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Megathlon Freudenstadt 24.07.1999by Kathy BMW03694170824@t-online.de |
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Megathlon 99
- oder wie man sich von Familie Kelly megamäßig verarschen lassen kann -
der etwas andere Bericht
Alles war so schön geplant, aber das zeigt wieder, daß wir besser nie etwas planen sollten.
So machten wir uns also auf nach Freudenstadt. Dort angekommen bekamen wir Nr. 138 und waren eigentlich ganz glücklich darüber. Dann fuhren wir weiter nach Schluchsee. (Insgesamt betrug unsere Fahrzeit ca. 6 Stunden) Dort sollte am nächsten Morgen der Startschuß für den Megathlon 99 fallen. Wir gingen dann erst mal zur Teilnehmerbesprechung. Dort hingen auch die Teilnehmerlisten aus und auf einer stand Patricia Kelly - Kelly-Staffel. Also hofften wir, Patricia dort auch zu sehen. Nachdem wir eine schlaflose Nacht im Auto verbracht hatten, klingelte um 4.30 Uhr der Wecker, da ja um 6.00 Uhr der Megathlon starten sollte. Es war noch eiskalt draußen und wir bedauerten die Leute, die auch noch in den See mußten. Wir stellten uns also hin und warteten, doch von Patricia oder einem anderen Kelly keine Spur. Als dann der größte Teil der Mountainbiker weg waren, machten wir uns auch auf den Weg nach Freudenstadt - immerhin wieder 2 Stunden im Auto.
Wir hatten am Vorabend in einem Zeitungsartikel gelesen, daß im Panoramabad um 10.00 Uhr ein "Fun-Triathlon" stattfinden solle und das auch zwei Kellys dort wären. In Freudenstadt angekommen mußten wir unser Auto irgendwo in der Pampa abstellen, da die Innenstadt wegen des Megathlon gesperrt war. Das Panoramabad lag natürlich auf dem höchsten Berg von Freudenstadt, aber wir haben das auch geschafft und waren 5 Minuten vor 10.00 Uhr endlich da. Aber was war das - kein Mensch zu sehen. Von der Frau an der Kasse erfuhren wir, daß das Ganze in das Schwimmbad Langenwaldsee verlegt wurde - ca. 1 Stunde zu laufen und unser Auto stand werweißwo. Wir haben uns also ein Taxi besorgt (und das war gar nicht so einfach). Als wir dann endlich im Waldbad waren, war auch dort keiner mehr. Wir fragten auch dort nach und die Antwort war "Das war schon um 8.00 Uhr (obwohl auf sämtlichen Plakaten stand um 10.00 Uhr) und von den Kellys war auch keiner da. " Da standen wir also mitten im Wald und der nächste Bus kam erst in einer Stunde. Also sind wir wieder gewandert, natürlich immer schön bergauf.
Am Marktplatz angekommen trafen schon die ersten Radfahrer ein. Da noch jede Menge Kelly-Fans dort standen, nahmen wir an, daß Joey noch kommen müßte. Sogar der Sprecher erzählte und, daß Joey die Startnummer 1129 hätte und wir sollen Bescheid sagen, wenn wir ihn sehen. Also wieder warten. Zu allem Unglück waren wir auch noch zu dünn angezogen (Vielen Dank an den Wetterdienst von Freudenstadt) und froren total, aber Kelly-Fans sind ja hart. Nach ca. 1 1/2 Stunden trafen dann auch die letzten Radfahrer ein, aber von Joey nichts zu sehen. Plötzlich sagte eine Frau: "Der läuft nur den Halb-Marathon, wir haben ihn dort am Start gesehen" - also wieder umsonst gequält. Durch Zufall erfuhren wir, daß Joey in ca. 1 Stunde ins Ziel einlaufen sollte. Das reichte noch um ans Auto zu laufen und sich was dickeres anzuziehen - also wieder los gerannt. Zum Auto hin ging es ja bergab, aber dann. Wir sind den Berg mehr raufgekrochen als gelaufen.
Dann waren wir noch so ca. 3 Minuten vom Marktplatz entfernt, als der Sprecher sagte "Und jetzt kommt Joey!!!". Da setzte der wohl uns allen bekannte Kelly-Reflex ein. Alle Schmerzen waren vergessen und wir rannten los. Leider zu spät, Joey war schon in den abgesperrten Bereich für die Sportler geflüchtet. Dann wollte er wohl Autogramme geben. Leider war das ganze nur mit so 'ner Baustellenschnur gesichert und die war innerhalb von 2 Sekunden durchtrennt. Joey mußte dann in ein Auto flüchten. Die Leute haben furchtbar gedrückt. Wir sind dann raus und hatten ziemlich die Nase voll. Joey hat es dann auch irgendwie geschafft raus zu kommen und ist verschwunden.
Wir waren natürlich total gefrustet, heute ging irgendwie alles schief. Also sind wir erst mal in ein Kaffee gegangen und habe dort überlegt, was wir weiter machen. Wir hatten uns mal die Schlange am Eingang angeschaut und dort war das Chaos los. Wir hatten aber keine Lust uns quetschen zu lassen und beschlossen, die "Verrückten" erst mal alle durchzulassen.
So schlurften wir also ein bißchen auf dem Marktplatz hin und her und wer fuhr an uns vorbei - Joey. Wir also ganz langsam hinterher und wir haben ihn auch erwischt. Er war total nett und hat bereitwillig Autogramme gegeben und Fotos machen lassen. Mit einer Frau hat er sogar Prosecco getrunken. Es war super.
Es war ein sehr qualvoller Tag, ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Kilometer wir gelaufen sind, aber es kommt an einen Marathon ran, und beim Konzert standen wir dann leider auch bis hinter, doch Joey hat wieder mal alles gerettet.
© by Kathy (Thanks, that I could take all your reviews!)