufgemacht hat und sie beobachtet und er auch lacht. was sie ungemein erleichtert. Um halb 2 treibt Kathy alle in den Bus, noch in der selben Nacht ging es weiter nach Rostock, wo die Barbara Anne vor Anker lag. Angelo macht ein todtrauriges Gesicht, was aber keinem außer Megan und Maite auffällt.
Am nächsten Morgen ist Megan total gerädert, sie konnte in diesen Bussen einfach nicht schlafen und schon gar nicht wenn Paddy ungefähr 2m von ihr entfernt lag und aussah wie ein Engel. Sie steht als erste zusammen mit Kathy auf und dreht mit Sean an der Hand eine Runde auf dem Schiff, der Dreimaster gefiel ihr ziemlich gut. Finbar kommt ihr entgegengesprungen, Vincent der auch mitsegelt hatte sie mitgebracht. Megan krault sie erst mal ausgiebig, langsam aber sicher wachen auch die anderen auf und trudeln auf dem Schiff ein. Paddy hat in der einen Hand zwei Gitarrenkoffer und in der anderen zwei Schlafsäcke, Megan muss lachen er sah aus wie ein Packesel und auch Angelo stand am Kai und lachte sich schlapp "hättest du die Güte mir zu helfen" Paddy lässt alles fallen und schaut seinen Bruder böse an, der sich schnell in den Bus verzieht um auch etwas aufs Schiff zu tragen. Megan geht ihm hinterher und hilft Maite und Jimmy die Lebensmittel in der Kombüse zu verstauen, das würden mit Sicherheit 2 tolle Tage werden. Das einzige was sie etwas störte war diese Reporterin, die einen Bericht machte, aber es war ausgemacht, das sie nicht in dem Bericht erwähnt wurde, was ihr nur recht war. John stellt ihr die Crew des Schiffes vor und sie machen sich daran das Schiff startklar zu machen. Langsam wird John nervös, es war eigentlich ausgemacht, dass sie um 10 Uhr ablegen, aber Joey der ins Krankenhaus gefahren war, war immer noch nicht da und es war schon viertel vor elf. Kathy geht noch einmal die Checkliste durch dass sie ja nichts vergessen haben. und kurz vor elf kommt Joey endlich mit einem Taxi, natürlich bestürmen ihn jetzt erst einmal alle, was mit seinem Fuß los ist "ach eine Bänderüberdehnung, stellt euch vor die wollten mir einen Gips verpassen, aber ich hab den Arzt so lange bearbeitet, bis er mir nur einen festen Verband gemacht hat" er seufzt "aber ich kann trotzdem nur humpeln". Dann endlich ist es so weit, das Schiff legt ab und Megan macht den Fehler Joey zu fragen, warum sie mit dem Motor rausfahren, wo es doch ein Segelschiff ist, jetzt darf sie sich eine Abhandlung über das Segeln anhören. Auf offenem Meer schaut er sich dann verzückt um "das ist ideales Segelwetter heute, da schaffen wir bestimmt 11 Knoten" Megan schaut ihn an "wie viel ist das in Meilen" er schaut sie an und die anderen fangen zum lachen an er zieht die Stirn in Falten und überlegt. Megan ist heilfroh, als sie Maite fragt ob sie ihr das Schiff zeigen soll. "danke das du mich gerettet hast" "wenn Joey einmal angefangen hat zu reden hört er nicht mehr auf, soll er doch die Reporterin volllabern" die beiden lachen. Maite zeigt ihr die Kombüse und die Dusche "hier ist der Wohn- und gleichzeitig Schlafraum" am Boden waren überall Matratzen und Schlafsäcke ausgebreitet "die Schlafkojen sind leider noch nicht fertig, aber es ist ganz gemütlich, außerdem schlafen wir bei dem schönen Wetter eh an Deck!" Megan nickt, es sah auch wirklich gemütlich aus. Gegen Mittag wird es ziemlich heiß und irgendwie ist jeder schläfrig, also sucht sich jeder einen Schlafplatz, John hat sich in das Bugnetz gelegt und sonnt sich, Megan schaut ihn zweifelnd an "sag mal hast du da drin keine Angst?" "ne komm her das ist toll" "meinst du wirklich?" er nickt und hält ihr die Hand hin und nickt "wart ich helfe dir" langsam klettert sie zu ihm und setzt sich dann erleichtert auf die Matratze auf der er lag. John legt sich wieder hin und Megan legt sich neben ihm. Irgendwie fühlt sie sich bei ihm wohl, er war wie der große Bruder den sie sich immer gewünscht hat. "hast du schon mal so einen blauen Himmel gesehen?" "das letzte mal als wir in Florida im Urlaub waren". Megan dreht sich auf den Bauch und sieht ins Wasser, es war schon irgendwie toll hier, auch wenn es ihr immer noch nicht ganz geheuer war. Erst jetzt merkt sie wie fertig sie eigentlich ist, der Schlafmangel der letzten Nacht macht sich langsam bemerkbar und nicht lange und sie ist eingeschlafen. Als Megan wieder aufwacht ist sie allein sie krabbelt zurück auf das Schiff und stellt fest, dass sie einen Sonnenbrand hat. "Na ausgeschlafen?" "Jimmy klettert in schwindelerregenden Höhen auf einem Mast herum und schaut zu ihr runter. Sie streckt sich in alle Richtungen "geht so" er lacht. Paddy steht an der Reling und hat eine Angel ausgeworfen und Angelo steht interessiert daneben und erteilt ihm Ratschläge, Megan muss lachen das sah zu komisch aus. Die ganze Zeit werden Fotos gemacht und Megan zieht es vor sich zu Maite in die Kombüse zu verziehen und ihr beim Abendessen machen zu helfen. "hast du eigentlich schon mal mit wieder mit Paddy geredet?" "was gibt's da noch zu reden? Er hat mir klipp und klar gesagt was Sache ist" Maite seufzt "der steht seinem Glück grundsätzlich im Weg! Aber so kann es doch nicht weitergehen, ihr geht euch ständig aus dem Weg und glücklich ist keiner von euch beiden dabei" "ach ihn stört das doch überhaupt nicht" "das meinst du, glaub mir ich kenne mein Brüderchen" sie drückt ihr eine Kartoffel in die Hand "schäl mal" "Jawohl, bin ich jetzt der Bordsklave?" Maite lacht. Paddy hat es mittlerweile aufgegeben, anbeißen tut eh keiner und Angelo machte ihn mit seinem Gelaber wahnsinnig. Er kommt in die Kombüse, aber als er Megan sieht dreht er wieder um und murmelt dabei so etwas wie ich schau mal nach Jimmy, Maite schaut Megan an "siehst du was ich mein".
"Land in Sicht" Angelo der auf einem Mast hängt brüllt quer über das ganze Schiff. Megan rennt nach draußen. "wo sind wir?" "das müsste Dänemark sein" und schon rennen alle los um die Segel einzuholen. Im Hafen von Marstal gehen sie vor Anker und nach dem Abendessen geht's ans Festland. "in zwei Stunden treffen wir uns wieder hier okay" Kathy zieht es vor auf dem Schiff zu bleiben, Sean hatte gerade seine Phase und wollte ohne seine Mutter nicht einschlafen. Megan zieht mit Maite und Barby durch die Strassen und die drei finden das Fischerdorf ziemlich romantisch. Als alle wieder auf dem Boot versammelt sind, dauert es nicht lange bis der erste ein Instrument in der Hand hat. Es war wunderschön, der Abend war total warm und über ihnen glitzerten die Sterne und dazu die Musik, Megan fühlte sich wie in einem Märchen. Schon ziemlich spät in der Nacht holen die Jungs die Matratzen und Schlafsäcke nach oben, sie wollten alle draußen unter dem Sternenhimmel schlafen. Megan hat Pech, sie war auf dem Klo und als sie zurück kommt ist nur noch ein Platz neben Paddy frei. Giftig schaut sie Maite, die blöd grinst an und holt ihren Schlafsack um sich neben ihn zu legen. Paddy dreht ihr zwar den Rücken zu, aber Megan kann trotzdem nicht schlafen. Das wurde langsam zur Krankheit. irgendwann hält sie es nicht mehr aus und steht auf, sie beschließt etwas im Hafen spazieren zu gehen und klettert vom Schiff. Auf einmal bemerkt sie einen Schatten hinter sich erschrocken dreht sie sich um "wohin willst du?" "Paddy erschreck mich doch nicht so, ich lauf nicht weg, keine Angst" schweigend laufen sie am Hafenbecken entlang. "bist du nicht müde?" "doch hundemüde um genau zu sein" "warum schläfst du dann nicht?" "tja es ist nicht so einfach, wenn du so dicht neben mir liegst" betroffen schaut er sie an "aber ich hab gedacht" er schweigt und bleibt stehen, "was hast du gedacht?" "ich habe nicht gedacht, dass es dir so..." "ach vergiss es" "Nein Paddy, was ist mit dir los, bin ich dir so egal?" er schüttelt den Kopf "nein du bist mir alles andere als egal" "wo ist dann dein Problem?" er zuckt mit den Schultern "ich will nicht, dass du mich mit hunderttausend Mädchen teilen musst" Megan seufzt "was ist?" "was soll ich dazu noch sagen, du willst mich nicht, damit muss ich mich abfinden" "ich will dich, das ist ja das Problem" sie sieht ihn an und macht einen Schritt auf ihn zu und schüttelt dann den Kopf und dreht sich um "Megan ich..." er packt sie an der Schulter und dreht sie zu sich "lass mich" sie will sich losmachen aber er nimmt ihre Hände "warte, ich" er schließt die Augen und dann küsst er sie, Megan wehrt sich zuerst, aber dann erwidert sie seinen Kuss. Langsam fährt Paddys Hand über ihren Rücken und Megan zuckt zusammen "was ist?" "mein Sonnenbrand" "ach ja" Paddy nickt, Patricia hatte Megan zwar eine seltsam riechende Pampe auf dem Rücken verteilt aber es tat immer noch weh. Behutsam streicht Paddy ihr über den Rücken "so besser?" sie nickt. Nach einer Weile gehen die beiden Hand in Hand zurück auf das Schiff, beide kriechen in ihre Schlafsäcke und sehen sich an. Paddy öffnet seinen Schlafsack ein Stück und nimmt sie in die Arme, Megan schaut in die Sterne und dann sieht sie eine Sternschnuppe "hast du sie gesehen?" Paddy schaut sie fragend an und Megan nickt "wünsch dir etwas" sie schließt sie Augen und spürt wieder Paddys Lippen auf ihren.
"Aufstehen" Megan schreckt hoch, Paddy macht auch langsam die Augen auf und verdreht dieselbigen "Jimmy musst du so brüllen" Der grinst "wir legen um 8 Uhr ab, bis dahin will ich nur fröhliche Gesichter sehen "Jawohl" Megan legt sich wieder hin und zieht sich den Schlafsack über den Kopf. Paddy zieht ihr die Decke weg und grinst sie an "nix gibt's" Die anderen wachen auch langsam auf und jeder streckt sich. Megan und Paddy räumen die Schlafsäcke nach unten. Dort schauen sich die beiden an "und wie lange dauert das jetzt, bis du mir wieder das Herz brichst" Paddy beißt sich auf die Lippen "ich will das nicht!" "Was?" "dir das Herz brechen, genau deshalb wollte ich nicht.." Megan legt ihm den Finger auf die Lippen und küsst ihn dann "genießen wir es so lange es geht" er nickt und erwidert ihren Kuss. Maite steht in der Türe und beobachtet die beiden, sie wollte eigentlich fragen, ob Megan Bratkartoffeln mag, aber jetzt grinst sie und geht wieder nach oben. Megan könnte ewig hier mit ihm stehen, aber dann löst sie sich doch von ihm "was ist?" "ich hab Hunger" er lacht "na super" aber er nimmt ihre Hand und geht mit ihr nach oben. Sean kommt angerannt und will auch an der Hand genommen werden die beiden nehmen ihn zwischen sich und als Barby sie sieht, lacht sie "ihr drei seht aus wie eine richtige Familie" Sie kann zwar nicht verstehen warum beide knallrot werden, aber da Maite zum Frühstück ruft denkt sie nicht weiter drüber nach. Megan sitzt zwischen Jimmy und Joey und lässt sich die Route erklären "also wir fahren jetzt nach Kiel und da gehen wir erst mal baden" "au klasse" sie steht auf dass muss sie sofort Maite erzählen, die liegt jetzt im Bugnetz und sonnt sich "kann ich reinkommen" Maite grinst "ich bin zwar nicht Paddy, aber komm rein Megan klettert zu ihr "wie meinst du das?" "ich hab euch heute morgen gesehen" Megan wird rot "schön dass ihr euch gefunden, oder muss ich sagen wiedergefunden habt?" Megan seufzt "ich will gar nicht wissen wie lange es dauert und er mir wieder das Herz bricht" "wenn er es tut, dann breche ich ihm was ganz anderes" die beiden müssen lachen. "hey Mädels kann ich reinkommen" Maite seufzt "langsam wird es eng hier" aber Paddy wartet die Antwort gar nicht ab sondern klettert zu ihnen. "ich glaub ich lass euch mal alleine" Maite krabbelt zurück "Hey ich wollte dich nicht vertreiben" Sie grinst ihn an "ich kann mir vorstellen, dass ihr allein sein wollt" Paddy schaut Megan an "sie hat uns heute morgen gesehen" er nickt und legt seine Arme um Megan und küsst sie "Knutschalarm" Megan und Paddy schrecken auseinander, Angelo steht am Bug und brüllt das ganze Schiff zusammen. Megan ist das furchtbar peinlich und Paddy wünscht sich seinem Gesichtsausdruck nach auch auf einen anderen Planeten. Jetzt stehen natürlich alle am Bug und schauen sie an "wurde ja endlich Zeit" Jimmy bricht das Schweigen, dann schüttelt den Kopf und geht zurück zum Steuer Joey folgt ihm. Patricia grinst und zeigt Megan den erhobenen Daumen. Maite Packt Barby und zieht sie auch weg. Kathy schüttelt auch nur lächelnd den Kopf und nimmt Sean bei der Hand. John hatte natürlich wieder nichts mitbekommen und wurde von Kathy aufgeklärt, er schaut zwar in Richtung Bug, beschließt aber das es besser ist, wenn er nicht auch noch hinrennt. Nur Angelo steht immer noch da und kann es gar nicht fassen, dass sein großer Bruder ein Mädchen im Arm hat. "seid ihr jetzt zusammen" Paddy steht auf und rennt an ihm vorbei "ja was dagegen" Megan würde sich am liebsten in Luft auflösen, ihr war das ja so peinlich, sie kriecht aus dem Netz und weiß gar nicht wohin mit sich, Gott sei Dank sieht Maite das und geht zu ihr hin "tja, damit musst du leben du kriegst nicht nur den Typ, sondern die ganze Familie. Jetzt muss Megan lachen "ach da hab ich nichts dagegen" "denk ich mir und ihr glotzt nicht so blöd, so weit ich weiß hatte jeder von euch schon mindestens eine Freundin" Jimmy und Joey schauen ganz schnell weg. Megan geht zum Heck und setzt sich neben Paddy er hat sein Gesicht in den Händen vergraben und seine Schultern zucken "Paddy?" er schaut sie an und sie sieht dass er nicht mehr kann vor lachen "tut mir leid, aber es musste ja so kommen" Megan muss auch lachen er nimmt ihre Hand und Megan lehnt sich an ihn. Als sie in Kiel ankommen, Ankern sie in einem Badeort und nichts mehr kann Maite halten sie nimmt Anlauf und springt mit einem Satz ins Wasser. Auch Paddy und Angelo hechten sofort hinterher. "Kellys über Bord" Megan wirft ihnen Rettungsringe zu und zieht sich dann das T-Shirt aus und springt hinterher, sie schwimmt zu Paddy und er kann gar nicht so schnell schauen wie sie ihn unter Wasser gedrückt hat, natürlich muss Angelo seinem Bruder helfen und Maite schlägt sich auf Megans Seite und schon ist die schönste Wasserschlacht im Gange. Nicht lange und fast alle tummeln sich im Wasser. Paddy legt sich in einen Rettungsring und lässt sich treiben "hey wir könnten hier ewig bleiben". Aber leider heißt es ziemlich bald wieder auf das Schiff zurück. Am nächsten Tag war wieder ein Auftritt angesagt und sie mussten ans Umkehren denken.
Megan sitzt im Flugzeug und diesmal ist sie alles andere als unglücklich, sie fühlt sich in der Kleinen Chartermaschine ziemlich wohl, es kann aber auch daran liegen, das Paddy neben ihr sitzt und ihre Hand hält, sie war richtig glücklich. Sie war mit den Kellys quer durch Deutschland getourt, war in Österreich und in der Schweiz und immer mit Paddy an ihrer Seite. Jetzt ging es für ein paar Tage nach England, dort fasst sie den Entschluss, wenn sie wieder zu Hause war würde sie als erstes wieder ihre alten Freunde anrufen, sie hatte irgendwann angefangen ihnen und ihren Eltern aus jeder Stadt in der sie war eine Postkarte zu schreiben, sie hatte auch schon einige Antwortbriefe erhalten. Doch dann wird sie traurig, wenn sie von London zurück kommen, würde das Konzert auf der Loreley sein, das letzte der Tour und am nächsten Tag flog sie zurück nach Amerika. Eigentlich hätte sie schon vor 2 Wochen zurück gemusst, aber sie hatte ihre Eltern angerufen und gebettelt noch etwas bleiben zu dürfen, ihre Eltern waren immer überraschter von ihrer Tochter, kaum war sie 3 Wochen bei Carolines Geschwistern hatte sie sich für alles entschuldigt und seid dem kam fast jede Woche ein langer Brief oder eine Postkarte in dem sie ihnen erzählte wie schön es hier war. Also hatten sie zugestimmt, das Megan bis zum ende ihrer Ferien in Deutschland bleiben durfte. Von Paddy hatte sie ihnen auch erzählt der war aufgestanden und ging mit Angelo ein Paar Noten durch, sie hatten schon viele Songs für die neue Platte geschrieben und sie auf diversen Konzerten ausprobiert. Sie beobachtet ihn, als er es bemerkt schaut er auf und lächelt sie an, sie durchflutet ein warmes Gefühl.
"ihr spinnt, ihr spinnt komplett" kopfschüttelnd beobachtet Megan wie die 9 auf das offene Verdeck des eigens gekauften Doppeldeckerbus klettern, auf dem ihre Instrumente aufgebaut sind und vor einem Bürogebäude zum musizieren beginnen. So ziehen sie den ganzen Tag durch London, von einigen Plätzen werden sie zwar verjagt, aber dadurch lässt sich ein Kelly nicht entmutigen. Kathy erzählt Megan, dass ihnen das früher total oft passiert ist. "mit euch kommt man ganz schön rum" "Kopf runter" Megan zieht ihren Kopf ein, gerade noch rechtzeitig über sie, Paddy und John rasen jetzt Zweige hinweg "verdammt wieso ist das hier so tief?" John schaut vorsichtig wieder nach oben. Nicht lange und sie werden von der Polizei angehalten, die sie darüber aufklärt, dass auf dieser Strasse gar keine Busse fahren dürfen. Kaum sind die Männer weg müssen Maite und Megan zum lachen anfangen. Nachdem sie den ganzen Tag und auch fast den halben Abend musizierend verbracht haben, sind zwar alle fix und fertig, aber auch total aufgedreht. Im Hotel teilt sich Megan mit Maite und Barby ein Zimmer und Paddy steckt den Kopf rein "na Mädels" "was willst du denn hier?" "Na was wohl seiner Geliebten einen gute Nacht Kuss geben" Angelo steckt den Kopf durch die Türe. Klatsch, ein Kissen fliegt ihm an den Kopf und er stürmt in das Zimmer um sich fürchterlich an Megan zu rächen, Maite und Barby helfen natürlich sofort zu Megan und Paddy unterstützt seinen kleinen Bruder und schon ist die wildeste Kissenschlacht im Gang "was macht ihr denn hier?" Patricia steht im Zimmer und Angelo er gerade ein Kissen werfen wollte verliert das Gleichgewicht und fällt auf den Boden, was die anderen natürlich zum totlachen finden. Patricia schüttelt lachend den Kopf "ihr sollt schlafen und euch nicht gegenseitig umbringen" "Jawohl sir" Paddy sammelt ein paar Kissen ein und wirft sie auf ein Bett und drückt Megan einen Kuss auf die Wange und verdrückt sich in sein Bett. Nachdem alle im Bett liegen, dreht sich Maite, die mit Megan in einem Ehebett liegt zu ihr? "sag mal liebst du Paddy so richtig wirklich" jetzt ist Barby natürlich sofort hellwach, sie legt sich zu den anderen beiden ins Bett und Megan überlegt "ich glaub schon" "wow und er dich auch?" Megan zuckt mit den Schultern "keine Ahnung" "wie ist es so mit ihm zusammen, habt ihr schon?" "Maite sei doch nicht so direkt" Barby schaut sie an "ist schon ok, nein wir haben noch nicht und wenn wir denn mal 5 Minuten allein sind ist es eigentlich ganz schön" Die drei unterhalten sich noch etwas, aber dann schlafen sich auch, der nächste Tag würde anstrengend werden. Punkt halb acht Uhr hämmert Angelo an ihre Türe "Mädels raus aus den Federn" Maite schaut ganz verschlafen "was will der denn" er kommt reingestürmt "los aufstehen, wir wollen auf den Flohmarkt" Jetzt ist Maite hellwach "wir sind in 10 Minuten bei euch" "will ich auch schwer hoffen" eine halbe Stunde später machen sich Paddy, Angelo, Maite, Barby und Megan auf zum Quamden Lock-Flohmarkt. "wir gehen gerne auf Flohmärkte, dort kaufen wir auch unsere meisten Bühnenklamotten" Paddy und Megan gehen Hand in Hand an den Ständen entlang. Hier mussten sie sich zum ersten mal nicht verstecken. Angelo tippt Maite an und zeigt auf die beiden "schau dir die mal an, als ob ihre Hände zusammengewachsen wären" "Wart nur mal bis du verliebt bist" Angelo klappt den Mund zu und sagt gar nichts mehr. Auf einmal bleibt Paddy stehen "schaut mal" er hat ein Büffelkopfskelett in der Hand "was willst du denn damit?" Megan schaut ihn fragend an "du spinnst" Maite drückt das nüchterner aus "wieso ein Büffel zu einem Hornochse passt doch" Angelo und Maite lachen sich tot und Megan hat das Wort nicht verstanden "ach ist nicht so wichtig" "das würde dir jetzt so passen" Maite grinst und erklärt es Megan.
Am Nachmittag haben die Kellys dann ihren ersten Auftritt in England, sie spielen auf einem Festival in einem Zelt und Megan steht ganz vorne und genießt es einmal nicht von den Fans hinter ihr erdrückt zu werden. Als ihnen dann der Veranstalter den Strom abdreht, weil sie hoffnungslos überzogen haben, spielen sei einfach unplugged weiter. Das Publikum ist aber am Kochen und es stört keinen im Gegenteil. Megan gefiel es hier besonders gut, da die Menschen hier ihre Sprache sprachen. Danach geht es sofort zurück ins Hotel, da alle tierischen Hunger haben. Nach dem Essen machen sich die älteren daran die Gegend unsicher zu machen. Da das Hotel direkt an der Themse liegt, schlägt Maite vor noch etwas spazieren zu gehen, aber Angelo winkt nur an "geht nur, ich bleib lieber ihr" auch Barby gähnt herzhaft "ich schließ mich Ange an" dann grinst sie "außerdem muss ja jemand auf den kleinen aufpassen" "ha ha, ich bin alt genug" Megan und Paddy schauen sich an und Maite beschließt in dem Moment auch hier zu bleiben, sie wusste die zwei hatten eh kaum Zeit füreinander, da wollte sie nicht stören. Megan schnappt sich seine Jacke "kommst du?" Maite schüttelt den Kopf "Mir ist da grad was eingefallen, geht ihr allein". "ihr ist was eingefallen?" Paddy der im Flur auf sie gewartet hatte schaut sie an "ich glaub sie wollte uns allein lassen" "das ist ja total süß von ihr, so kenn ich meine Schwester gar nicht" Megan küsst ihn "tja" er nimmt ihre Hand und sie spazieren an einer Promenade entlang. "weißt du ich find es ja klasse, dass ich endlich mal etwas verstehe, aber warum reden die so geschraubt?" Paddy lacht "tja das ist das British English, als Amerikaner fällst du hier auf wie ein bunter Hund" "macht nix, so lange wollte ich gar nicht bleiben" Paddy lacht "schade das wir nicht für immer hier sein können" Megan nickt "aber so ist das Leben" sie setzten sich auf eine Parkbank und küssen sich. "läuft das hier unter Erregung öffentlichen Ärgernisses?" "das Risiko nehme ich in Kauf".
Megan ist den Tränen nahe, sie waren auf dem Weg zur Loreley, es war ihr letzter Tag in Deutschland. Morgen Nachmittag würde sie in das Flugzeug, das sie zurück nach Boston brachte steigen. Paddy sitzt neben ihr und hält ihre Hand er fühlte sich auch nicht besonders toll. "schau mal da ist St Goar, da haben wir den Videoclip zu Why Why Why gedreht" brav schaut Megan in die Richtung in die Joey zeigt. "jetzt schau doch nicht so, du kannst uns ja so oft besuchen kommen wie du willst, das Zimmer auf dem Boot wird für immer deins bleiben" Megan lächelt Maite an. Es war total lieb, wie sie alle versuchten sie aufzuheitern. Sie atmet durch, Trübsaal konnte sie noch lange genug blasen, diesen Tag würde sie genießen. An der Bühne ist verblüfft wie viele Menschen dort schon stehen, sie hatte ja schon einiges mit den Kellys erlebt, aber sie verwunderte es trotzdem jedes mal aufs neue. "ausverkauft" Jimmy schaut begeistert aus dem Fenster. "während des Soundchecks spielt Megan mit Sean auf dem Rasen vor der Bühne fangen, die beiden hatten einen Heidenspaß, "hey Megan schau mal wer da ist" Maite hatte sie durch das Mikro angesprochen und sie dreht sich um auf der Bühne stand Kira und winkte ihr zu. Megan rennt zu ihr hoch und an der Absperrung fallen sie sich in die Arme. Kira war auf einigen Konzerten dabeigewesen und auch ein paar Tage auf dem Hausboot und die beiden hatten sich ziemlich gut angefreundet "was machst du denn hier?" "na ich muss mich doch von dir verabschieden, außerdem lass ich mir doch nicht den Auftritt entgehen, hast du gewusst, das er komplett live im Fernsehen übertragen wird?" Megan nickt Paddy hatte es ihr erzählt. "na komm wir müssen hier raus, gleich geht der Einlass los und dann machen die uns gnadenlos platt" Megan lacht und verschwindet mit Kira und Sean hinter der Bühne. Jetzt ging die übliche Hektik vor dem Konzert los, kurz bevor sich alle Kellys in einem Raum versammeln um sich auf das Konzert einzustimmen. Stürmt Megan in Paddys Garderobe, der wird gerade für die Kameras gestylt, geduldig wartet sie bis er fertig ist, dann kommt er zu ihr "du schaust klasse aus" "findest du?" sie nickt "ich wünsch dir viel Glück" "heute werde ich nur für dich singen" er lächelt sie an und sie küsst ihn und dann geht er zu den anderen. Megan schaut ihm hinterher, die letzten Wochen waren die schönsten ihres Lebens, Paddy hatte zwar trotzdem kaum Zeit für sie aber sie waren sich trotzdem emotional ziemlich nahe gekommen, sie hatten sich auf dem Weg zu den diversen Konzerten viel unterhalten, sie hatte zum ersten mal mit jemandem über Becky reden können und er hatte ihr auch viel von seiner Mutter erzählt und wie sehr es ihm weh, tat sie kaum zu kennen. wusste gar nicht wie sie es ohne ihn und seine Geschwister aushalten soll. Sie geht zurück zu Kira, die schon ungeduldig auf sie wartet "komm wir müssen vor die Bühne" "Meinst du das ist so ne gute Idee, hast gesehen wie die da draußen drauf sind? die machen uns zu Hackfleisch" "Macht nichts, das ist es mir wert! Außerdem hat die Lightshow ein Designer von den Rolling Stones entworfen, schon allein deswegen will ich da raus und du gehst mit, das kannst du deinem Lover doch nicht antun" "hast du eine Ahnung, was die mir antun, wenn die wüssten dass es mein Lover ist!" "erstens wissen sie es nicht, zweitens bist du selber schuld, was bist du auch mit einem Kelly zusammen" Megan lacht und Kira packt sie einfach an der Hand und zieht sie nach draußen, es war der helle Wahnsinn obwohl die Kellys noch gar nicht auf der Bühne waren, herrschte trotzdem schon Partystimmung. Wenigstens war ihr letzter Tag hier ein wunderschöner.
Zu den klängen von Ares Qui kommen die Kellys auf die Bühne "Einen wunderschönen Guten Abend Loreley" und ein Sturm antwortet ihm. Kira zeigt lachend auf Jimmy, er hatte mal wieder keine Schuhe an "unmöglicher Kerl" Megan muss in Kiras Ohr schreien und die nickt lachend. Als Paddy An Angel anstimmt und alle in Jubel ausbrechen, bricht Megan in Tränen aus, mit diesem Lied hatte es angefangen und heute würde sie es zum vorläufig letzten mal live hören, es berührte sie immer wieder. Kira schaut sie an und Megan zuckt nur mit den Schultern, jetzt war es eh egal sie heult fast das ganze Konzert, es war einfach zu schön, bei Why Why Why beruhigt sie sich zwar wieder, aber dann stimmt Kathy Sick Man an und es ist wieder vorbei. Kira nimmt sie in den Arm und zusammen heben sie ihre Feuerzeuge hoch. Dann kommt John nach vorne, Megan kann sich schon gut denken was jetzt kommt. Als er mit White Christmas losrockt schaut sie Kira fragend an und Megan tippt sich an die Stirn und zuckt mit den Schultern und sie fangen beide ausgelassen zum tanzen an.
Die Zugabenrufe wollen kein Ende nehmen und auch Megan brüllt sich die Seele aus dem Leib, das Konzert sollte noch nicht vorbei sein, noch nicht sie wollte für immer hier stehen. Dann kommen sie noch einmal und stimmen Agur Jaunak an Megan seufzt, Johnny hatte ihr erklärt, dass es ein altes Baskisches Volkslied war, dass so viel wie Auf Wiedersehen heißt, auf einmal merkt sie wie Paddy das Publikum absucht, sie weiß dass er sie nicht sehen kann, aber sie spürt, dass er in Gedanken genauso bei ihr ist, wie sie bei ihm. "Danke an euch, wir kommen nächstes Jahr wieder und hoffentlich seid ihr alle wieder dabei" Dann wird es auf der Bühne dunkel und Megan wischt sie die Tränen aus den Augen. Sie geht zusammen mit Kira hinter die Bühne alle umarmen sich erst mal und dann schauen sich Paddy und Megan an und fallen sich gegenseitig in die Arme, sie will es zwar nicht aber sie muss trotzdem heulen und auch Paddy laufen die Tränen über das Gesicht. "was ist denn mit euch los, es ist doch keiner gestorben!" "ach lass sie" Angelo war hinter Kira aufgetaucht und verwickelt sie in ein Gespräch.
"kann ich reinkommen?" "natürlich!" Megan hat sich in ihrem Bett aufgesetzt, sie hatten noch lange gefeiert und geredet, aber irgendwann waren alle ins Bett gegangen und Megan hatte gehofft, dass Paddy noch einmal kommt, sie waren an diesem Abend keine 5 Minuten allein gewesen. Er setzt sich neben sie auf das Bett "ich werde dich vermissen!" "meinst du, du hast noch so viele Konzerte vor dir und dann die neue Platte" er lacht "deswegen wirst du trotzdem immer bei mir sein" er nimmt ihre Hand und legt sie auf seine Brust "genau hier" sie lächelt ihn an und küsst ihn "warte ich hab etwas für dich" er greift an seinen Hals und öffnet seine Kette und legt sie ihr um "was machst du?" "das ist damit du immer an mich denkst" sie schaut den Anhänger an, auf der Vorderseite stand love und auf der Rückseite Paddy and Megan. Sie schaut ihn an "Paddy das ist, ich mein das wäre doch nicht nötig gewesen" sie lacht und greift unter ihr T-Shirt und hängt ihm auch eine Kette um. Paddy schaut sie an, es war einfach nur ein Herz auf dem ein P und ein M eingraviert war, die beiden fangen zum lachen an. "da hatten wir wohl beide die gleiche Idee" Megan nickt "hast du Angelo und Kira gesehen, die zwei verstehen sich total gut" Paddy nickt "schon komisch" "wie meinst du das?" "na er war immer der kleine und jetzt interessiert er sich plötzlich für Mädchen" Megan lächelt, dann nimmt sei eine Strähne von Paddys frischgewaschenen Haaren und richt daran "das werde ich vermissen?" "Was?" "das Boot, deine Geschwister, dich wie es richt wenn du an mir lehnst, wie es ist wenn du mich küsst" er nimmt sie in die Arme "ich werde es auch vermissen" Er nimmt ihre Hand und streichelt sie sanft, dann schaut er sie an "ich glaub ich liebe dich" Megan durchzuckt es, sie wusste Paddy sagte so etwas nicht einfach so sie nickt "ich liebe dich auch" er lächelt und küsst sie. Megan merkt auf einmal, dass es heute anders war als sonst. Sie löst sich von ihm und sie sehen sich an, dann nickt sie und küsst ihn wieder.
Als Megan aufwacht und sich umdreht und Paddy neben sich liegen sieht lächelt sie, er sah im Schlaf immer noch aus wie ein Kind. Dann schlägt er die Augen auf und sieht sie an "wie geht es dir?" "schlecht" "Warum?" erschrocken setzt er sich auf "weil ich dich jetzt wahrscheinlich für lange Zeit nicht mehr sehen werde" er lässt sich wieder zurück in die Kissen sinken und nimmt sie in den Arm "ich will dich nicht gehen lassen" "es muss sein, die Schule fängt bald wieder an" "bleib bei uns" "und dann?" "ich weiß es nicht" "glaub mir Paddy ich würde nichts lieber als das tun, das war der schönste Sommer meines Lebens, aber es geht nicht, mach es mir doch nicht noch schwerer!" er nickt "ich weiß, entschuldige!" Megan kuschelt sich in seine Arme und er hält sie fest. Irgendwann müssen sie aber aufstehen. Als Paddy in sein Zimmer kommt schaut ihn Angelo an "war es schön?" Paddy schaut ihn erschrocken an "ich weiß wo du letzte Nacht warst, also brauchst du es gar nicht erst leugnen, ich sag den anderen nichts" Paddy lächelt seinen Bruder an "wunderschön" dann setzt er sich auf das Bett und vergräbt den Kopf in den Händen, Angelo setzt sich neben ihn und legt den Arm um ihn, ansonsten war Paddy immer der Starke, das war einer der wenigen Momente in denen er es sich gestattete Schwäche zu zeigen. Angelo wusste es zu schätzen, dass er einer der wenigen war, der seinen Bruder auch mal so sah.
Megan rührt traurig in ihrer Tasse sie hatte keinen Hunger, obwohl Maite regelrechtes Frühstücksbuffet gezaubert hatte. "jetzt iss doch was, du hast noch einen langen Flug vor dir" Megan schaut sie an "ich krieg auch was im Flugzeug, weißt du doch" Maite seufzt und gibt es auf, überhaupt war eine gedrückte Stimmung auf dem Boot. Megan hilft Patricia den Tisch abzuräumen, sie räumt automatisch die Spülmaschine ein und denkt sich, dass es wohl das letzte mal sein würde "jetzt schau doch nicht so, das tut mir ja selber gleich weh" "ach Patricia ich würde so gerne bei euch bleiben" sie nimmt sie in den Arm "wir sehen uns bestimmt bald wieder" John steckt den Kopf rein "Megan wir fahren jetzt dann, kommst du noch schnell auf mein Zimmer?" sie nickt und Klappt die Maschine zu und geht zu ihm. Als sie die Türe öffnet lächelt er sie an "hey, ich hab was für dich" sie schaut ihn an "wirklich?" er nickt "er drückt ihr ein Video in die Hand "das sind Livemitschnitte von einigen Konzerten und was Jimmy und ich so Backstage ab und zu gefilmt haben, vielleicht gefällt es dir ja" Megan fällt ihm um den Hals "John du bist so lieb" dann bricht sie in Tränen aus "vergiss nicht wir sind ein paar mehr Leute, wenn du jetzt jedes mal zum heulen anfängst, dann bist du bis du zu Hause bist ganz ausgetrocknet" Megan muss lachen, John war so ein lieber Kerl. "ich werde meinen großen Bruder vermissen" "weißt du das ist das gute an Geschwistern, man wird sie nicht los so sehr man sich auch anstrengt" er drückt sie an sich und geht mit ihr dann ins Wohnzimmer, sie schaut auf die Uhr nicht mehr lange und sie würden zum Flughafen fahren. Dan wollte auch noch mit ihr reden, sie betrat sein Arbeitszimmer er lächelt sie an "hast du alles gepackt?" Megan nickt "das ist gut" "ich möchte mich nochmals für alles bedanken" Dan schüttelt den Kopf "ich hab es schon mal gesagt dank dir selbst! Mich freut es, wenn es dir bei uns gefallen hast, natürlich bist du immer Willkommen! Grüß Caroline von mir" Megan nickt "werde ich machen" "er drückt ihr eine Mappe in die Hand" "was ist das?" "das sind die Klaviernoten, an denen du immer geübt hast, ich möchte, dass du weiterspielst ich denke du hast Talent dafür" und dann nickt Dan ihr zu "ich hoffe du verstehst, dass ich nicht mit an den Flughafen komme" Megan nickt "schon klar" sie schaut die Noten an "danke" "genug bedankt! na komm her" er umarmt sie und Megan schluckt, John hatte recht wenn sie bei jedem heulen würde, dann würde sie total vertrocknet in Amerika ankommen" Sie geht ins Wohnzimmer dort sitzen Joey und Jimmy und unterhalten sich, als sie reinkommt schauen sie sie an "na Nervensäge, heute werden wir dich wohl los" Jimmy grinst sie an und Megan nickt "werdet ihr wohl" "schade eigentlich" "ach ja bevor ich es vergesse" Megan zieht den Backstagepass den sie immer dabei hatte aus ihrer Hosentasche. "John hat gesagt ich soll ihn dir geben, ich brauch ihn ja nicht mehr" sie reicht ihn Joey und der schaut ihn nachdenklich an und gibt ihn ihr zurück "behalt ihn, als Andenken" er grinst sie an "bis es den neuen gibt, ich schicke dir den für die nächste Tour zu" er lächelt sie an und Jimmy nickt "genau, dann hast du gar keine andere Möglichkeit als zu kommen" "ihr seid alle so süß" sie umarmt auch die beiden. "ich bemühe mich" Megan lacht, Jimmy war unmöglich. Sie geht noch zu Kathy aufs Hausboot und verabschiedet sich dort von ihr und Vincent. Sean hält ihr strahlend ein Blatt Papier entgegen und sagt etwas, Megan schaut Kathy hilfesuchend an, heute war wohl wieder mal deutsch angesagt. Kathy lächelt "er hat gesagt das er gar nicht weiß warum du gehst aber er hat das für dich gemalt damit du uns nicht vergisst!" Megan schaut das Bild an, Sean hatte ein Boot und alle Kellys gemalt und sie und Paddy hielten sich an der Hand. Megan lächelt den kleinen an "ich werde es in meinem Zimmer aufhängen okay, dann denke ich immer an euch" Sean nickt zufrieden und Megan geht zurück aufs Hausboot. Angelo kommt ihr entgegen gestürmt und grinst sie an "gut du bist noch nicht weg" sie schaut ihn an "Angelo wo warst du denn?" er hält ihr einen Walkman hin "der ist für dich, weil ich doch deinen Diskman zerstört habe" Megan erinnert sich noch gut daran wie Angelo rücksichtslos ihren Rucksack vom Schiff geschmissen hatte und damit das Gerät in seine Teile zerlegt. "aber Paddy hat mir doch schon lange einen neuen gekauft" Angelo nickt "ich weiß, aber manchmal braucht man einen Walkman" er zwinkert ihr zu und drückt ihn in die Hand. Er und Megan hatten zwar kein inniges Verhältnis, aber sie umarmt ihn trotzdem. Dann seufzt sie, sie musste sich noch von Patricia und Barby verabschieden, Maite und Paddy fuhren mit zum Flughafen. Patricia kam ihr entgegen und lächelt sie an "na alles wieder ok?" Megan nickt und dann umarmt sie Patricia einfach "danke, danke für alles" "hey ich hab's dir gesagt wir sehen uns bestimmt bald wieder" "und bis dahin" sie drückt ihr ein aufgerolltes Papier in die Hand "es hat dir immer so gut gefallen, ich will das du es bei dir zu Hause aufhängst" Megan schaut sie an "doch nicht das irische Bild" Patricia nickt "doch es ist doch irgendwie auch deine Heimat oder?" Megan nickt und umart Patricia wieder. "Nein ich heule jetzt nicht!" Patricia lacht "will ich auch hoffen, Barby hat gesagt ich soll dich noch in ihr Zimmer schicken" Megan nickt und geht zu Barby. Als sie die Türe öffnet ist Barby gerade dabei etwas zu verpacken "noch nicht" Megan macht die Türe zu und wartet "jetzt kannst du reinkommen" Megan schaut Barby fragend an, die drückt ihr ein Paket in die Hand "das darfst du erst im Flugzeug aufmachen, versprichst du es mir?" Megan nickt. "gut, so und jetzt geh bevor ich wieder zum heulen anfange" Megan nimmt Barby einfach in die Arme "versprichst du mir was?" Barby schaut sie fragend an "was denn?" "wenn ich das nächste mal wiederkomme, bringst du mir dann das Tanzen bei?" Barby drückt sie an sich "klar" jetzt müssen beide heulen. "hey ihr zwei" Maite steckt den Kopf bei der Türe herein "wir müssen fahren" Megan nickt und die drei gehen zu den anderen ins Wohnzimmer, "komm wir bringen dich raus" Megan geht in ihr Zimmer und nimmt ihre beiden Taschen, sie waren viel schwerer und voller als bei ihrer Ankunft. Sie sieht sich in dem Zimmer um, mittlerweile hingen dort Aquarelle von Barby an den Wänden und ihr blick bleibt auf dem Bett hängen, sie dachte daran was sie letzte nacht dort mit Paddy erlebt hat und sie hat das Gefühl es zerreißt ihr das Herz. "na komm" Megan hätte sich am liebsten von ihrer kleinen Kajüte verabschiedet John steht hinter ihr und nimmt eine Tasche, auf dem Gang nimmt Joey die andere und sie gehen nach oben, dort sind die anderen versammelt, Megan umarmt noch einmal jeden und steigt dann zu John, Maite und Paddy ins Auto. Als sie hinter der Mauer sind nimmt Paddy ihre Hand und lässt sie bis zum Flughafen nicht mehr los. Schweigend laufen sie durch das Terminal und Megan gibt ihr Gepäck auf. John nickt ihr zu "mach's gut little Sister, melde dich wenn du angekommen bist" sie nickt und John nimmt sie noch mal in die Arme. Er hält sie ein stück von sich weg "Agur Jaunak" John lächelt "weißt du, dass das nicht nur Auf wiedersehen, sondern auch willkommen heißt?" Megan schüttelt den Kopf, er küsst sie auf die Stirn und lässt sie los. Sie schaut Maite an "hör zu ich hasse Abschiede, meistens heul ich und dann wird es noch schlimmer, also ich wünsch dir alles gute und wir schreiben uns oder?" Megan nickt und Maite fällt ihr um den Hals und die beiden Mädchen die in den letzten Wochen die besten Freundinnen geworden waren, halten sich fest. Dann lässt Maite los "so und jetzt genug geheult" sie gibt ihr einen Brief "das ist der Text für mein neues Lied, ich möchte das du ihn als erste ließt, wenn es fertig ist, schicke ich es dir!" Megan schluckt "Maite das ist" Maite schüttelt den Kopf "es ist ok, machs gut" sie nimmt Johns Arm "komm gehen wir" er grinst ihr zu "mach's gut" Megan und Paddy schauen sich an "das war's dann wohl" sie nickt "das war's wohl" "hör zu ich will nicht das du mir irgendwas versprichst, leb einfach dein Leben" sie will etwas sagen aber legt ihr den Finger auf die Lippen "nein, Megan versprechen werden meistens gebrochen besonders solche für die Ewigkeit" sie nickt und er gibt ihr die Hand "mach's gut" Megan geht auf den Terminal zu und auf einmal bleibt sie stehen und dreht sich um "Paddy" auch er dreht sich um und schaut sie an, dann läuft sie los und fällt ihn seine Arme "ich liebe dich" er schluckt "ich liebe dich auch" die beiden küssen sich. Er schaut sie an und greif sich in die Hosentasche und gibt ihr eine Kassette "hör zu ich hab wollte schon lange mal ein Lied über meine Mutter schreiben, hörs dir mal an und sag mir dann was du davon hältst" sie nimmt die Kassette und nickt, dann wird ihr Flug zum zweiten mal aufgerufen. Sie küsst ihn noch einmal "mach's gut" er nickt und sieht ihr nach er schluckt und geht dann auch. Maite die mit John am Ausgang auf ihn gewartet hat legt den Arm um ihn und drückt ihn an sich.
Megan sitzt im Flugzeug, sie konnte es immer noch nicht glauben, als sie hergeflogen war empfand sie es als unerträglich 6 Wochen bei dieser Familie bleiben zu müssen, jetzt war sie fast 8 geblieben und es hätten noch mal 8 sein können. In diesem Sommer hatte sch ihr ganzes Leben verändert, sie wusste gar nicht wie sie sich zu Hause zurechtfinden sollte. Sie seufzt und dann fällt ihr der Brief von Maite, Paddys Kassette und das Paket von Barby ein. Sie beschloss zuerst den Brief zu lesen und Paddy für den Schluss aufzuheben. Sie muss grinsen, Angelo hatte es anscheinend gewusst, das Paddy ihr eine Kassette mitgeben wollte, dieses Schlitzohr, wenn er nicht wäre müsste sie jetzt bis zu Hause warten.

Dear Megan
ich hoffe das wird der erste von vielen Briefen, den wir uns schreiben werden! Erinnerst du dich noch an das Konzert in Fulda! Du hast doch gesagt, dass du wenn du wieder in Amerika bist deine Liebe zu Paddy zu einem Stern schickst, damit sie bei nacht für ihn scheinen kann!
Megan schluckt, es war ein wunderschöne sternenklare Sommernacht gewesen und sie war mit Barby, Maite und Paddy auf dem Hoteldach gesessen und Paddy hatte gejammert das er es nicht ertragen würde wenn sie geht. Sie seufzt und ließt weiter
Na ja mir ist da so eine Idee für ein Lied gekommen, ich weiß noch nicht was für eine Melodie es haben wird, vielleicht frag ich auch Patricia ob sie es mit mir singt, mal schauen. Ich wollte das du es als erstes ließt, weil du hast mir sozusagen die Idee dafür geliefert!
So ich hoffe du schreibst mir bald und wenn der Song fertig ist, dann schicke ich ihn dir sofort!
Machs gut
love Maite

Megan faltet vorsichtig den zweiten Zettel in dem Umschlag auseinander und ließt ihn.

Stars falls from heaven

It's cold outside and the moon is bright
and Im all alone tonight
if I was a star that shined so bright
I'd shine my love to you

it's not the words you say
neither the way they're said
and it's not the things you do
that make me want to fly to you
oh baby

chorus
when a star falls from heaven
don't ask me why
when a star falls from heaven
it just makes me cry
when stars fall from heaven
I don't know why
when stars fall from heaven
gonna see me cry

It's cold outside I'ts dark out here
you're far and I'm alone
The stars shine bright
As the tears roll down
my burning cheeks as I cry........

Eine Träne fällt auf den Liedtext und Megan schnieft, die Stewardess schaut sie besorgt an "alles okay?" Megan nickt "ja ich hab Liebeskummer" die Stewardess lächelt sie an "das tut mir leid!" Sie geht nach hinten und kommt dann mit Schokolade wieder "hier das hilft mir immer" Megan muss lachen und bedankt sich. Dann sieht sie das da noch etwas steht "wehe du heulst jetzt" Megan muss lachen, sie beschließt sofort Maite sofort wenn sie zu Hause ist anzurufen, der Song war so was von wunderschön. Sie nimmt sich jetzt Barbys Paket vor. Sie entfernt vorsichtig das Papier und zum Vorschein kommt ein kleines Photoalbum. Sie schlägt die erste Seite auf und dort ist ein Bild von allen Geschwistern und jeder hatte unterschrieben. Auf den Folgenden Seiten waren lauter Bilder von den letzten Wochen. Vom Segelboot, von London, von den Konzerten. Megan seufzt, Barby war ein riesiger Schatz, sie hatte das Album mit kleinen Zeichnungen und Anekdoten verziert. Auf einem Bild sieht man sie wie sie über die Reling der Santa Barbara Anne hängt und darunter steht "ob ihr wohl schlecht ist?" als sie die Seite umblättert zuckt sie zusammen, es war im Bus gemacht worden. Paddy lehnte mit dem Rücken an der Scheibe und sie saß ihm gegenüber und fütterte ihn mit Stäbchen, sie konnte sich noch daran erinnern Paddy hatte behauptet sie kann das nicht. Ein paar Seiten weiter muss sie wieder lachen, das Bild hatte sie selber gemacht Kira und Maite standen in ihrem Zimmer und hatten sich gestylt, das sah zum schreien aus. Sie blättert weiter und auf der letzten Seite ist ein großes Bild von einem Konzert, auf dem alle 9 auf der Bühne stehen und sich verbeugen und Sean sich am Rock seiner Mutter festhält, darunter steht ganz groß "Agur Jaunak". Megan steht auf und vertritt sich etwas die Beine so weit das in dem Flugzeug möglich ist. Dann setzt sie sich wieder und wühlt in ihrem Rucksack nach Angelos Walkman, er war wirklich ein Schatz, er hatte sogar an die Batterien gedacht, dann nimmt sie die Kassette und legt sie ein. Als sie Paddys Stimme hört fühlt sie sich irgendwie besser. "hey meine Süße ich habe schon so lange eine Idee für ein Lied im Kopf und ich glaub jetzt ist es ganz gut geworden es wird auf die nächste Platte kommen, ich hoffe es gefällt dir. es heißt Calling Heaven" ich hab dir noch ein paar andere Sachen aufgenommen, Lieder die wir zusammen gehört haben, damit du dich nicht so allein fühlst!" Megan muss lächeln, als Paddy zum singen anfängt, steigen ihr wieder Tränen in die Augen und laufen ihr über das Gesicht.

Megan wischt sich über die Augen sie wollte nicht schon wieder heulen, zu viele Tränen hatte sie schon wegen ihm vergossen. Sie war nie wieder auf dem Hausboot gewesen denn kurz nachdem Almost Heaven rauskam war eine Hetzkampagne auf die Kellys losgegangen, sie erinnerte sich noch wie sich Maite und Paddy nach Amerika geflüchtet hatten, das war auch eine wunderschöne Zeit. Paddys und ihre Liebe war wieder so richtig aufgelebt und sie waren für ein paar Wochen glücklich. Dann hatte ihr Kira geschrieben, dass sie mit Angelo zusammen war. Sie muss grinsen, spätestens nach I can't help myself war Megan klar, wem Angelos Herz gehörte. Sie schaut wieder auf den Fernseher, jeder der Geschwister hatte damals etwas vor laufender Kamera zu ihr gesagt. Jetzt stand Barby davor "schau mal Megan, ich habe mir heute Nachmittag auf dem Flohmarkt in München das Kleid gekauft, Paddy wollte es zu erst anziehen, aber ich glaub mir steht es doch besser" Megan muss lachen, sie wusste noch wie Paddy mit dem Kleid für einen Reporter posiert hatte. Barby, ihre süße Barby, was hatte sie bloß mitgemacht, sie hatte es nicht verkraftet, die vielen Touren und die vielen Fans. Sie war sowieso so ein sensibles Wesen und trotzdem war sie immer wieder mit auf die Bühne gegangen, bis der große Zusammenbruch kam. Jetzt war sie in einer Klinik und wurde dort langsam wieder aufgebaut. Aber den Briefen nach zu urteilen ging es ihr wieder ziemlich gut, sie war sogar einmal wieder auf der Bühne. Was hatte sich alles in den Jahren verändert. Die Kellys waren nach Eastgrove gezogen und sie war zum ersten mal in Irland dort gefiel es ihr wirklich gut und dann kam Growin up, sie wühlt in der Schachtel und zieht die CD heraus, jeder hatte etwas zu seinem Song dazugeschrieben. Dann fällt ihr From their hearts in die Hände und sie beißt sich auf die Lippen, passenderweise war Paddy jetzt im Bild "hallo Süße, der ist für dich" er tut so als ob er sich umsehen würde, ob jemand gerade zusieht und küsst dann die Kamera und rennt dann weiter. Im Hintergrund hört man John lachen. Megan schüttelt den Kopf und denkt an den kalten Tag im November zurück, die Kellys waren nach Gymnich gezogen. Als sie das Paddy das letzte mal in Eastgrove gesehen hatte, hatte er sie kaum beachtet und auch in den folgenden Wochen waren sie wieder nach Deutschland gezogen und als Maite dann im Sommer nach Amerika kam war er nicht dabei, weil er sich um den ganzen Papierkram kümmern musste, wie er sagte. Es tat ihr weh, sie sahen sich ja eh fast kaum und wenn dann war er abweisend. Er hatte sich wahnsinnig verändert, und als sie damals in Gymnich ankam hatte sie Angst von der Konfrontation mit ihm. Sie war fast drei Wochen da und er hatte sich wieder kaum um sie gekümmert und wenn sie zu ihm kam, musste er etwas organisieren, schrieb gerade an einem Song oder hatte sonst etwas zu tun. Als er nicht einmal an ihrem letzten Tag Zeit hatte wurde es ihr zu viel, er war ihr so verdammt fremd geworden, das war nicht mehr der Paddy den sie liebte. Sie wusste nicht ob es an den Fans, dem Erfolg oder sonst etwas anderem lag, aber sie konnte nicht mit diesem Menschen zusammen sein, das wurde ihr an diesem Tag bewusst. Und sie war in sein Zimmer gekommen und hatte ihn gebeten mit ihr zu reden. Als er sie wieder abwimmeln wollte, weil er an einem Song schrieb, platze sie, also hatte sie ihm einfach das Blatt weggenommen und es zerrissen. Megan schließt die Augen, auf einmal läuft es wieder wie in einem Film in ihrem Geist ab.
"sag mal spinnst du komplett, ich arbeit da schon ewig dran" "anders hörst du mir ja nicht zu und wie ich dich kenne hast du mindestens eine Kopie" "was willst du?" "ich wollte dich" jetzt endlich schaut er sie wirklich an "wie meinst du das? du hast mich doch" sie schüttelt den Kopf "ich hatte dich, Paddy du hattest damals im Hotelzimmer doch recht" "wann?" "vor 3 Jahren" "wie meinst du das?" "es ist wohl besser wenn wir uns trennen" "wie kommst du auf den scheiß?" "was willst du überhaupt noch mit mir? Dir sind ganz andere Sachen gerade wichtiger du schaust mich ja nicht mal an und ich war jetzt 3 Wochen hier und mehr als mit mir geschlafen hast du nicht, das kannst du von jeder anderen auch haben" Er schaut sie verständnislos an "wie meinst du das?" "merkst du nicht, dass es für dich nur noch deine Arbeit gibt, in dieser Welt ist anscheinend kein Platz für mich, ich möchte auch mein Leben leben" "aber das kannst du doch, ich hindere dich nicht daran" "du verstehst es nicht, oder?" er schüttelt mit dem Kopf "für dich bin ich nicht mehr existent" "das stimmt doch gar nicht" "oh doch, ich bin doch für dich nur ne nette Abwechslung in deinem Bett" er schaut sie wütend an "das stimmt nicht, das weißt du?" sie schüttelt den Kopf "nein das weiß ich nicht, leb wohl Paddy" sie öffnet die Türe er ruft ihr hinterher "why dont't you go? Dann geh doch wenn du dich dann besser fühlst" Megan schaut ihn traurig an "es tut mir leid, dass es so endet" sie dreht sich um und geht aus dem Zimmer.
Megan laufen jetzt doch wie damals wieder die Tränen über das Gesicht, die Zeit nach der Trennung war gewissermaßen eine Erleichterung, aber trotzdem hatte sie sich so schlecht wie noch nie in ihrem Leben gefühlt. Maite war oft in Amerika und eines Tages hatte sie ihr ein Tape in die Hand gedrückt und ihr gesagt sie soll es anhören. Das Lied hätte ihr beinahe das Herz zerrissen. Doch sie hatte einfach nicht die Kraft zu ihm zurückzukehren. Mit den anderen verstand sie sich immer noch sehr gut, sie schrieben sich e-Mails und sie war auch schon ein paar mal bei John und seiner Freundin in Spanien gewesen, er war immer noch ihr großer Bruder. Maite war ja eh gerade ziemlich oft da, da sie ja ihren High School Abschluss machen wollte. Die beiden waren immer noch dicke Freundinnen, aber das Thema Paddy schwiegen sie aus. Megan schaut wieder den Brief in ihrer Hand an. Sie und Kira waren immer noch gute Freunde und sie hatte sich ziemlich für sie gefreut, als sie ihr erzählt hatte, das sie und Angelo zusammen sind. Die beiden hatten sie auch einige male besucht und sie wusste das sie jetzt nach Deutschland musste. Sie wühlt etwas in der Schachtel durch die vielen Briefe und Kassetten die er geschickt hatte. Und ganz unten ist eine kleine Schachtel, Megan öffnet sie mit zittrigen Händen, darin lag die Kette die er ihr damals bei ihrem ersten Abschied geschenkt hatte und sein Ring, den sie zu ihrem Einjährigen von ihm bekommen hatte, sie erinnerte sich noch daran wie heute.
Paddy hatte überall Kerzen angezündet und war vor ihr gekniet und hatte zu ihr gesagt "ein Ring hat keinen Anfang und kein Ende, ich hoffe unsere Liebe ist auch so wie ein Ring unendlich"
Sie nimmt ihn aus der Schachtel und dreht ihn etwas zwischen den Fingern, auf der Innenseite war sein Name und das Datum eingraviert. Dann steckt sie ihn sich an, er passte immer noch. Wieder rollt eine Träne über ihre Wange, über den Bildschirm flimmert jetzt the rose.
"stör ich?" Megan schaut erschrocken auf Maite die in der Türe steht, dann schüttelt sie den Kopf "nein komm rein" sie zieht die Nase hoch und Maite schaut sich um "was ist denn mit dir los" "ich habe an ihn denken müssen, verdammt das ist jetzt bald 2 Jahre her, warum tut es immer noch so weh" Maite nimmt sie in den Arm "ich weiß es nicht, aber warum - also ich mein wie kommst du jetzt gerade darauf?" Megan reicht ihr den Brief, Maite ließt ihn durch und schaut sie dann an "wirst du kommen?" Megan zuckt mit den Schultern "ich weiß es nicht, ich würde Kira gerne wiedersehen!" "Aber Paddy nicht" Megan nickt langsam "ihn nicht" "meinst du nicht, dass ihr nach der langen Zeit wieder normal miteinander umgehen könnt?" wieder zuckt Megan nur mit den Schultern "frag mich doch nicht so was?" "wir werden es sehen" Maite nickt.

Megan sitzt im Flugzeug, noch 5 Minuten zur Landung. Nachdem auch ihre Mutter sie ermutigt hatte, hat sie Kira doch zugesagt. Maite lächelt ihr aufmunternd zu und nimmt ihre Hand "du schaffst das schon! außerdem wohnst du bei Trish!" Megan schaut ihre Freundin dankbar an. Patricia stand die Schwangerschaft richtig gut, Denis begrüßt sie auch fröhlich. Die beiden hatten sich als Megan bei John war kennen gelernt und auf Anhieb verstanden "Danke das ich bei dir wohnen kann, ich glaub im Schloss würde ich es nicht ertragen" Patricia nickt " ich versteh schon, schön das du hier bist" die beiden umarmen sich. Dann lacht Patricia "fast schon wie in alten Zeiten!" Zusammen mit ihr und Maite besucht sie Kira und Angelo, der kleine Gabriel zog sie sofort in ihren Bann. Kira lächelt sie an "er ist zu süß nicht" Megan nickt "ein richtiger kleiner Engel".
In dieser Nacht schläft Megan kaum ständig dreht sie sich in ihrem Bett um, der Jet Lag machte ihr ziemlich zu schaffend und dazu dachte sie ständig über Paddy nach, morgen würde sie alle wiedersehen. Maite hatte eine Art Willkommensparty auf Schloss Gymnich organisiert. Ob er wohl da sein würde, insgeheim hoffte sie das er ist, aber auf der anderen Seite hatte sie auch wieder Angst davor. Am nächsten Morgen sitzt sie am Frühstückstisch und versucht vergeblich nicht wieder einzuschlafen Patricia lächelt sie an "na du schaust aber noch nicht sehr fit aus" "ich fühl mich total erschlagen" weißt du was, leg dich doch einfach noch etwas hin, vor 6 Uhr brauchen wir in Gymnich eh nicht auftauchen" Megan nickt und verschwindet wieder in dem Gästezimmer, das später mal ein Kinderzimmer werden würde. Sie schläft auf der Stelle ein. Als sie aufwacht steht Maite an ihrem Bett "hey du Schlafmütze es ist halb 7, willst du dich nicht mal anziehen?" Megan setzt sich schlagartig im Bett auf "was? warum hat mich denn niemand geweckt, wir wollten doch um 6 in Gymnich sein und ich bin doch noch gar nicht..." "Maite lacht, "krieg dich wieder ein, es ist halb 5" "du Biest" Megan wirft mit einem Kissen nach ihr. "fast wie in alten Zeiten" die beiden lachen und Megan macht sich daran für die Party fertig zu machen. Als sie aus dem Bad kommt schaut sie Patricia an "du bist hübsch geworden" Megan schau an sich herunter "findest du?" "ja finde ich" sie lächelt sie an "und jetzt komm, wir müssen fahren". Vor dem Auto beginnen Maite und Patricia darum zu streiten wer fahren darf. Denis verdreht den Kopf "wisst ihr was, ich fahre" er nimmt der verblüfften Patricia den Schlüssel aus der Hand und setzt sich hinter das Steuer Megan muss lachen.
Vor der Tor schaut Megan stirnrunzelnd nach draußen "Die Fans werden sich wohl nie ändern?" Maite zuckt mit den Schultern "wahrscheinlich, ich hab mich schon so dran gewöhnt, dass ich es gar nicht mehr bemerke". Als Megan die Treppe zum Eingang hochgeht hat sie ein mulmiges Gefühl im Magen, wieder muss sie daran denken, wie sie das letzte mal durch diese Tür gegangen ist. Sie schluckt und geht hinein, alles kommt ihr so vertraut vor, sie sieht nach oben, dort war sein Zimmer. Sie steigt die Treppen nach oben, sie wirft einen Blick in Richtung Paddys Zimmer und Maite schaut sie an "er ist hier!" "das hab ich mir fast gedacht, immerhin wohn er hier" Maite nickt "ich weiß nicht ob er runter kommt, als er erfahren hat, warum heute hier eine Party stattfindet ist er in seinem Zimmer verschwunden und seid dem nicht mehr herausgekommen" Megan zuckt mit den Schultern, sie wollte jetzt nicht über ihn nachdenken, sollte er doch in seinem Zimmer versauern. In dem geräumigen Wohnzimmer sind schon Angelo und Kira zusammen mit Dan. Megan begrüßt die drei fröhlich. Dan lächelt sie an "schön dass du mal wieder unsere Familie besuchst" Megan nickt "schön dass ich wieder hier sein kann". Es dauert nicht lange und auch Joey, Tanja und Luke kreuzen auf. Megan hatte den kleinen vor einem halben Jahr gesehen, als die drei Maite in Amerika besucht hatten. Jetzt schaut sie ihn erstaunt an "er ist ja wahnsinnig gewachsen" Tanja lacht "zum glück, es wäre ja schlimm wenn er geschrumpft wäre" alle lachen. Auf einmal fliegt die Türe auf und alle drehen sich um. Megan schüttelt den Kopf "Jimmy du brauchst wohl immer deinen großen Auftritt" "Ja sicher Nervensäge" Megan lacht und umarmt ihn "schön dich mal wieder zu sehen". Megan schaut sich um "suchst du etwas?" Maite schaut sie fragend an "wo ist Kathy? verträgt sie sich immer noch nicht mit Dan?" Maite schüttelt den Kopf "es herrscht immer noch Eiszeit" Megan seufzt. Maite hatte sie natürlich immer auf dem Laufenden gehalten was in der Familie vorging. Sie schaut sich um es hatte sich sehr viel verändert, seid sie das letzte mal hier war, jeder ging jetzt seinen eigenen Weg. Sie seufzt "jetzt schau doch nicht so wir fahren sie morgen besuchen, du bist ja noch länger hier!" Megan lacht "ja klar, entschuldige" "da gibt's nichts zum entschuldigen, komm lass uns was essen bevor meine verfressenen Brüder das Buffet leer räumen"
Obwohl Megan beginnt zu hoffen, dass Paddy doch noch auftaucht lässt er sich nicht sehen. Kira, Angelo, Tanja und Joey verabschieden sich recht bald, da die Kleinen ins Bett müssen und auch Patricia sieht müde aus. Also schlägt Maite vor, dass sie und Megan doch in ihrem Zimmer in Gymnich schlafen können, damit Megan noch etwas hier bleiben kann. Da Megan sich noch gerne mit Jimmy und Dan unterhalten würde willigt sie ein. Die vier setzten sich gemütlich vor den Kamin und leeren eine Flasche Wein nach der anderen, das heißt Megan, Maite und Jimmy leeren, Dan hält sich doch etwas zurück und irgendwann verabschiedet auch er sich ins Bett. "so jetzt sind wir ganz allein!" Maite nickt "ganz allein zu dritt" "Na jetzt erzähl mal, wie sieht's mit den Kerlen aus, die müssen dir doch nachrennen" Megan zieht die Augenbrauen zusammen und Maite schüttelt den Kopf "nachrennen schon, aber wollen tut sie keinen" "lass mich raten, wegen meinem Lieblingsbruder" auf einmal wird Megan traurig, es hatte sich nichts geändert, obwohl sie hier war nahm Paddy überhaupt keine Notiz von ihr. Auf der anderen Seite, warum sollte er sie hatten sich vor 2 Jahren getrennt. "können wir das Thema wechseln" "entschuldige ich wollte dir nicht zu nahe treten" "ist schon in Ordnung".
Als Megan im Bett liegt wird es draußen schon wieder hell und schlafen kann sie trotzdem nicht. Sie, Maite und Jimmy hatten sich noch lange unterhalten, er hatte von seinen Filmprojekten erzählt und dass er jetzt lieber wieder mit der Band auftreten würde und Megan hatte von ihrem Studium erzählt und was sie und Maite so zusammen erlebt hatten. Diese Bilder wirbeln ihr noch durch den Kopf. Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, leise um Maite nicht zu wecken schleicht sie aus dem Zimmer und spaziert durch den Garten. Wie oft war sie schon mit Paddy hier gelaufen. Sie setzt sich auf eine Bank, die etwas versteckt hinter einem Gebüsch lag an den See und vergräbt das Gesicht in ihren Händen. Wieder laufen ihr Tränen über die Wangen. Seid sie hier war, waren ihre Erinnerungen noch viel lebendiger geworden. Auf einmal tritt jemand durch das Gebüsch. Megan springt erschrocken auf und schaut in Paddys Gesicht, der mindestens genauso erschrocken ist wie sie. "Paddy?! was machst du denn hier?" "das selbe könnte ich dich fragen, ich wohne hier" "entschuldige" Er schaut sie aufmerksam an und Megan wischt sich über das Gesicht, das immer noch ganz nass ist. "du weinst?" er streckt die Hand aus zieht sie aber gleich wieder zurück. Sie zuckt mit den Schultern "warum?" "das ist doch egal" "ist es das?" Megan hatte seid sie hier war Angst vor dieser Begegnung sie hatte es sich in allen Möglichen Varianten vorgestellt und durchgespielt was sie sagen würde und jetzt stand sie da und brachte keinen Ton heraus, nur neue Tränen flossen aus ihren Augen, sie kann es einfach nicht aufhalten, je mehr sie versucht es zu unterdrücken, desto schlimmer wird es. Auf einmal nimmt Paddy sie in die Arme und jetzt beginnt sie erst recht zu heulen, nachdem sie sich beruhigt hat zieht er sie auf die Bank und sie schmiegt sich an ihn, dann zieht sie die Nase hoch. Er greift in seine Hosentasche und reicht ihr ein Taschentuch, sie nimmt es dankbar und schnäuzt sich. "besser?" Sie nickt "soll ich dich loslassen?" sie schüttelt den Kopf "nein bitte nicht" Beide sitzen einfach nur da und sehen sich an. Irgendwann bricht Paddy das Schweigen "Megan es tut mir leid!" "was?" "das was ich getan, oder besser gesagt das was ich nicht getan habe" sie schaut ihn an, wie hatte sie dieses Gesicht vermisst, diese Stimme, die Art wie er sie in seinen Armen hielt. "und jetzt?" er zuckt mit den Schultern "ich weiß es nicht, ich habe gedacht ich bin drüber weg" sie nickt "das hab ich auch gedacht ich bin drüber weg!" sie schauen sich an und auf einmal reißt sich Megan von ihm los "Paddy ich kann das nicht, ich kann nicht so tun als ob nichts gewesen wäre, ich kann es einfach nicht" sie rennt nach drinnen und in ihr Zimmer. Paddy sinkt auf der Bank in sich zusammen.
"Megan was ist denn los?" Maite schaut sie verschlafen an, als Megan total verheult im Zimmer auftaucht "ich muss hier weg, ich halte das nicht aus" "du hast ihn getroffen?" Megan nickt "ja und ich ertrage das nicht, nicht schon wieder" Maite zieht die Lippen zusammen und seufzt "jetzt leg dich erst mal hin, ich rede mit ihm" "Nein Maite, bitte, bitte lass uns gehen" "es ist mitten in der Nacht" Megan lässt sich auf das Bett fallen und vergräbt das Gesicht in ihren Armen "verstehst du ich liebe ihn, ich liebe ihn noch immer". Maite legt ihr die Hand auf die Schulter und langsam werden Megans Schluchzer leiser. Als Maite merkt, dass sie eingeschlafen ist, legt sie ihr eine Decke über die Schultern und geht nach draußen, auf der Treppe kommt ihr ihr Bruder entgegen. Sie sieht ihm sofort an, dass auch er geweint hat, sie schaut ihn an "warum steht ihr nur so eurem Glück im Weg?" Paddy zuckt nur mit den Schultern und geht in sein Zimmer.
"mach's gut und pass auf dich und deinen Kleinen auf ja?" Megan umarmt Kira. Sie war jetzt eine Woche in Deutschland und würde zusammen mit Maite nach Spanien zu John fliegen. Sie hatte in den letzten Tagen alles was mit Paddy zu tun hatte gemieden und vor allem um das Schloss einen großen Bogen gemacht, Maite hatte auch nicht weiter versucht in sie zu dringen. Jetzt standen Kira, Angelo, Patricia und Jimmy zusammen mit den beiden am Flughafen und verabschiedeten sich. "ihr müsst mich unbedingt in Amerika besuchen kommen, wenn der kleine größer ist" Kira nickt "gerne" "aber du musst auch kommen, wenn unser Kind da ist, versprichst du das?" Patricia streicht sich lächelnd über den schon leicht gewölbten Bauch Megan nickt "aber klar". "na dann komm, das war schon der 2te Aufruf von unserem Flug" Megan umarmt noch einmal alle und folgt dann Maite in das Flugzeug. Sie ließ es sich zwar nicht anmerken, aber die Begegnung mit Paddy lag ihr immer noch im Magen, heimlich hatte sie ja gehofft, dass er am Flughafen auftauchen würde um sie vom wegfliegen abzuhalten, aber er war wie immer nicht gekommen. Trotzig beschließt sie, die nächsten zwei Wochen bei John gerade mit Absicht zu genießen, schließlich musste ihr Leben ja weitergehen, sie hatte es bis jetzt geschafft, ohne Paddy zu leben. Am Flughafen gab es ein riesiges Hallo, John und seine Freundin holten die beiden Mädels ab und Maite fiel ihrem Bruder in ihrer überschwänglichen Art erst mal um den Hals "gut siehst du aus verdammt" John lacht "danke, dir scheint aber Amerika auch ganz gut zu tun" er lächelt Megan an "schön, dass du mich mal wieder besuchen kommst" Er umarmt sie "hallo großer Bruder, wie geht es dir" "na du hast doch Maite gehört ich sehe gut aus und so fühle mich auch, und du?" "eigentlich ganz gut!" "na dann kommt".

Megan stand vor dem Spiegel, sie würden auf eine richtige Fiesta gehen. Sie kämmt sich die rötlichen Haare die ihr Mittlerweile bis zur Taille reichten. Sie wusste nicht warum, aber als sie mit Paddy zusammengekommen war, hatte sie sie wachsen lassen und selbst nach der Trennung war sie dabei geblieben. Das grüne Sommerkleid betonte ihre grünen Augen und in diesem Moment fühlte sie sich selber hübsch. Auf einmal pfeift es hinter ihr "junge Frau sind sie noch zu haben?" Megan wirbelt herum "Jimmy, was machst du denn hier?" "ich hab mir gedacht, wenn Maite hier Urlaub machen kann, kann ich das doch auch, oder?" Megan nickt lachend und beginnt ihre Haar zu flechten "warum lässt du sie nicht offen?" sie schaut ihn zweifelnd an, "meinst du?" er nickt "schaut besser aus, glaub es mir" Er zwinkert ihr zu und Megan kann damit irgendwie nichts anfangen. Zehn Minuten später steht sie vor der Haustüre und genießt die letzten Sonnenstrahlen des Tages, die ihr ins Gesicht fallen. Auf einmal piekst sie jemand in die Seite, Megan zuckt zusammen "Maite, spinnst du, mich so zu erschrecken" Maite lacht und hinter ihr sind John, seine Freundin und Jimmy aus dem Haus gekommen. "Na Mädels bereit für die Party" "Jimmy das ist doch eine Fiesta" "oh entschuldige" und er sagt etwas auf Spanisch und alle fangen zum lachen an, Megan hat natürlich nichts verstanden und schaut nicht gerade intelligent "könnte es bitte jemand für mich übersetzen?" John schüttelt den Kopf "besser nicht" "ach ihr seid gemein". Megan tut so als ob sie beleidigt ist, aber Jimmy hakt sich bei ihr ein "nicht schmollen Nervensäge, das steht dir nicht und du willst doch heute Abend hübsch sein" wieder zwinkert er ihr zu und Megan fragt sich langsam, ob er vielleicht ein ernsthaftes Augenleiden hat. Das Fest findet auf einem großen Platz etwas außerhalb der Stadt statt. "schaut mal ein Kettenkarussell" "sag bloß so was magst du?" überall waren diverse Fahrgeschäfte und Schießbuden aufgebaut und in der Mitte des Platzes war ein hellerleuchteter Pavillon aufgestellt, neben dem eine Kapelle spielte und mehrere Paare tanzten. "ist das schön hier!" "ich muss mal kurz wohin" Jimmy verdrückt sich ohne weitere Worte "sag mal dem geht's aber schon gut oder?" Megan schaut ihm Kopfschüttelnd hinterher. "frag mich nicht, du kennst ihn doch" Maite zuckt mit den Schultern. Sie gehen in Richtung Pavillon und sehen beim Tanzen zu. Auf einmal kommt John von hinten mit Zuckerwatte und Maite macht sich einen Spaß daraus ihren Bruder damit zu füttern. Megan und seine Freundin kriegen sich nicht mehr vor lachen, auf einmal taucht Jimmy hinter Megan auf. "komm" er nimmt sie an der Hand. Megan dreht sich noch hilfesuchend zu Maite, aber die winkt ihr nur zu "Jimmy was machst du?" "du wolltest doch Kettenkarussell fahren, ich weiß was viel besseres" "ja aber" auf einmal bleibt Jimmy ruckartig stehen und sie wäre beinahe in ihn reingelaufen. "Jimmy, spinnst du jetzt völlig" er schüttelt nur den Kopf und schaut konzentriert in die Menge, dann nickt er und zieht sie einfach weiter. Megan hat es aufgegeben und versucht mit ihm Schritt zu halten. Auf einmal lässt er ihre Hand los und grinst sie an "warte hier" bevor es sich Megan versieht ist er in der Menge verschwunden. Jimmy war wohl komplett durchgeknallt sie stand vor einem Losstand und versucht sich zu orientieren.
Auf einmal spürt sie eine Hand auf ihrer Schulter, sie dreht sich und ihre Hautfarbe wechselt schlagartig zu kalkweiß "Paddy!!" er nickt "hallo Megan" "was..." er legt ihr einen Finger auf die Lippen und schüttelt den Kopf "mir ist etwas klargeworden" Megan bekommt immer noch keinen Ton raus. Er nimmt ihre Hand "hör zu, ich weiß nicht ob es noch etwas zu retten gibt, aber ich liebe dich, habe es immer getan und ich werde dich diesmal nicht einfach so gehen lassen" er drückt ihr eine Schnur in die Hand. Megan schaut an ihr entlang und am Ende hängt ein Luftballon in Herzform. "du hast die Wahl, lass meine Liebe fliegen, oder halte sie fest" Megan schluckt, wie oft hatte sie geträumt, dass er endlich einmal zu ihr kommt. Sie sieht ihn lange an, dann nimmt sie das Seil und bindet es mit einem festen Knoten an ihr Handgelenk und lächelt ihn an. "heißt das?" Megan nickt und fällt um Paddy Hals er hält sie fest und drückt sie an sich. Über Paddys Schulter sieht sie Maite, die Jimmy auf die Schulter klopft und ihr dann zuwinkt, Megan schüttelt den Kopf. Diese Familie war einfach unmöglich. Sie drückt Paddy etwas von sich weg und schaut ihn an und auf einmal geht über den beiden ein Feuerwerk los. Megan lacht "oh nein ist das Kitschig, haben das Jimmy und Maite auch geplant" Paddy nickt lachend "die zwei sind unmöglich" sie lacht auch "findest du?" sie schüttelt den Kopf "ich bin ihnen dankbar". Vorsichtig nimmt Paddy ihr Gesicht zwischen seine Hände und küsst sie zärtlich.

© Bastet (Danke!)


Bar Letter

Last update: 23/05/2002

(Online since: 23/05/2002)


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