Der Wunschpunsch
by Barby K.
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Es war Karneval. Alle Kellys hatten sich verkleidet. Angelo war als Astronaut gekleidet und trug den Sauerstoffhelm durch das Schloss. Dies würde ihre private Feier werden, dass war sicher. Es waren nur wenige Freunde gekommen, die sich das Schauspiel ansehen wollten. Sie waren alle gut gelaunt, und tranken aus dem großen Puschtopf, der im Wohnzimmer stand. Maite war als lebendige Pizza verkleidet und alle fanden, dass ihr Kostüm am besten zu der Person passte. Sie hatten eine heimliche Abstimmung gemacht. Patrick hingegen wollte sich absolut nicht verkleiden. Er fand sich dafür mittlerweile zu erwachsen und hatte stattdessen dem kleinen Sean geholfen, sich als Roboter zu verkleiden. Tagelang hatte Patrick damit verbracht, einen Müllsack mit Alufolie zu bekleben, und er fand, es sei ihm auch gut gelungen. So waren sie alle fröhlich und gut gelaunt, und manche auch schon ein wenig angetrunken. Nur der kleine Sean schien sich nicht zu erfreuen. Trotz seines schönen Kostüms war ihm langweilig, weil die Älteren sich nur unterhielten und nicht mit ihm spielten. Und so kam ihm eine tolle Idee. "Wir können ja spielen, dass der Punsch ein Wunschpunsch ist, und jeder der daraus trinkt hat einen Wunsch frei. Es muss natürlich dann auch in Erfüllung gehen, und alle müssen mitmachen.", sagte er und strahlte seine Verwandten an. Da keiner dem kleinen Sean die Freude nehmen wollte, entschieden sie sich, seinem Wunsch nach zu gehen und sich per Punsch etwas zu wünschen. Für den kleinen Sean stellten sie einen Saft bereit, da er mit seinen 8 Jahren natürlich noch keinen Punsch trinken durfte. Sie stellten sich in einer Reihe um den Topf auf und fingen an. Patrick nahm einen Schluck aus dem großen Topf und sprach: "Ich wünsche mir, dass ihr euch alle in Kaninchen verwandelt." Seine Geschwister lachte, und auch Sean stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Sean war der erste, der sich auf den Boden fallen ließ und anfing wie ein Kaninchen um den Topf zu hüpfen. Sofort taten es ihm seine Onkel und Tanten nach und sprangen schnüffelnd in der Gegend rum. Das war eine helle Freude. Als nächstes war Patricia dran. Sie trank auch einen Schluck aus dem Punsch und überlegte noch eine kurze Weile, bevor sie sagte, sie wünsche sich, dass sie alle wie eine Prinzessin behandeln sollten. Und das taten sie dann natürlich auch. Jimmy reichte ihr auf einem Kissen einen Snack, den Maite extra für den Abend zubereitet hatte, und alle anderen verbeugten sich vor ihr. Das gefiel ihr sichtlich gut und Sean fragte, ob er der kleine Prinz sein durfte, was ihm natürlich nicht verwehrt wurde. Nachdem sie alle Patricia ausgiebig gefeiert hatte war Barby an der Reihe. Sie musste, nachdem auch sie einen Schluck aus dem Punschtopf genommen hatte, auch eine Weile überlegen. Doch dann sagte sie mit bestimmten Ton: "Ich wünsche mir, dass ihr mir alle Komplimente macht." Alle Kellys stöhnten, und nur Barby grinste. Und dann legten sie los. "Du hast wunderschöne Augen", sagte Joey. "Du bist die beste Tänzerin der Welt", sagte Jimmy. "Ich hab noch nie so eine geile Schnecke gesehen", sagte Angelo, und alles lachte. Mittlerweile hatten sie alle gefallen an dem Spiel gewonnen und Angelo konnte es gar nicht abwarten auch dran zu kommen. So durfte er als nächstes einen Schluck aus dem Punsch nehmen. Er wünschte sich, dass er das Punschglas alleine austrinken dürfte, doch damit waren sie natürlich nicht einverstanden. Sie stimmten ab und fanden, dass er sich etwas anderes wünschen sollte. Das fand Angelo natürlich gar nicht gut und er überlegte sich was neues. Schließlich sagte er, dass er sich nun wünschte, dass sich niemand mehr an diesem Tag über ihn beschweren durfte. Damit hatte er im Hintergedanken natürlich gedacht, das er sich heute ohne Probleme mal betrinken konnte, und niemand würde etwas dagegen sagen. Und damit waren sie dann schließlich einverstanden. Sean fand den Einfall ziemlich langweilig, aber er sah auch noch nicht die Vorteile darin. Als nächstes war John an der Reihe. Er trank einen Schluck aus der Punschschüssel und sagte, dass er sich wünsche, dass alle mal für eine Minute still wären. Alles stöhnte, weil sie den Einfall so langweilig fanden und John protestierte, dass es schließlich sein Wunsch gewesen wäre. Besonders dem kleinen Sean fiel es schwer, weil er am liebsten sehr laut gewesen wäre. Doch gegen Johns Wunsch konnte man wirklich nichts einwenden. Also standen sie alle eine Minute dort und schwiegen. Allen kam es wie eine Ewigkeit vor, und als John sagte, die Minute sei vorbei, atmeten sie alle aus. Dann meinte Joey, dass er nun auch mal wollte. Und er trank einen besonders großen Schluck des Punsches. Er warf einen Blick zu seiner Freundin Tanja und sagte dann mit bestimmter Stimme:" Ich wünsche mir, das ich euch heute alle im Arm drücken schlagen darf." Alles Lachte. "Sonst hast du ja gar keine Chance, kein Wunder das du dir mal ein Erfolgserlebnis wünscht", lachte Patrick, aber sie stimmten alle ein und versprachen ihm, dass sie nach dem Wunschpunschspiel alle Armdrücken machten. Und dann war Joey auch zufrieden. Als nächstes kam Maite an die Reihe und sie grinste schon, bevor sie überhaupt einen Schluck aus dem Glas genommen hatte. "Ich wünsche mir, dass heute Abend niemand mehr raucht.", sagte sie siegessicher. Und natürlich kam ein Stöhnen aus der hinteren Reihe. Patrick hatte sich schon darauf gefreut, zu rauchen. Er rauchte immer, wenn er angetrunken war. Er bestand auf eine Abstimmung, ob der Wunsch gelten sollte, und dabei entschieden sie sich, dass Maites Wunsch durchaus möglich war. Patrick war also überstimmt und wollte auch noch einen Wunsch haben. Schließlich hatte er sich mit den Kaninchen etwas sehr einfaches gewünscht, doch da alle befürchteten, das Patrick Maites Wunsch wieder rückgängig machen konnte, entschieden sie sich fast einstimmig dagegen. Nur Patricks Stimme war natürlich dafür. Nachdem die Unruhe wieder geklärt war, war Jimmy an der Reihe. Auch er nahm einen großen Schluck aus dem Topf und sagte: "Ich wünsche mir, dass niemand lacht." Und schon ging das Gegrinse los. Sie versuchten es alle zu unterdrücken, aber wenn es darauf ankam, war es wirklich schwer. Zumal Jimmy krampfhaft Fratzen schnitt um sie zum lachen zu bewegen. Sean grub sein Gesicht an die Brust seiner Mutter und kicherte in das Kathys Kleid. Nur Maite war die einzige, die wirklich alles unterdrücken wollte. Und dann waren sie endlich erlöst, und alle lachten einmal laut, um alles raus zu lassen. Kathy trat einen Schritt vor. Dann bin ich ja wohl jetzt dran. Sie nahm auch einen Schluck aus dem Punsch und überlegte kurz, bevor sie sagte: "Ich wünsche mir, dass alle sich in Frösche verwandeln." Man merkte, dass ihr nichts anderes eingefallen war, und sie an Patricks ersten Wunsch anknüpfte. Und schon wieder sprangen sie alle wie wild um den Tisch herum. Sean fand das besonders lustig, weil sich alle so viel Mühe dabei gaben. Und schließlich stand der kleine Sean in der Mitte. Er war am Grinsen und meinte, jetzt müsste er sich was wünschen. Kathy reichte ihm sein Saftglas und er trank einen Schluck daraus. Er konnte sein Lachen kaum unterdrücken, und als er schließlich sagte: "Ich wünsche mir, dass wir noch eine Runde spielen", brachen einige in Stöhnen, andere in lautes Gelächter aus.... Barby K. © Barby K. (Tolle Idee! :o) Besonders der Schluß! *g*) |
Last update: 02/03/2001
(Online since: 02/03/2001)