Der Zauberspiegel
by Barby K.
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Patrick stand vor dem großen Spiegel, der über seiner Kommode hing. Er liebte das alte Stück, dass sein Vater ihm damals, als er noch kleiner war, auf einem der alten märkte ersteigert hatte. Er erinnerte sich noch gut daran, und begann zu lächeln, als er daran dachte, wie er ihn einst für einen Zauberspiegel gehalten hatte. Zuerst, da war er sich sicher, war es nur Einbildung gewesen. Reine Phantasie, und davon hatte er in den jungen Jahren genug gehabt. Dann schien es, als hätte der Spiegel tatsächlich magische Kräfte , denn Patrick hatte oft mehr als nur sein eigenes Spiegelbild gesehen. Besonders stark waren seine Erinnerungen an einer seiner Geburtstage, den er damals in der alten Holzhütte gefeiert hatte. Es musste der achte oder neunte gewesen sein, da war er sich nicht mehr so sicher. Damals war er Morgen saufgestanden und hatte in den Spiegel geschaut. Doch es war kein Acht oder Neunjähriges Kind, das ihn da anlachte, sondern ein alter Mann mit traurigen blauen Augen. Die grauen Haare fielen noch immer leicht über seine Schultern herab, und im Hintergrund sah er eine Unmenge von goldenen Platten, die fein säuberlich an der Wand aufgehangen waren. Doch all das Gold schien den alten Mann nicht glücklich zu machen. Patrick hatte damals sehr viel Mitleid mit dem alten Mann verspürt und wollte ihm helfen. Doch keiner seiner Geschwister konnte den alten Mann in dem Spiegel sehen und seit diesem Tag an hatte dieser sich auch dem kleinen Jungen nicht mehr gezeigt. Patrick hatte noch eine ganze Weile daran gedacht, den Mann auf allen Straßen der Welt gesucht, aber natürlich nie gefunden. Der Spiegel allerdings schien mit der Erinnerung an den alten Mann zu verblassen und als Patrick den ernsten Gesichtsausdruck eines erwachsenen Mannes annahm, hatte der Spiegel seine magische Wirkung völlig verloren. *** END *** © Barby K. (Ganz lieben Dank!) |
Last update: 26/04/2001
(Online since: 12/02/2001)