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Interview mit Joey
Mainpost Online (22.04.2000) Joey ist total locker drauf Als Joey Kelly am Sonntag bei den Bad Kissinger Gesundheitstagen zu Gast war, war auch ich - natürlich mit Fotoapparat und Diktiergerät ausgestattet - vor Ort. Obwohl unzählige Fernsehteams und Zeitungsreporter alles mögliche von Joey wissen wollten, gelang es mir, ein Interview zu ergattern. Und ich muss schon sagen, so ein Interview habe ich noch nie erlebt. (Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich noch nicht so viele gemacht habe). Aber mein Gespräch mit Joey war echt einzigartig. Das Interview fand im Freien statt, mitten auf einer vom Regen aufgeweichten Wiese. Um uns herum waren lauter Fans, die Joey an den Lippen hingen. Doch das Erstaunlichste dabei war Joey selbst. Er war total locker drauf und nahm sich unheimlich viel Zeit für jeden, der etwas von ihm wissen wollte. Auch bei der Autogrammstunde dachte er nicht an eine Zeitbegrenzung und stand erst wieder auf, als wirklich jeder eine Unterschrift mit persönlicher Widmung bekommen hatte. An diesem Tag wurde bestimmt kein Fan enttäuscht und so gönnte ihm auch (fast!) jeder eine ungestörte Essenspause. Aber es gab natürlich auch Leute, die ihm sogar dabei auf Schritt und Tritt folgten. Manche konnten es gar nicht fassen, dass Stars auch irgendwann mal Hunger haben (Zitat: "Guck mal, der isst 'ne Bratwurst!!!"). Trotzdem ließ sich Joey, der den ganzen Tag ohne Bodyguard unterwegs war, nicht aus der Ruhe bringen. An dieser Stelle ganz großen Respekt und herzlichen Dank an Joey und jetzt zu meinem Interview. Für was trainierst Du im Moment? Joey: "Bis vorgestern habe ich noch für den Marathon in Hamburg trainiert und zwei Wochen später laufe ich beim Marathon in Duisburg mit. Aber momentan trainiere ich eigentlich für den Triathlon im Mai in Kalifornien, danach für den Ironman in Roth. Im Sommer mache ich dann - wenn alles mit unserem Kind gut geht - noch einen Lauf in Kalifornien." Was war bisher Deine größte Herausforderung? Joey: "Der härteste Ironman bis jetzt war Lanzarote, der vom Streckenprofil am härtesten ist. Aber es gab auch andere Wettkämpfe, die Ultra-Runs, die erheblich länger in Zeit und Distanz gemessen werden. Es ist schwierig, aber es gibt kein gezieltes Rennen, von dem ich sagen kann, dass es das härteste ist. Alaska, zum Beispiel war bestimmt eines der härtesten, vielleicht auch die Wüste und der Ultraman." Welcher Wettkampf war für Dich am schönsten? Joey: "Der Ultraman war für mich ein ganz großes Highlight, bei dem ich alles riskiert und auch eine gute Platzierung erreicht habe. Nepal war auch super, die Wüste war auch sehr schön." Du warst jetzt schon an so vielen Orten in der Welt. Wo gefällt es Dir am besten? Joey: "Mir gefällt es sehr gut in Europa, da fühle ich mich zu Hause, mehr in Nord- als in Südeuropa. Außerdem finde ich Irland, Skandinavien und natürlich Deutschland gut. Nordafrika ist von der Landschaft her auch sehr schön. Nur dort wohnen würde ich nicht gerne, weil es nicht meine Kultur ist. Respekt habe ich vor China, weil es erschreckend ist, was da abgeht, so viel Menschheit und ein System, das man gar nicht kennt. Das ist eine andere Welt. Also ich bin froh, dass ich in Europa geboren bin, und nicht zum Beispiel in einem Land wie Indien, wo die Leute auf der Straße verrecken." Letztes Wochenende war die Musikmesse in Frankfurt. Schaust Du Dich manchmal dort um? Joey: "Ja. Dieses Jahr habe ich es nicht geschafft dorthin zu kommen, aber Paddy und Angelo waren da. Die letzten zwei, drei Jahre war ich auch dort, denn da gucke ich mir immer die neuesten Gitarren an." Habt ihr schon neue Konzerte geplant? Wir haben da gerade etwas von Staffelstein gehört. Joey: "Ja, das stimmt. Dort spielen wir am 9. Juli. Das wird ein tolles Konzert, weil die Location dor sehr schön ist. Es wird auch gefilmt und vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt, zwar nicht live, aber irgendwann später." Genau heute vor fünf Jahren ward ihr zum letzten Mal in Würzburg. Kommt ihr bald mal wieder? Joey: "Ich hoffe es. Das hat in letzter Zeit nie geklappt. Ihr habt dort . . . (Joey erzählt, weshalb sie so lange nicht in Würzburg waren und das hat auch einen sehr guten Grund. Er hat uns aber gebeten, diesen hier nicht aufzuführen, was auch verständlich ist, wenn man den Grund kennt). . . . Ich hoffe, wir schaffen es trotzdem, bald wieder zu kommen, aber bringt mich nicht um, wenn es nicht klappt." Zum Schluss noch eine Frage, die wir zur Zeit einfach stellen müssen: Was hältst Du von "Big Brother"? Joey: "Das ist das erste Mal, dass mich das jemand fragt. Ich habe es mir ein paar Mal angeguckt, aber ich habe natürlich nicht so viel Zeit, Fernsehen zu schauen. Ich weiß es nicht, es ist einfach nicht so mein Ding." Also würdest Du selbst auch nicht mitmachen? Joey: "Nein, ich könnte nicht mal eine Woche weg sein, von meiner Arbeit und meiner Familie. Ich habe meine Verpflichtungen, meine Verantwortung, ich muss meine Arbeit machen. Ich denke, wenn man bei so einer Serie mitmachen und sich 100 Tage Zeit nehmen kann, hat man wenig Verantwortung. Aber ich denke, die Leute sollen machen, was sie denken, was cool ist. Solange sie keinem weh tun ist alles wunderbar. Es ist ja alles nur Spaß, die Leute machen das und freuen sich. Es ist okay, ich denke, die Leute mögen das und die Kandidaten entscheiden selbst, ob sie gehen oder bleiben wollen." (Danke Mandy, daß Du mir immer so viele Artikel zuschickst!) |
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Last update: 11/05/00
(Online since: 11/05/00)