Dortmund 10.07.2004
(John Kelly & Maite Itoiz
bei "Roncallis Sommernachtstraum")
by Maren
m.riffert@tiscali.de
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John Kelly & Maite Itoiz bei "Roncallis Sommernachtstraum" Hier sitze ich jetzt – zurück aus Dortmund und doch mental noch immer am oder im Konzerthaus in Dortmund...noch immer überflutet von all den Eindrücken und Gefühlen, die John und Maite in mir hervorgerufen haben und die mich noch immer nicht loslassen wollen. Es war ein Traum, der endlich in Erfüllung gehen sollte: John Kelly kehrt zurück auf die Bühne!!! Zwar nicht als Mitglied der Kelly-Family, doch zumindest im Rahmen von "Roncallis Sommernachtstraum", wo auch seine Frau Maite Itoiz auftreten sollte. Wie lange hatten so viele von uns darauf gehofft und insgeheim sehnsuchtsvoll gewartet?! Fast hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, doch so ganz langsam begriff ich, dass es tatsächlich Wirklichkeit werden sollte – spätestens, als ich die Karte für den 10.07. im Dortmunder Konzerthaus in den Händen hielt...Reihe 14, Platz 12...hat mich ein halbes Vermögen gekostet, aber das war es mir wert – ich hätte mich wahrscheinlich auch in den kompletten Ruin gestürzt, nur, um John wieder so nah wie möglich sehen und vor allem hören zu können! Die Nacht auf Samstag schlief ich wider Erwarten sehr gut – hatte ich doch befürchtet, vor lauter Vorfreude und kribbelnder Spannung kein Auge schließen zu können. Doch komischerweise schlief ich wie ein Stein und sogar das Frühstück bekam ich ohne große Überwindung hinunter. Hm, wirklich sehr seltsam, aber das war wohl die Ruhe vor dem Sturm ;-). Da stand ich also vor dem Eingang und machte mich erstmal auf die Suche nach Silke bzw. dem Café im Konzerthaus, in dem das "Klöneckentreffen" mit den lieben Leutchens aus der "Johnny-Klönecke" von Uli´s Homepage stattfinden sollte. Sehr weit kam ich allerdings nicht, denn das erste was ich sah, als ich die große Glastüre öffnete, war eine Person im Foyer, die Maite Itoiz zum Verwechseln ähnlich sah. Ich redete mir ein, dass ich schon Gespenster sehe und das sicherlich nur Auswirkungen meiner Aufregung seien, die sich spätestens seit der Fahrt doch wieder massiv breit gemacht hatte – ruhig war ich schon lange nicht mehr! Doch ein weiterer, etwas genauerer Blick sagte mir, dass es keinerlei Hirngespinste waren, denn neben Maite stand niemand anderes als John Kelly! Sofort fielen mir die Atemübungen ein, über die wir in der "Klönecke" die letzte Zeit gesprochen hatten...einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen... Da standen die beiden Hauptpersonen des heutigen Tages – doch so früh hätte ich nun wirklich nicht mit ihrem Anblick gerechnet und meine Beine bestanden vor lauter (positivem) Schreck quasi aus Wackelpudding. John und Maite unterhielten sich mit zwei, drei Leuten, von denen ich annehme, dass sie etwas mit dem Konzerthaus zu tun hatten. Wirkten jedenfalls nicht wie Fans...egal, jedenfalls tigerte ich total unruhig und vor allem noch immer das Café suchend in diesem Foyer herum. Das Café war nun wirklich nicht schwer zu finden, aber irgendwie war ich so perplex und musste immer wieder verstohlen zu John und Maite schielen, da konnte ich mich natürlich nicht auf´s Wesentliche konzentrieren ;-). John trug so ein grünes Käppi auf dem Kopf, darunter einen Pferdeschwanz, der verriet, dass seine Haare schon wieder ganz ordentlich an Länge dazugewonnen hatten * schön *. Er hatte einen grün-schwarzen (glaube ich) Rucksack auf den Schultern und wie er da so stand, sah er so unscheinbar, genauso wie damals zu Kelly-Zeiten aus, als wäre die Zeit einfach stehen geblieben... Er wirkte etwas müde und gestresst, vielleicht auch nervös und konzentriert, ich konnte es nicht wirklich deuten, aber es verunsicherte mich ein wenig, so dass ich natürlich erst gar nicht daran dachte, zu ihm zu gehen. Nee, sowas konnte ich irgendwie noch nie, schließlich gehöre ich zu der Sorte Fans, die immer Angst haben, die Kellys zu stören oder zu belästigen, die immer ein schlechtes Gewissen haben und sich irgendwie doof vorkommen, wenn sie auch nur in die Nähe eines Kellys kommen und sich für alles und nichts verantwortlich fühlen. Hm, irgendwie kann das auf die Dauer ganz schön anstrengend sein, ganz abgesehen von den Nachteilen, die man sich dadurch manchmal vielleicht zuzuschreiben hat, aber so bin ich nunmal und daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern. Obwohl es natürlich DIE Chance gewesen wäre, ungestört ein paar Worte mit John wechseln zu können – falls ich dazu überhaupt in der Lage gewesen wäre, was ich zu dem Zeitpunkt noch sehr bezweifelte. Ich irrte also erstmal in diesen CD-Laden oder was das da gleich links neben dem Eingang für ein Geschäftchen war (da sieht man mal wieder, wie sehr ich bei der Sache war...) und fragte einen Herrn nach dem Café, lief dann immer "panischer" werdend – warum war ich hier eigentlich die einzige weit und breit, abgesehen von John, Maite und den drei anderen Personen? Ich kam mir reichlich fehl am Platz vor! – wieder in sicherem Abstand an John & Co. vorbei, wobei mich, soviel ich weiß, ein kurzer Seitenblick von John traf (der hat sich bestimmt gefragt, was die arme Herumirrende da eigentlich treibt * hilfe *) und fand dann endlich, nachdem ich irrtümlich zuerst die Toiletten ansteuerte, auf der rechten Seite das Café. Endlich! Dort kam mir dann auch gleich die Rettung in Gestalt von Silke entgegen, die ich sofort gleich wieder zurück Richtung John ins Foyer zerrte. Nein, wir sprachen ihn noch immer nicht an, aber ich musste ihn ihr doch unbedingt zeigen! Nachdem ich es geschafft hatte, auch sie in eine psychisch ziemlich angespannte Verfassung zu bringen ;-), gingen wir wieder zurück ins Café, wo sich schon der Großteil der anderen "Klönecken-Chatter" versammelt hatten. Ich bekam von Silvl gleich einen Namensaufkleber verpasst und so gaaaanz langsam konnte ich mich wieder beruhigen, nachdem ich aber noch die vorwurfsvolle Frage von Uschi gestellt bekam, warum ich John denn nicht Bescheid gesagt hätte, dass wir hier sind. Tsss, sonst noch Wünsche?! ;-) Als ob ich dazu in der Lage gewesen wäre... Nach dem guten Tipp von Uschi entschieden Silke und ich uns dann spontan, auch schon bereits in die Nachmittags-Vorstellung zu gehen, wenn auch mit Karten mit Sichteinschränkung, ganz oben hinten in der Ecke, aber dafür auch für nur 3,20 € und der schönen Gewissheit, zweimal in den Genuss von John und Maite zu kommen * freu *. Mit klopfendem Herzen verfolgte ich das wunderbare Programm, das sich uns dann kurze Zeit später bot: Das Dortmunder Synphonieorchester, die Artisten des Circus Roncalli, die vor allem mit atemberaubenden Akrobatikdarbietungen, aber auch humorvollen Einlagen verzauberten. Der Schauspieler Peter Lohmeyer führte zusammen mit seiner Tochter Lola als "Puk" durch das Programm und ich war wirklich positiv überrascht – SO schön hatte ich es mir nicht vorgestellt, ich hatte es mir viel "opernträchtiger" ausgemalt, was eigentlich nicht so mein Fall ist, doch Maite überzeugte mich schnell vom Gegenteil, indem sie mit ihrer wunderschönen, klaren und doch so kraftvollen Stimme mit "Summertime" und zwei anderen Stücken, von denen sie das eine im Duett mit einer zweiten Sängerin vortrug (ich kenne den Titel nicht, aber es ist auch jeden Fall etwas sehr bekanntes und gefiel mir soooo gut), beeindruckte. Obwohl wir so weit von der Bühne entfernt saßen, war ihre Ausstrahlung bis zu uns zu spüren. Es ist mir schleierhaft, wie diese kleine, zarte Person eine so ausdrucksstarke und intensive Stimme haben kann, es war toll! Über den Applaus hat sie sich sichtlich gefreut, doch war sie so zauberhaft bescheiden und bedeutete uns mit Gesten, dass wir dem Orchester applaudieren sollten. Sie strahlte über das ganze Gesicht und ich dachte die ganze Zeit nur: "Wow, die ist so süß!" Ich rutschte immer zappeliger auf meinem Sitz hin und her. Irgendwann müsste doch jetzt endlich mal John auf die Bühne kommen?! Doch der spannte uns ganz schön auf die Folter und kam erst gegen Ende der zweiten Hälfte des Konzerts...aber als er dann tatsächlich auf die Bühne trat, war es komplett um mich geschehen und das Herz schlug mir nun bis zum Hals. Die Haare trug er offen, nur die oberen nach hinten zusammen gebunden, der Rest fiel ihm lang und glatter, als man es zu Kelly-Zeiten mit wallenden Locken gewohnt war, weit über die Schultern. Er war ganz in schwarz gekleidet, und darüber trug er einen ebenfalls schwarzen Mantel, der aus der Ferne wie ein wallender Talar oder Umhang wirkte. Es war schon sehr ungewohnt und ließ John noch schmaler wirken, aber es passte irgendwie in diesen Sommernachts-Stil und störte mich in keinster Weise. Als seine Stimme erklang, da flossen mir die Tränen nur so aus den Augen, ich konnte gar nicht dagegen ankommen * schnief *. Es war sooo unendlich schön, ihn wieder da stehen und singen zu hören, so lange hatte ich darauf gehofft und gewartet...es war einfach überwältigend und ich kann es nicht mit Worten beschreiben, was da alles in mir vorging. John sang als erstes "Santa Maria", teils in Englisch, teils in Spanisch. Verglichen mit der kraftvollen Stimme seiner Frau, die beim Refrain mit einstimmte, wirkte seine dagegen fast zerbrechlich und leise und ich bilde mir ein, dass sie etwas nachgelassen hat. Ist ja auch kein Wunder, nachdem er wohl jahrelang nicht mehr so regelmäßig gesungen hat wie früher zu Zeiten mit seinen Geschwistern. Trotzdem klang sie natürlich noch immer einzigartig nach John und ich bestand nur noch aus einem zitternden Wesen mit tränenüberströmtem Gesicht...was auch nicht dadurch besser wurde, als die ersten Klänge des phantastischen Orchesters "Red Shoes" einleiteten. Er sang, während neben ihm eine Artistin ganz in rot gekleidet (oder waren es zwei? Sorry, ich hatte eigentlich nur Augen für John!) Kunststücke mit Bällen (?) vorführte. Maite stimmte in John´s Gesang ein und spätestens da wäre es mit meiner Fassung zu Ende gewesen, so rührend fand ich dieses Szenario, wie die beiden sich gegenüberstanden und so liebevoll ansangen * schwärm *. Sie sind ein wirkliches Traumpaar, ich hatte es schon so oft gehört und auch nie daran gezweifelt, doch jetzt konnte ich mich endlich selbst davon überzeugen und es stimmt wirklich! Beim Applaus war auch er so entzückend bescheiden und stellte, statt sich selbst feiern zu lassen, seine Frau Maite Itoiz und das Orchester vor, bedankte sich immer wieder...hach, es war einfach traumhaft! Dann kündigte er das dritte Lied in seinem unvergleichbaren charmanten spanischen Johnny-Akzent an, dem man die letzten Jahre in Spanien ganz deutlich anmerken konnte ;-). Er singe jetzt ein Lied, das er schon vor vielen Jahren als "Kleinkind" gesungen hätte. Es hätte ihm immer sehr viel bedeutet und bedeute ihm gerade heute wieder sehr viel. "...diese Worte, die mein Vater geschrieben hat...er hatte Recht...David´s Song..." Meine Güte, da wurde mir doch gleich wieder ganz anders, es ging so unter die Haut!!! Man spürte deutlich, wie wichtig ihm sein Vater noch immer ist und wie sehr er ihn geprägt hat. Dann sang John "Who´ll come with me" und ich sah das Bild von dem kleinen blonden Johnny vor mir, wie er das Lied damals so leidenschaftlich und voller Gestik und Mimik sang – Johnny ist mittlerweile ein gestandener Mann, doch wie er da so stand und den "David´s Song" sang, da war er wieder 25 Jahre jünger...genau der gleiche Gesichtsausdruck, die gleichen Gesten und wieder schien es mir, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Auch diesen Zwischenteil, den Papa Dan immer gesprochen hat, baute John mit ein und zwar incl. der leicht theatralischen Gesten, die Papa Dan immer so gut drauf hatte...sah bei John ja ehrlich gesagt schon etwas ungewohnt aus, aber insgesamt hatte es schon verdammt viel Wirkung und ging mir wirklich nah. So ganz langsam normalisierte sich mein Pulsschlag und ich kam allmählich wieder auf die Erde zurück, während Roncalli´s Artisten noch eine beeindruckende "Seiltanz"-Nummer vorführten, die mich ein wenig an "RonKelly" erinnerte, bloß, dass es diesmal kein richtiges Seil, sondern mehr eine Stange war, die von zwei Artisten gehalten wurde, während der dritte darauf die waghalsigsten Sprünge veranstaltete und Salti schlug – Wahnsinn! Noch ganz benebelt vom Gefühlschaos der letzten Minuten tappten Silke und ich wieder ins Foyer, wo wir uns mit den anderen Klönecken-Mädels trafen, die alle nach und nach eintrudelten – die meisten mit ebenfalls noch recht verklärten Gesichern und begeistert schwärmend. Hach, es war so schön, diese ganzen Emotionen mit Gleichgesinnten teilen zu können – alleine wäre ich mir doch reichlich lächerlich vorgekommen, aber es tat gut, zu wissen, dass auch andere so fühlten! Irgendwann kam dann auch endlich John vor die Tür und das Chaos konnte beginnen...Blitzlichter flammten auf und das allgemeine Gedrängel wie zu den besten Kelly-Zeiten war nur noch schlimm. Ziemlich frustriert und vor allem enttäuscht beobachteten wir das Ganze aus sicherer Entfernung, denn eins war uns klar: Da war heute kein Herankommen an John drin! ...außer vielleicht, man stürzt sich todesmutig ins Getümmel, aber ich habe ja schon oft genug erwähnt, wie das bei Silke und mir – und anscheinend auch noch genug anderen Mädels von der "Klönecke" – mit der nicht vorhandenen Ellbogentaktik ist... Also standen wir da und regten uns "ein wenig" auf, da die "Fans" um John herum selbstverständlich auch keine Anstalten machten, sich nach einem Autogramm und Foto nach hinten zu begeben, um die anderen auch mal nach vorne kommen zu lassen, wie es halt leider meistens immer so ist :-(. Ich weiß nicht, wie lange wir da ziemlich verloren standen, doch irgendwann tauchte Maite neben mir auf, die sich suchend umsah und kurz darauf wussten wir auch, wen sie suchte: Uli, die mit ihrer Tochter Anja zusammen zu John und Maite backstage gehen durfte! Na, wenigstens kamen zwei von uns in den Genuss und ich wüsste nicht, wem ich es an dem Tag mehr gegönnt hätte! So verschwanden eine aufgrund der "Fan-Herde" ziemlich ungläubig dreinschauende Maite und ein Security (oder wer auch immer das war) mit Uli und Anja im Schlepptau, kämpften sich durch die neiderfüllte und teils zeternde Meute (meine Güte!!!) und verschwanden im Konzerthaus. Silke brachte mich dann später noch dazu, etwas zu essen, nachdem ich vorher vor lauter Aufregung nicht wirklich daran denken konnte, doch als ich dann in das ofenfrische Baguette biss, spürte ich erstmal, wie sehr sich mein Magen danach sehnte...schließlich hatte er seit dem Frühstück nur zwei Getränke und eine Kopfschmerztablette (Mistwetter aber auch) zu verdauen gehabt...halt, nicht zu vergessen natürlich den Corny-Riegel, den mir Vera in der Pause gegeben hatte, als sich doch mal der Hunger bemerkbar machte – Dankeschön :-)! Als John das zweite Mal an diesem Tag auf die Bühne kam, wir ihn diesmal viel näher vor uns sahen und seine so wunderschöne Stimme erklang, da ging es mit meiner Heulerei doch glatt schon wieder los, es ging einfach nicht anders * schlimm *. Es waren Tränen der Freude, gleichzeitig vielleicht auch ein wenig der Angst, dass es wieder Jahre dauern könnte, bis wir ihn das nächste Mal wiedersehen oder –hören. Man ist es ja als John-Fan mittlerweile gewohnt, zu "leiden", aber manchmal müssen die Gefühle eben doch raus, sonst würde ich irgendwann platzen ;-). Er sang wieder "Santa Maria", "Red Shoes" – und wieder konnte ich nicht fassen, welch ein supersüßes Paar John und Maite abgeben, wie sie da standen und sangen * gänsehautschauer-lass-nach * - und "David´s Song". Hier bildete ich mir einen, ein leises Raunen zu hören, das durch´s Publikum geht, als ob spätestens jetzt einige Leute den ehemaligen kleinen Johnny Kelly mit der klaren Kinderstimme wiedererkennen würden - und ich konnte meine Augen einfach nicht von ihm abwenden, ich saß zitternd vor Freude und Aufregung da und versuchte, sein Bild in mich einzusaugen, seine Stimme irgendwo in mein Inneres einzuschließen, damit sie mir noch gaaaanz lange erhalten bleibt. Bei "David´s Song" rollten die Tränchen dann auch noch etwas verstärkter, weil ich dachte, dies wäre John´s letztes Lied des Abends und wer weiß für wie lange Zeit... Doch da legte er seinen Mantel ab und griff plötzlich zu seiner Gitarre, die da irgendwie auftauchte – jippieh, es würde heute Abend noch ein Lied geben?! Und dann noch mit Gitarre, so, wie wir John von früher kennen und lieben, wie schön!!! Er fummelte etwas unbeholfen an dem Instrument herum, das etwas zu leise eingestellt war. Dann fragte er etwas schüchtern ins Mikro: "Könnt Ihr mich hören?", was von einem "Jaaa!" aus dem Publikum beantwortet wurde – irgendwie recht witzig und hat gar nicht so in den klassischen Rahmen gepasst, aber gerade das war ja so wunderschön und so typisch Kelly ;-)! Dann kam John noch ein Techniker zu Hilfe, der weiter an der Gitarre werkelte und John meinte: "Das war nicht geplant" und später recht kleinlaut, aber total entzückend: "Technik...". Grins! Aber dann, dann war es letztendlich doch so weit, seine Gitarre funktionierte und er legte mit einer spanischen (oder baskischen, ich kenne mich da ja nicht ganz so gut aus) Ballade los, zu der mir mal wieder nichts anderes einfällt als: Ein Traum!!! Maite stimmte wieder in das Lied mit ein und ich hoffte so sehr, dass diese Momente nie vergehen mögen... Später zum Finale hielt uns wieder nichts auf unseren Sitzen und wir applaudierten den beiden händchenhaltenden Süßen, die da vorne in einer langen Reihe neben den Artisten auf der Bühne standen, so laut, wie wir nur konnten (dabei hatte ich ein so perverses Dauergrinsen im Gesicht, dass es schon nicht mehr normal war * peinlich *) – und siehe da, plötzlich erhoben sich nach und nach immer mehr Leute, wahrscheinlich eher weniger wegen John und Maite, aber insgesamt sah es toll aus und ich freute mich ungemein. John und Maite standen da und – strahlten, was auch sonst ;-)! Das Konzert war vorbei und erneut versammelten wir uns mit den "Klönecken"-Mädels im Foyer. Das Geschnatter und die allgemeine Aufregung war selbstverständlich wieder groß und wir waren uns alle einig, dass das, was wir da heute erleben durften, einfach unvergesslich schön war! Und ich hatte mit meiner Vorahnung Recht...es dauerte noch eine ganze Zeitlang, in der erstmal die Artisten und Orchestermitglieder nach und nach aus dem Konzerthaus kamen, doch endlich kamen auch John und Maite heraus – Maite mit unserem Blumenstrauß im Arm * stolz * und John wieder mit Käppi wie am Nachmittag. Zuerst sah es so aus, als ob die beiden gehen wollten, sie winkten kurz und verabschiedeten sich und ich dachte: "Schade, das war´s jetzt.". Doch irgendwie – ich weiß nicht genau, ob dieser Herr vom Konzerthaus mit den beiden gesprochen hatte oder ob´s ihre eigene Entscheidung war – hielten sie dann doch inne, stellten sich oben auf die Treppe neben dem Eingang (wie so eine kleine Empore für solche Gelegenheiten ;-)) und fingen tatsächlich doch an, Autogramme zu geben. Hurra!!! :-) Es verlief diesmal auch wirklich alles ganz gesittet und brav stellte ich mich nach einem kurzen Zögern hinten an – nochmal wollte ich mir die Chance auf John nicht entgehen lassen und diesmal waren die Umstände dazu ja auch wirklich optimal! John sah etwas mitgenommen und müde aus, was man ja auch gut verstehen kann (abgesehen davon, dass ich ja fand, dass er so auch schon am Mittag im Foyer gewirkt hat) und irgendwie spürte ich schon wieder dieses unvermeidliche schlechte Gewissen in mir aufsteigen – Mensch, manchmal kann das wirklich nerven! Doch als ich John da stehen und Autogramme schreiben sah, immer wieder freundlich auf diese einzigartige Art und Weise, wie nur es kann, lächelnd – da nahm ich mir ganz fest vor, ihm ein paar Worte zu sagen, auch, wenn ich mir nicht sicher war, dass ich es schaffe, doch ich wusste, wenn ich es jetzt nicht wage, dann verzeihe ich mir das nie, zumal es mir doch sooo wichtig war! Ja und dann stand ich plötzlich da oben auf der Treppe und etwas zögerlich hielt ich ihm meine Eintrittskarte zum Unterschreiben hin. "Los, jetzt sag´ endlich was!" ging es mir durch den Kopf und irgendwie stammelte ich dann: "Es war wunderschön heute!" Es klingt jetzt total doof, aber ich weiß gar nicht mehr so richtig, wie John darauf reagiert hat, irgendwie zog alles wie in einem Film an mir vorbei und ich konnte gar nicht richtig wahrhaben, was da gerade um mich herum passiert. Ich weiß nur, dass John mich irgendwie überrascht, irgendwie erfreut und dankbar, jedenfalls aber total lieb angesehen hat und irgendwas wie "Ja, ehrlich?" o. ä. gefragt hat. Ich habe dann nochmal mit einem ziemlich belämmerten dauergrinsenden "Ja, total!" oder sowas in der Art geantwortet. Dann fügte ich noch ein ganz ernstes und ziemlich eindringliches "Danke!" dazu und wieder sah er mich mit diesem nicht ganz zu deutenden Blick an, dieser Mischung aus Überraschung, Freude, Dankbarkeit...keine Ahnung, jedenfalls war es einfach nur schön! ...und ich bin noch ganz stolz, dass ich etwas einigermaßen Anständiges von mir gegeben habe, wenn auch nur kurz, aber zumindest war es das, was mir wichtig war! Ich bekam dann noch mit, wie Regina und Silvl (?) einen kurzen Smalltalk mit John hielten und dann tappte ich etwas mir stehend zur Seite und wäre dabei fast über Maite gestolpert, die da ein Stückchen weiter stand und auch fleißig Autogramme schrieb – das wäre schön peinlich geworden, Mensch, die ist aber auch klein! ;-) Sie ist so superhübsch mit ihren langen braunen Haaren und diesem so natürlichen und ehrlichen Auftreten und – nicht zu vergessen – diesem unbeschreiblichen Strahlen! Sie unterschrieb auf meiner Eintrittskarte gleich neben John, fügte noch ihr scheinbar obligatorisches Herzchen dazu und ich habe natürlich brav "Danke" gesagt, wobei ich mich noch kurz fragte, ob ich nicht lieber hätte "Gracias" sagen sollen – das hätte ich gerade noch zustande gebracht, aber ich denke doch, dass sie mich auch so verstanden hat ;-). Ich habe noch mit dem Gedanken gespielt, Maite auch noch irgend etwas Liebes zu sagen, aber da hat mich dann komischerweise doch der Mut verlassen und nachdem ich auch nicht wusste, wie ich es anfangen sollte, ob ich Deutsch oder Englisch reden sollte, habe ich es dann doch lieber ganz gelassen – außerdem war sie sowieso schon wieder mit einem Mädel ins Gespräch vertieft. Ich stand noch eine ganze Weile da und sah John und Maite zu, wie sie sich noch einige Zeit geduldig den Fans widmeten und konnte es nach wie vor einfach nicht glauben, dass das, worauf wir am Nachmittag so gehofft hatten und in Frust geendet hatte, nun doch noch möglich wurde. Tja, was soll ich sagen – es war wunder- wunderschön und ich kann Maite, John und Bernhard Paul von Roncalli, der das Ganze erst möglich gemacht hat, nur von ganzem Herzen danken! An diesem Tag wurden gleich zwei Träume wahr! John nach so langer Zeit wieder singen zu hören, war schon alleine einfach traumhaft, und dass sich John und Maite nach dem Konzert am Abend nochmal so viel Zeit für uns genommen haben, werde ich ihnen nie vergessen, denn das war keine Selbstverständlichkeit!!! Ich werde diesen kurzen Moment mit John und seiner unvergleichbar lieben Art und Ruhe nie vergessen, denn auch, wenn irgendwie alles sehr schnell ging, so konnte ich davon bisher nur träumen! Zum Schluss möchte ich auch noch ganz herzlich die gesamte Johnny-Klönecke grüßen: Ihr seid alle superlieb und es war total schön, zu erleben, wie wir von Anfang an eine vertraute, eingeschworene Gemeinschaft waren! Es war einzigartig, zusammen mit Euch diesen Traum erleben zu dürfen – Roncallis Sommernachtstraum mit John und Maite! by Maren
© Maren |
Last update: 12/07/2004
(Online since: 12/07/2004)