TOPNEWS |
| Platz (Gesamt) | Platz (Männer) | Nr. | Name, Vorname | Verein/*Ort | NAT | Jahr | Platz | AK |
| 601 | 558 | 30 | Kelly, Joey | *Pfalzgrafenweiler | IRL | 1972 | 41 | 20 |
| Endzeit | Brutto | Netto | 0-21km | 21km-42km | ||||
| 03:14:47 | 03:15:33 | 03:14:47 | 01:32:17 | 01:42:30 | ||||
| 0km-10km | 10km-21km | 21km-30km | 30km-42km | |||||
| 00:42:21 | 00:49:55 | 00:42:40 | 00:59:49 |
Mit ihm übergelaufen sind 2 Männer:
| 31 | Weber, Uli | *Pfalzgrafenweiler | GER | 1949 |
| 32 | Frixe, Eberhard | VFB Fallersleben | GER | 1950 |
15 000 bei Clements Feier
Clement, Kanzler und die Kellys - dieser Dreiklang lockte am Samstag 15 000 Besucher in den Landschaftspark Nord.
Nach tagelangem Sonnenschein hatte die SPD zwar bei der Terminierung ihres Familienfestes den einzigen Regentag erwischt, doch pünktlich zur Eröffnung durch Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling und Ministerpräsident Wolfgang Clement fielen die letzten Tropfen, durften Schirme und Regencapes eingepackt werden.
....
Ums Sammeln politischer Kraft für den Wahlkampf-Endspurt ging es am späten Nachmittag bei einer Großkundgebung in der Kraftzentrale. 7000 Zuhörer, davon rund die Hälfte Kelly-Fans, sahen einen kämpferischen Ministerpräsidenten, der seine Anhänger noch einmal aufrief, auch um die letzte Stimme zu kämpfen.
....
Die aus allen Ecken Nordrhein-Westfalens angereisten SPD-Mitglieder stimmten lautstark applaudierend zu, während die meisten Kelly-Fans, einige kamen sogar aus der Schweiz, ungeduldig wurden. In den hinteren Teil der Halle gelotst ließen sie die Reden teilweise nur sehr widerwillig über sich ergehen.
SPD tankte Kraft für den Endspurt
Fast schien es, als wollten sie altes Territorium einnehmen. Wo die CDU nach ihrem Erfolg bei der Kommunalwahl im Revier im vergangenen Herbst symbolträchtig den Landtagswahlkampf eröffnet hatte, startete die SPD am Samstag in die "heiße Phase": im ehemaligen Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich.
15 000 Sozialdemokraten (SPD-Angaben) aus NRW bevölkerten beim "Familienfest" das stillgelegte Werksgelände.
....
"Kelly ! Kelly !"-Sprechchöre waren dem Kanzler entgegengeschallt, als er mit den Landesministern und Brandenburgs Regierungschef Manfred Stolpe die Bühne betrat. Die Idee, neben "De Höhner" und Wolf Maahn die Kelly Family als Publikumsmagnet ins Programm einzubauen, überforderte die Organisatoren. Während Kelly-Fans in Erwartung des Konzerts einen Großteil der Kraftzentrale belegten, mussten verärgerte Genossen die Kundgebung draußen auf der Videowand verfolgen. Schließlich ließ man 2000 Besucher mehr als erlaubt in die Halle, wo Clement die Kids umgarnte: "Aus Euch werden gute Sozis."
SPD-Wahlparty im Landschaftspark-Nord
Das Kanzlerwort: Paddy muss noch bisschen warten
Aufmarsch der SPD-Garde im Landschaftspark-Nord. Bundeskanzler Gerhard Schröder, Ministerpräsident Wolfgang Clement, Generalsekretär Franz Müntefering, die geschlossene Front aller nordrhein-westfälischen Minister, Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe sowie die lokale SPD-Prominenz machten am Samstag den rund 15 000 Besuchern beim landesweiten Kultur- und Familienfest unmissverständlich klar, dass die Genossen festen Willens und guter Dinge sind, NRW weiterhin politisch zu dominieren. Das politische Wahlspektakel war garniert mit Gute-Laune-Mitklatsch-Musik von De Höhner, Betroffenheits-Songs von Wolf Maahn und Schmuse-Pop der Kelly Family.
....
Ein Besucher in der ersten Reihe schert aus dem allgemeinen Jubel aus und reckt Schröder kess ein Transparent "Paddy for Bundeskanzler" entgegen. Paddy ist Sänger der Kelly Family und soll dann auftreten, wenn alle Jubelreden gehalten sind. Der Kanzler lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und landet einen gekonnten Lacher: "Sag dem Paddy: ein bisschen muss er noch warten."
Joey Kelly gönnte sich ein kühles Pils
Der Star des 17. Rhein-RuhrMarathons erreichte das Ziel nach 3:15 Stunden. Joey Kelly stand am Samstag Abend noch im Landschaftspark Nord mit der Kelly Family auf der Bühne, gestern nutzte der musikalische Extrem-Ausdauer-Sportler den Besuch in Duisburg, um den Rhein-Ruhr-Marathon zu bewältigen. "Ich hatte letzte Woche viele Auftritte. Deshalb bin ich mit meiner Zeit auch zufrieden", erklärte der Ire, dessen persönliche Bestzeit bei 3:02 Stunden liegt. Erst vor zwei Wochen war Joey Kelly in Hamburg am Start.
Im Vorfeld hieß es, Kelly wolle beim Duisburger Marathon unter drei Stunden laufen. "Das stimmt nicht. Aber 3:10 Stunden hatte ich mir trotzdem vorgenommen", so Kelly. Allerdings klappte das auch nicht. Beine machen sollte dem Musiker der Duisburger Läufer Volker Dorn (Ruhrorter TV). Als der Tempomacher nach 2:59,13 Stunden im Ziel ankam, war von Kelly nichts zu sehen. " Ich habe ihn nichtmals am Start getroffen, obwohl ich ein Schild hielt. Da hat etwas mit der Absprache nicht geklappt", so Dorn, der gar nicht starten wollte, sondern nur dabei war, um den prominenten Gast zu begleiten. Dorn: "Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich diesmal gar nicht gestartet." Der Langstrecken-Spezialist plagt sich mit Verletzungen herum. Joey Kelly konnte sich das auch nicht erklären: "Ich habe ihn nicht gefunden."
Das Kelly-Fieber an der Strecke hielt sich in Grenzen. Vereinzelt jubelten dem Mann mit der Startnummer 30 Fans zu. "Der Applaus soll nicht nur für mich, sondern für alle Läufer gelten, weil alle Teilnehmer großartige Leistungen zeigen", wollte Kelly vom großen Rummel um seine Person nichts wissen. Mehr los war, als der Musiker ins Wedaustadion einlief. Überwiegend weibliche Fans hatten sich an den Kontrollposten vorbei gemogelt, um hautnah dabei zu sein, wenn ihr Idol die Ziellinie überquert. Bilder mit der Pocket-Kamera, ein paar Autogramme - so waren die Fans schnell glücklich.
Joey Kelly ließ dies geduldig über sich ergehen, nahm seine Medaille in Empfang, gab Interviews und peilte nach 42 195 Metern das nächste Ziel an, das wesentlich näher lag: Am Bierwagen gönnte sich der 27-Jährige, der für Running Pfalzgrafenweiler am Start war, ein kühles Pils.
Joey's Ergebnis vom Duisburger Marathon (30.04.00):(Abgeschrieben von einer Ergebnisliste, die vor Ort hing)
|
WAZ Duisburg (Stadteil) (29.04.00)Kelly-Fans sind schon da Ihr Ziel: Platz in erster Reihe Bereits am Mittwoch wurden die Ersten gesichtet, jetzt ist die junge Schar angewachsen auf gut 20. Der heutige Auftritt der Kelly-Family im Landschaftspark ist begleitet von einem Phänomen: Die Fans sind schon da. Als Ministerpräsident Clement am Donnerstag seinen 1. Mai-Empfang in der Kraftzentrale gab, irrten draußen vor dem Tor einige Fans herum. Die Polizei wies ihnen den Weg zum Ingenhammshof, vorläufiges Quartier für die Kelly-Verehrer. Gestern Nachmittag waren sie wieder ans Tor gezogen. "Wir wollen eine Platz in der ersten Reihe", sagt der 17-jährige Christian Fuchs aus Witten, der stolz auf einen bladigen TV-Auftritt ist (Thema: "Ich bin verrückt nach meinen Idolen"). Eigentlich lernt er Erzieher, geht es um die Kellys, "muss man eben mal blau machen". Angeblich hat der häufige Gast der Kellys, schon Konzertverbot, weil er zu aufdringlich ist. Tanja Pavlic (18 Jahre) und ihre 16-jährige Freundin aus Rheinhausen haben die Ferien für das mehrtägige Erwartungs-Ritual genutzt. Fast ein "Heimspiel" hat die 16-jährige Angela Ludewitz aus Meiderich, während Kerstin Janssen aus Emden die weiteste Anfahrt hatte. Alle kennen sich bereits von ähnlichen Anlässen. Herumlungern ist angesagt, jeder zeigt seine Kelly-Schätze, voe allem Fotos der Folk-Rocker. Älteste in der Fan-Schar ist mit 21 Jahren Marion Goldschmidt aus Bonn, von allen nur "Mama" genannt: Sie ist im 5. Monat schwanger. Ob denn der künftige und jetzt abwesende Vater kein Kelly-Fan sei, fragen wir sie. Marion: "Der ist schon mal mitgekommen. Aber der liebt mehr Black Music. Der ist nämlich Afrikaner." Meint Tanja: "Wird bestimmt ein hübsches Baby." WAZ Duisburg (Sportteil) (29.04.00)Volker Dorn ist der Hase für Joey Kelly Um 9 Uhr setzt sich dann die Masse der Marathon-Läufer in Bewegung. Mit im Pulk: Sänger und Musiker Joey Kelly, der auf seinem langen Weg durch die Stadt vom Duisburger Topläufer Volker Dorn begleitet wird. Sollte es doch zu Kraftverlusten auf der Strecke kommen, stehen zahlreiche Helfer mit 8000 Bananen und etlichen Litern Flüssigkeit bereit - und im Ziel warten Physiotherapeuten, um müde Beine munter zu machen. NRZ Duisburg (Online) (28.04.00)Kelly-Fans warten auf den Platz in der ersten Reihe Vier junge Mädchen sitzen in der brütenden Sonne auf der Mauer am Eingang des Landschaftsparks Nord: die Jacken um die Hüften geschlungen, die Wasserflasche in der Hand, Rucksäcke stehen vor ihnen. Sie wollen nicht zu spät kommen, deshalb sind sie schon da und warten - Stunde um Stunde. Allesamt sind sie eingefleischte Kelly-Fans und wollen heute in der ersten Reihe stehen, wenn die beliebte Band beim großen SPD-Familienfest Bundeskanzler Gerhard Schröder wahrscheinlich die Show stiehlt. Nicole (17 Jahre) aus Saarbrücken, Vicky (15) aus Berlin und Florence (16) aus Freiburg sehen das jedenfalls so. Sie wollen die Kelly-Familie sehen, hören und miterleben. Und sonst nichts. Schon am Donnerstag-abend kamen sie am Hauptbahnhof an, setzten sich ins Taxi, und ab ging es zum Landschaftspark. Decken und Schlafsäcke breiteten sie vor dem Eingang der Kraftzentrale aus, und dann "Gute Nacht". Nicole erfuhr durch Freunde von dem Konzert. Im Augenblick hat die 17-Jährige viel Freizeit. Sie beginnt demnächst mit dem "Freiwilligen Sozialen Jahr" und führt zwischenzeitlich Vorstellungsgespräche. Die 17-Jährige kommt hauptsächlich wegen Patricia (Gitarre, Percussion, Harfe und Keyboards). Nicole glaubt zwar nicht, dass sie zu ihrem Idol Kontakt aufnehmen kann: "Hauptsache, ich sehe sie live." Vicky erfuhr durch eine Jugendzeitschrift von dem Konzert. Sie hat momentan Ferien und reist nun schon zum elften Mal der beliebten Band hinterher. Sie schwärmt für alle, hauptsächlich aber für Angelo und Maite. Mitten in der Nacht auf Freitag kamen die drei Freundinnen Mariana (14) aus Rhede, Regina (15) aus Bocholt und Kerstin (15) aus Emden an. 20 bis 30 Konzerte der Kelly-Family besuchten die Mädchen schon. Ihre Eltern, so bekräftigen sie, fänden das völlig okay. Inzwischen wächst die kleine Gruppe auf zehn bis 15 Leute an. Insgesamt tummeln sich auf dem großen Gelände bis zum Abend rund 70 Fans. Einige haben ihr Quartier auf dem Ingen-hammshof aufgeschlagen, der von der Geschäftsführung des Landschaftsparks als Übernachtungsmöglichkeit angeboten wurde. Eine völlig neue Erfahrung sind die Kelly-Fans für Dirk Büsching, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Er empfindet es als faszinierend, "dass die Leute so etwas machen" und denkt an die Sicherheit. Die Polizei werde verstärkt Streife fahren und ein wachsames Auge auf die Fans werfen. Bis zu 5000 Kelly-Anhänger finden heute in der Kraftzentrale Platz. Nicole, Vicky, Florence, Mariana, Regina und Kerstin schlugen schon gestern mittag vor dem Eingang ihre "Zelte" auf und reservierten die Plätze, um heute in den ersten vier Reihen zu stehen, getreu dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Für Verpflegung ist gesorgt. Ein paar von ihnen fahren zwischendurch immer wieder zum Hauptbahnhof und holen etwas. Nicole hofft nur, dass die Sicherheitsvorkehrungen greifen. Bei einem anderen Konzert erlebte sie mit, wie kleine Kinder umgerannt wurden. "Da schämt man sich dann, ein Kelly-Fan zu sein." Dass der Auftritt der berühmten Band eher als Zugpferd für die Großveranstaltung der SPD wirken soll, interessiert die Fans weniger. Politik ist ihnen schnurz. Selbst, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder sprechen wird, haut sie kaum vom Hocker. Kerstin scherzhaft: "Wir schreien solange Kelly, bis die Family kommt. Dann wird Gerhard Schröder schon von selbst aufhören zu reden." Genau dies ist der Grund, weshalb mancher Sozialdemokrat dem heutigen Wahlkampftag im Nordpark mit gemischten Gefühlen entgegensieht. So erfreulich die Aussicht auf eine proppevolle Kraftzentrale ist - die Spitzengenossen Kanzler Schröder und Ministerpräsident Clement vor tausenden ungeduldig pfeifender Kelly-Fans wäre alles andere als Wahlwerbung für die SPD, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Die Organisatoren wollen deshalb versuchen, zumindest während der Reden vor der Bühne möglichst viele Sozialdemokraten zu platzieren. Dirk Büsching hofft nur noch auf gutes Wetter. Er möchte, dass die Verantstaltung für alle Besucher zum Erlebnis wird. Deshalb werde auch ein hohes Sicherheitskonzept gefahren. Vor Ort sind Polizei und eigene Sicherheitskräfte der Betreibergesellschaft. WAZ Duisburg (Sportteil) (28.04.00)Joey gehört zum Läuferheer - Schon über 3000 Meldungen Das Phantom ist aufgetaucht: Joey Kelly von der berühmten irischen Gesangsfamilie schnürt am Sonntag nun doch die Laufschuhe, um sich beim 17. Rhein-Ruhr-Marathon der großen Herausforderung zu stellen. Der Startnummer 30 gilt das große Interesse der Zuschauer am Wegrand. WAZ Duisburg (28.04.00)Marathon: Joey Kelly läuft mit Erst werden die Stimmbänder, dann die Schnürbänder zu Höchstleistungen aufgefordert: Joey Kelly, sportliches Mitglied der Kelly Family, nimmt nach dem Auftritt beim SPD-Fest im Landschaftspark am Samstagabend zwölf Stunden später am Duisburg-Marathon teil. Der begeisterte Triathlet hat sich zum Ziel gesetzt, erstmalig in seiner Karriere nterhalb der Drei-Stunden-Grenze über die 42,195-Kilometer-Distanz zu laufen. Da werden es die Fans doch einfacher haben, Joey beim Auftritt auf der Bühne zu bewundern, als ihm über die Marathon-Strecke zu folgen. WAZ Duisburg (27.04.00)Joe Kelly, Mitglied der berühmten Kelly-Family und begeisterter Triathlet, denkt darüber nach, an diesem Wochenende beim 17. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg zu starten. Dies erklärte der Manager der Familie, der sich auch schon beim Stadtsportsbund nach den Teilnahme-Bedingungen erkundigte. Bis Sonntag 7:30 Uhr, hätte Joe Kelly noch Zeit, sich dann für die 42-Kilometer-Distanz anzumelden.
|